Veröffentlicht am Autor , Bettina Rohleder

Douro Flusskreuzfahrt mit Nicko Cruises

„Alle Jahre wieder“. So habe ich mir im August 2019 die Seminarreise von Nicko Cruises natürlich nicht entgehen lassen. Zusammen mit anderen Reisebüromitarbeiter aus ganz Deutschland, erkunden wir in 8 Tagen die schöne Küstenstadt Porto und das romantische Dourotal mit seinem spektakulären Weinanbaugebiet.

Tag 1
Beim gemeinsamen Abendessen und anschließendem Umtrunk lernt man sich schnell kennen. In unserer Tischgruppe verstehen wir uns schon mal auf Anhieb. Die ersten Gespräche erzählen die mehr oder weniger aufregende Anreise und wie schön doch der erste Eindruck von Porto ist.
Auch meine noch unbekannte Zimmergenossin Sabine ist bei mir am Tisch und wirkt sehr sympathisch. Später lernen wir unsere Ansprechpartner Steffie Poppele und Siegfried Steinacher von Nicko Cruises kennen. Mit Ihnen werden wir die Reise und das Produkt so intensiv kennenlernen, dass wir später unsere Kunden optimal beraten können.

Stilecht klingt der Abend auf dem Sonnendeck mit einem fantastischen Rundum-Blick aus:
Gegenüber beeindrucken die Lichter von Portos Altstadt – längst Welterbe der Unesco. Stromaufwärts strahlt die Eisenbrücke „Ponte Dom Luis l“ – das Wahrzeichen der Stadt, einst erbaut unter der Leitung von Gustav Eiffel. Neben uns der Stadtteil „Vila Nova de Gaia“ mit hübschen Lokalitäten und den jahrhundertealten Kellereien der Portwein-Barone.

Panoramablick vom Sonnendeck

Unser Schiff „MS Douro Cruiser“ ist ein gemütliches Zuhause auf Zeit:

Alle Kabinen sind Außenkabinen, auf dem Oberdeck sogar mit begehbarem Balkon. Im Bad ist zwar nur Platz für eine Person, aber das ist ja völlig ausreichend.
Auf dem Mitteldeck ist der Panoramasalon mit Bar, wo Barkeeper Hugo und sein Kollege die nächsten Tagen uns mit leckeren Cocktails verwöhnen. Ein interessantes Getränk das jeder probieren sollte ist ein Port-Tonic. Den klassischen Gin-Tonic gibt’s natürlich auch.

Im Restaurant gibt es an manchen Abenden ein leckeres Buffet und an anderen Tagen ein gemütliches Vier-Gänge Menü. Man hat stets die Wahl zwischen verschiedenen Gerichten, die man sich während dem Frühstück für den Abend aussuchen kann.
Auf dem Sonnendeck befindet sich ein kleiner Pool zum Abkühlen und viele Liegestühle zum Entspannen. Und die Crew ist sehr nett – was will man mehr!

Vorspeisenbuffet
Nachtisch
Altstadtblick von Kabine 331

Tag 2
Bis zum Mittagessen liegt unser Schiff in Porto. Daher lohnt es sich die angebotene Stadtrundfahrt (im Ausflugspaket inklusive) zu buchen.

Über die beeindruckende Eisenbrücke, geht’s mit dem Bus in die Altstadt. Erster Stopp ist die Kathedrale Sé auf dem Pena Ventosa Hügel. Von hier haben wir einen atemberaubenden Blick über den Fluss. Zwischen den ganzen Touristen entdecke ich auch Theresa und Steffie mit ihren großen Rucksäcken. Wir haben uns am Anreisetag am Flughafen kennengelernt. Heute zeigen sie mir stolz ihren Pilgerausweis. Ihr Plan ist circa 300 Kilometer nach Santiago de Compostela zu laufen.

