Veröffentlicht am Autor , Sabine Ebert

Silvester in Portugal

Nach einem wetterbedingt sehr wackligen Flug landeten wir im nebelverhangenen Porto. Frau Reiter, unserer Reiseleiterin behielt Recht. „Wenn es in Portugal regnet, regnet es immer warm“ war ihr Kommentar zur Begrüßung. Schon bei der Stadtrundfahrt lichtete sich der Nebel und wir bekamen einen ersten Eindruck von der Stadt mit den vielen wunderschön mit Fliesen verzierten Fassaden. Eine kurze Mittagspause in einer urigen Taverne im Ribeira-Viertel mit Blick auf die Ponte Dom Luis kompensierte das regnerische Wetter. Nach einem kleinen Spaziergang zur Kathedrale von Porto, die sich über die Altstadt erhebt und einem ersten Schluck Portwein zur Begrüßung, treten wir die Fahrt nach Nazaré, unserem Standort für die nächsten Tage an.

Begrüßung durch unsere Reiseleiterin mit einem Gläschen Portwein

Ribeira-Viertel mit Ponte Dom Luis

 

Hotel Miramar Sul – Blick aus dem Speisesaal

Unser Hotel, ein schönes Haus auf einer Klippe oberhalb des Ortes gelegen, mit tollem Blick auf den kleinenHafen und Strand von Nazare.

Nach einem ausgiebigen Frühstück ist unser erstes Ziel Tomar, 100 km nordöstlich von Lissabon gelegen. Wir besuchten die Tempelritter-Festung Convento de Christo, seit 1983 UNESCO Weltkulturerbe. Die sich aus dem Nebel erhebende Burg mit Klosteranlage erinnert an Szenen aus „Der Name der Rose“ und vermittelt uns einen Eindruck auf die frühe mittelalterliche Geschichte Portugals mit dem Kampf gegen die Mauren.

Conveno de Chris

              

Im Anschluss an den Besuch der Burg genießen wir ein rustikales Mittagessen im Casa de Ratas.

Casa de Ratas

Weiter geht es nach Coimbra, zur ältesten Universität Portugals. Sie befindet sich am höchsten Punkt der Stadt.  Besonders beeindruckend sind die barocke Bibliothek mit 300.000 wertvollen Bänden und die mit Fliesen verzierte zur Universität gehörende Kirche.

Coimbra, Barocke Bibliothek

 

Coimbra, Universität

Der Rückweg führt uns über die Knochenbrechergasse, ein kleiner steiler Weg hinab in die Altstadt, wo wir noch ein wenig Freizeit und einen Kaffee genießen konnten.

Den Silvestertag starten wir am frühen Morgen mit dem Besuch am Strand Praiha Norte. Bei Ausnahme-Surfern wegen der hohen Wellen bekannt, ist der Ort Nazare seit 2011 zu einem Surf-Hotspot geworden. Vom Leuchtturm aus hat man einen Blick auf die riesigen Wellen die sich vor der Küste aufbauen.

                  

Weiter geht es nach Altobaca wo wir das Zisterzienser-Kloster und die Grablege der dortigen Könige besichtigen.

           

Danach lassen wir die Atmosphäre der weitläufigen Pilgerstätte von Fatima auf uns wirken.

Der riesige Platz, sich auf Knien bewegende Pilger und die 9000 Personen fassende Basilika beeindrucken uns nachhaltig.

Das viertgrößte Gotteshaus der Welt – Innenansicht

Am Nachmittag folgt der Besuch von Mosteiro da Batalha, dem zum Dank für den Sieg gegen die Spanier gestiftete Kloster, mit der prunkvollen Kirchenanlage und den unvollendeten Türmen.

Am Abend erwartet uns dann das großartige Sylvester-Buffet mit Programm im Hotel. Kurz vor Mitternacht mischen wir uns zusammen mit einigen Mitreisenden am Strand unter die vielen Portugiesen. Wir genießen das tolle Feuerwerk und  stoßen dort auf das neue Jahr an.  Der Fußweg zum Hotel gelingt mit Leichtigkeit und guter Stimmung.

Am nächsten Morgen startet unser Programm etwas später. Wir besuchen das reizvolle Städtchen Obidos. Komplett von Stadtmauern umgeben die vollständig begehbar ist, hat man von den Mauern aus einen wundervollen Ausblick über die Dächer mit ihren Terrakotta Ziegeln und die weiß getünchten Häuser der Stadt. Wir schlendern durch die kleinen Gässchen und genießen den traditionellen Kirschlikör „Ginja d‘Obidos“ im Schokoladenbecher.

    

Anschließend fahren wir nach Mafra und bestaunen die barocke Fassade des riesigen Königspalasts.

Picknick und eine Fahrt an die Strände von Ericeira und Nazaré lassen den Tag ausklingen. So langsam müssen wir uns schon auf die Heimreise einstimmen.

Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen. Mit dem Bus fahren wir zurück nach Porto wo wir mit das Flugzeug in Richtung Frankfurt besteigen. Hinter uns liegt eine gelungene Reise in ein vielseitiges Land, das wir sicherlich wieder besuchen werden. Danke an unsere Reiseleiterin Frau Reiter, die uns in so kurzer Zeit Portugal durch ihre vielseitigen Vorträge zu Kultur, Baustilen und Land und Leuten näherbringen konnte.