Am berühmten Bahnhof Sao Bento erklärt uns Reiseleiterin Rossana die zahlreichen Azulejos. Die künstlerischen Wandbilder aus den bekannten, meist blau-weiß bemalten und glasierten Keramikfliesen, zeigen Motive aus der portugiesischen Geschichte.

Kathedrale von Porto
Kathedrale Frontansicht
Bahnhof Sao Bento

Nach kurzer Freizeit bringt uns der Busfahrer weiter zum Torre dos Clérigos. Der 76m hohe Turm ist das Wahrzeichen der Stadt. Nach 225 Stufen genießt man eine super Aussicht über Porto. Es bleibt genug Zeit die Gegend zu erkunden.

Torre dos Clérigos

Zurück in Vila Nova de Gaja, besichtigen wir den hübschen Weinkeller Ferreira und probieren den berühmten Portwein. Fazit: Sehr lecker! Für mich ein bisschen viel Alkohol am Mittag, aber es gibt willige Abnehmer am Tisch.

Zu Fuß sind es nur ein paar Meter zurück zum Schiff. Vorbei an einer Bäckerei können wir nicht widerstehen, die leckeren „Pastel de Nata“ zu kaufen und darüber her zu machen.

Portweinprobe

Um 14:30 Uhr ist die Abfahrt in Porto und alle Passagiere sind natürlich an Deck. Kaum losgefahren, kommt uns das schnuckelige Partnerschiff „Douro Prince“ entgegen. Wir winken und die Kapitäne hupen sich ein „Hallo“.

Abfahrt in Porto

Ab nun ist alles ruhig, idyllisch und Natur pur.

Flauschige Handtücher liegen am Sonnendeck bereit und laden zum gemütlichen Sonnenbaden ein. Immer wieder steht man in einem anderen Eck an der Reling, um die vorbeiziehende Landschaft zu fotografieren und dem interessanten Treiben an einer Schleuse zuzuschauen. Man hat Zeit zum gemütlichen Kaffee trinken und Buch lesen. Pflichtbewusst erheben wir uns bei dem Aufruf die Sicherheitsübung mitzumachen.

Direkt im Anschluss ist die Vorstellung der Ausflüge. Die meisten Gäste auf dem Schiff haben das Ausflugspaket gebucht. Und so ist der Salon rappelvoll, als Maggie uns viele Details zu jedem Tag erklärt und alle Anwesenden in drei Gruppen aufteilt.

Maggie ist für diese Woche unsere Kreuzfahrtleitung. Sie heißt eigentlich Margarete Glaser. Unter diesem Namen kennt sie aber niemand auf dem Schiff, erklärt sie uns in einem sympathischen norddeutschen Dialekt. Wenn wir sie suchen, sollen wir nach „Meggi“ fragen oder wenn man möchte auch nach „Maggi“ wie das Gewürz.

Unsere Seminargruppe und einige andere Gäste werden mit Reiseleiterin Rossana diese Woche verbringen. Sie kommt aus Lissabon und spricht sehr gut deutsch. Wir werden jeden Tag in der Gruppe 3 zusammen sein und immer im gleichen Bus fahren. Wer sich schon für die Ausflüge entschieden hat und nicht unbedingt Detail-Informationen braucht, der kann nach der Sicherheitsübung einfach seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Alle anderen bekommen genaueste Informationen, was einem die nächsten Tage erwarten wird.

Am Abend schlemmen wir bei einem 4-Gang-Menü. Unser kleines Tischgrüppchen besteht aus Olivera, Mateja, Heidrun, Sabine, Klaus und mir. Wir verstehen uns sehr gut und somit bekommen wir das endlos lange warten auf Essen mit Gesprächsstoff gefüllt. Die nächsten Tage wird der Service flotter, so genießen wir die Zeit lieber etwas aussichtsreicher im großzügigen Salon oder ganz ruhig an Deck.

Heute schippern wir noch weiter flussaufwärts bis zum Ort Entre-Os-Rio. Das Schiff legt dort über Nacht an. So wird während der gesamten Tour ausschließlich am Tag gefahren – zu unserem großen Vorteil: Tagsüber verpasst man keinen Landschaftsabschnitt und nachts stören keine Motorengeräusche oder Schleusenarbeiten unseren Schlaf.

Idyllische Villen
„Einfach abschalten und genießen“

Tag 3
Im Frühstücksraum wird es trotz Sonnenschein immer dunkler. Wir fahren in eine Schleuse ein und der Durchsage von Maggie nach zu urteilen ist diese ziemlich spektakulär. Unserem Tischkellner gebe ich Bescheid, er solle doch bitte mein Frühstück stehen lassen, „ich komme wieder“.

Wir stehen vor der Carrapatelo Schleuse und beobachten das rangieren des Gegenverkehrs. Jetzt sind wir dran: Es ist zu beiden Seiten sehr eng. Doch kein Problem, denn alle Schleusen des Douro haben Schwimmpoller. Die Dinger sind superpraktisch, die Matrosen legen nur die Leinen drum, Wasser blubbert in die Schleusenkammer und wir werden sicher nach oben gehoben. Maggie hat nicht zu viel versprochen: Der Superstar der Douro-Schleusen mit einer Fallhöhe von sagenhaften 35 Metern ist echt beeindruckend.

Einfahrt Carrapatelo Schleuse
Schleuse Carrapatelo; Aussicht nach oben
Schleuse Carrapatelo; Ausblick von oben

Nach dem beendeten Frühstück auf dem Sonnendeck:
Das Sonnensegel, die Dusche am Pool und alle seitlichen Geländer sind bereits eingeklappt. Alle Mitarbeiter fordern mehrmals die Passagiere zum hinzusetzen auf. Die erste tiefe Brücke unserer Fahrt ist ein Highlight und in der Tat zum Greifen nahe.
Ein Passagier steht dann doch plötzlich wieder auf. Alle halten den Atem an und die Crew reagiert blitzschnell mit deutlichen Rufen. Gerade mal noch gut gegangen! Wir hören eine nachdrückliche Durchsage unseres sehr humorvollen Reiseleiters Felipe: „die Aufforderungen der Crew sind überraschenderweise wirklich ernst gemeint und freilich zu befolgen“. Bei der nächsten Brücke, noch tiefer als die erste, hören alle brav auf die Kommandos und wir üben uns gedanklich im Limbotanz.

Vorsicht Brücke, bitte Kopf einziehen

Es ist ziemlich warm und beim Anblick der vorbeiziehenden Villen bekommt man Lust auf eine Wasserrutsche direkt in das klare Wasser des Douro. Wir nutzen aus Mangel an Alternativen den kleinen Pool zur Abkühlung. Wer die Nässe scheut, kann sich unter dem Sonnensegel zurückziehen.

Um 12 Uhr geht’s dann frisch geduscht zum leckeren Mittagsessen in Buffetform.

Wir liegen in Peso da Régua, gut zu erkennen am berühmten Logo der Firma Sandeman. Überlebensgroß thront der Mann im schwarzen Umhang auf der Kuppe eines Weinbergs und süffelt genüsslich ein Gläschen Vinho. Hier startet der Bus zum Ausflug Lamego – einem der wichtigsten Pilgerorte Portugals (im Ausflugspaket enthalten).

Wer mag, kann von der Wallfahrtskirche „Santuário Nossa Senhora dos Remédios“ auf der Freitreppe rund 600 Stufen zur Stadt hinunterlaufen. Bei 35 Grad stehen wir erstmal im Schatten der hübschen Pappelbäume und lassen uns genug Zeit auf dem Weg nach unten. Wer nicht gut zu Fuß ist, fährt mit Busfahrer Antonio nach unten. Am örtlichen Museum gehen Interessierte mit Rossana auf einen Besichtigungstour, für alle anderen ist Freizeit. Ich bummle mit ein paar anderen aus der Gruppe durch die Gassen mit Zwischenstopps an verschiedenen Lokalen. Ein italienischer Espresso und ein Pastel de Nata ist immer lecker, trotz enormer Hitze.

In Lamego: Wallfahrtskirche Santuário Nossa Senhora dos Remédios
Vorplatz der Wallfahrtskirche
Kathedrale von Lamego
Ortskern von Lamego mit Blick zur Wallfahrtskirche

Zurück „Zuhause“ ist portugiesischer Abend angesagt. Die Tische sind mit karierten Tischdecken geschmückt und es werden typisch portugiesische Speisen auf dem Buffet angeboten.
Passend dazu sind im Salon Fado Sänger geladen. Wir sind vor dem melancholischen, wehmütigen Gesang „geflüchtet“ und erkunden lieber Regua zu Fuß. Sigi, Steffie, Mateja, Oliviera, Heidrun und ich kehren nach einem ziellosen Spaziergang schließlich in einer Art Biergarten mit tollem Blick über den Fluss ein.

Tag 4
Heute Morgen statten wir dem letzen Grafen von Vila Real einen Besuch ab. Der Ausflug Mateuspalast (im Ausflugspaket enthalten) führt uns zu seinem Herrschaftshaus. Wir bekommen eine Innenbesichtigung durch einige der außergewöhnlichen Räumlichkeiten. Vor allem die handgearbeiteten Decken aus Kastanienholz sind einzigartig und versetzen uns in ein vergangenes Jahrhundert. Der vordere Teil zum Garten, ca. 20 % vom Haus, sind noch privat bewohnt und für uns Tabu.

Das kurze Gewitter am Morgen hat sich größtenteils verzogen und wir können die fotogene Außenanlage trockenen Fußes erkunden. Um den großen und liebevoll gepflegten Park kümmert sich nur ein Gärtner und ein Helfer. Im Garten ist alles Handarbeit, denn schweres Gerät würde zu heiß werden und die Pflanzen verbrennen. So ist es sehr verständlich, dass die bizarr geschnittenen Hecken und seltenen, uralten Bäumen zu den schönsten Gartenanlagen Portugals zählen.

Mateuspalast
Gartenanlage Mateuspalast
Altar
eines von zahlreichen Wohnzimmern des Herrenhauses
hübsche Wasserspiegelung

Das Schiff ist am Morgen weitergefahren und sammelt uns in Pinhao wieder ein. Diesen Flussabschnitt haben wir trotz des Ausflugs aber nicht verpasst; auf dem Rückweg werden wir nämlich an Bord sein. Weiterfahrt bis zum Abend mit Anleger in „Barca d´Alva“.

Das Aussehen des Douro hat sich bereits gewandelt. Der Fluss wird schmaler, seine Schleifen werden enger. Die Rebstöcke wachsen an steilen Bergen und am Ufer stehen weit verstreut die Quintas, die gediegenen Herrenhäuser der Weinbarone.

Das heutige Unterhaltungsprogramm zieht viele Passagiere in den Salon. Es gibt eine interessante Vorführung wie man traditionell eine alte Portweinflasche öffnet. Bei einer 50 Jahre alten Flasche (oder älter) besteht beim Öffnen die Gefahr des Zerbröselns des Korkens. Um das zu verhindern, geht man wie folgt vor: Eine Portweinzange wird in einer Flamme stark erhitzt, an den Flaschenhals unterhalb des Korkens gesetzt und sofort mit kaltem Wasser abgekühlt. Durch die plötzliche Temperatur-Änderung entsteht eine saubere Bruchstelle. Nun kann der Portwein dekantiert werden. Prost!

Traditionelle Öffnung einer alten Portweinflasche

Tag 5
Wärmstens empfehlen möchte ich den heutigen optionalen Ausflug in die spanische Universitätsstadt Salamanca. Los geht’s um 8:45 Uhr. Reiseleiter Felipe gestaltet die Busfahrt von 1:40h äußerst kurzweilig. Er selbst ist Portugiese, spricht durch sein Studium in der Schweiz einwandfreies Deutsch und hat immer einen lustigen Spruch auf Lager. Vielleicht liegt das an seinem Ferienjob in einem bayrischen Biergarten?!

Unser Parkplatz ist am Plaza de Espana beim Hotel Alameda Palace. Hier ist der Anfang der Fußgängerzone oder wie Felipe sagt „der ideale Platz um die Kreditkarte zu lüften“. Wir wurden bereits im Bus mit einem Stadtplan mit gesetzer Markierung bei Hotel und Fußgängerzone ausgestattet. So ist es für jeden ein Kinderspiel, pünktlich zum Essen ins Hotel zurück zu kommen. Die „technischen Einrichtungen“ des Hotels „für den gewissen Druck“ können bereits benutzt werden. Dann sind uns 2 Stunden Freizeit zum Bummeln gegönnt, denn die Geschäfte schließen später für ihre Siesta.

Das Mittagessen mit Paella im Hotel ist lecker und die Flamenco Show authentisch und interessant.

Paella für alle
Flamenco Show

Frisch gestärkt geht es in kleinen Gruppen aufgeteilt zur Stadtbesichtigung. Die örtliche Reiseleiterin Alicia Bombin Santos erzählt uns wunderbare Geschichten:

„Haben Sie schon mal in einer Stierkampfarena Kaffee getrunken? Auf der Plaza Mayor ist das kein Problem. Dass die Zeit der Stierkämpfer schon lange vorbei ist, müssen Sie ja nicht verraten, wenn Sie zu Hause davon erzählen.“ Heute geht es auf dem riesigen Platz mit den mächtigen Torbögen eher gemütlich zu.

Plaza Major in Salamanca
Das Muschelhaus „Casa de las conchas“ – Stadtpalast 15. Jahrhundert

Die im Jahr 1218 gegründete Universität ist Salamancas Herzstück. Heute studieren hier knapp 40.000 Studenten, circa ein Viertel der Bevölkerung. Neben 12 Forschungszentren für z.B. Biowissenschaften, Laser, Geschichte, Nahrungsmittelforschung ist sie eine der besten Spanischschulen im Land.

An der Sandsteinfassade der Alten Universität (Patio de Escuelas Menores) stellt uns Reiseleiterin Alicia vor eine Aufgabe: Vor gut 500 Jahren hat hier ein Steinmetz einen Frosch (eigentlich eine Kröte) versteckt. Nur mit Alicias Hilfe entdecken wir auf einem Totenkopf die berühmte versteinerte Figur. Der Totenkopf symbolisiert die Ausschweifungen im Leben, die nach dem Tod gesühnt werden – eine Mahnung an die lebenslustigen Studenten. Es heißt, wer den Frosch findet soll seine Prüfungen am Ende des Studiums bestehen. Kein Wunder ist er in jedem Souvenirgeschäft in sämtlichen Varianten vertreten.

Fassade der Universität Salamanca

Durch eine Seitengasse kommen wir einem der imposantesten Gebäude der Stadt näher. Die Kathedrale von Salamanca ist quasi „zwei in einer“.
Die alte Kathedrale war nicht mehr repräsentativ genug und für die Bevölkerung zu klein geworden. So wurde nach „nur“ 220 Jahren Bauzeit drumherum die neue Kathedrale fertiggestellt. Sie ist heute das höchste und größte Bauwerk der Stadt.

An einem der Eingangstore zeigt uns Alicia weitere auffallende Figuren: Dieses Mal einen Astronauten und einen Drachen mit Kugeleis. In der Tradition der Restauratoren ist es wohl üblich die zeitgenössischen Motive unter die alten zu mischen.

Nach der Stadtführung haben wir noch etwas Freizeit, bevor wir pünktlich zu portugiesischer(!) Zeit abfahren.

Außenfassade der Kathedrale von Salamanca
Neue Kathedrale
Imposante Decke der neuen Kathedrale
Alte Kathedrale
Wegzehrung gefällig?

Tag 6
Den heutigen Vormittag verbringen wir recht kurzweilig in Castelo Rodrigo (im Ausflugspaket enthalten). Schon vor den Toren der kleinen historischen Gemeinde, hält der Bus für einen Fotostopp. Von hier sieht man sehr gut die Burgruine und die Festungsmauern.

Blick auf Castelo Rodrigo

Am Ortseingang begrüßen uns zwei Souvenirläden mit zahlreichen Mandelsorten zum Probieren. Nach unserem gemeinsamen Besuch der kleinen Kirche, erkunden wir auf eigene Faust die mittelalterlichen Gassen, lösen die Einladung zum Sekt mit Mandellikör ein und genießen die Ruhe im Café. Die Ausbeute von Lavendel-Mandeln bis zu Taschen aus Kork passen auf jeden Fall noch ins Gepäck.

In Castelo Rodrigo

Nach einem gemütlichen Mittag an Bord, fahren am Abend alle Passagiere zur „Quinta da Avessada“ zum Abendessen. Auf dem gepflegten Weingut empfängt man uns mit traditioneller Musik. Bei einem Sektempfang genießen wir die Aussicht über die Weinberge des Dourotals. Eine anschließende Führung im Weinkeller (der genau genommen eine Scheune ist), darf natürlich auch nicht fehlen.

Der Besitzer ist ein lustiger Zeitgenosse und erinnert uns ein wenig an den weltbekannten Mr. Bean. Er wird uns, auch während dem drei Gänge Menü, kleine Anekdoten und humorvolle Geschichten erzählen.

Bei unserer alltäglichen Jagd nach schönen Fotomotiven treffen Steffie und ich den Besitzer. Kurzerhand sind wir eingeladen, seine private Terrasse zu besuchen, er hat zwar kaum Zeit und muss wieder zurück zu den Gästen, aber wir sollen doch die beste Aussicht für den Sonnenuntergang genießen. Wir sind begeistert !

Weingut Quinta da Avessada
Die Weinscheune (einen Keller gibt’s hier nicht)
Dekoration – Mit Liebe zum Detail

Tag 7
Heute ist ein perfekter Tag um einfach mal nichts zu tun. Wir hatten uns schon gefreut das Sonnendeck exzessiv zu benutzen, aber leider spielt das Wetter nicht mit. Es ist kühl und sehr windig. Selbst unter den Kuscheldecken ist es draußen ungemütlich. Dann also Rückzug in die Kabine, mit einer heißen Tasse Schokolade und einem Buch hält man es gut aus. Und die vorbeiziehende Landschaft und die interessanten Schleusenarbeiten lassen sich von meiner Oberdeck Kabine wunderbar beäugen.

Naja, so gar nichts tun können wir irgendwie auch nicht. Also ziehen Olivera, Mateja, Steffie und ich los in die Stadt. Unsere Kreuzfahrtleiterin Maggie hat uns einen kostenfreien Bustransfer nach Porto angeboten. Wir steigen einen Anleger früher aus und sind so gut 1,5 Stunden schneller als das Schiff.

Den Abend lassen wir entspannt auf dem Schiff ausklingen. Alle Mitreisenden sind sich einig: das Douro Tal ist wirklich eine Reise wert!

Gerne buchen wir bei Hirsch-Reisen alle Angebote von Nicko Cruises und anderen Veranstaltern. Sprechen Sie uns einfach an.

So entspannt genießt man die Fahrt im Dourotal
eingeklapptes Sonnendeck: warten auf die nächste tiefe Brücke
In der Schleuse: Aussicht vom Kabinenbalkon
Oberdeck Kabine
Mein Zuhause auf Zeit: „MS Douro Cruiser“