Veröffentlicht am Autor , Sabine Ebert

Zypern – Insel der Aphrodite

Lange schon wollten wir diese schöne Insel besuchen und in diesem Jahr haben wir es endlich wahr gemacht. Pünktlich machen wir uns mit der Gruppe auf den Weg zum Flughafen Frankfurt. Bei nicht allzu schönem Wetter waren alle froh um die Mittagszeit in Richtung Larnaca zu starten. Nach einem angenehmen Flug landen wir am frühen Nachmittag auf der Insel der Aphrodite. Schon jetzt zeigt sich die Insel von Ihrer besten Seite.
Herrliches Wetter mit über 20 Grad und Sonne erwarten uns. Nach einem 2-stündiger Transfer erreichen wir unser **** Sterne Hotel Pioneer Beach in Paphos, eine wunderschöne Hotelanlage direkt am Meer.

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Hotel Pioneer Beach in Paphos

Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir in den Osten der Insel nach Famagusta. Wir durchqueren eine blühende Landschaft und erfahren von den vielen verschiedene Blumenarten wie Anemonen, Narzissen, Gladiolen und Iris die im Frühjahr auf der Insel blühen.

Hier findet man auch viele verschiedene Orchideenarten, von denen einige sehr selten sind. Wir hatten uns Zypern gar nicht so grün vorgestellt.

Etwas beklemmend wird es als wir entlang der Demarkationslinie fahren. Diese sogenannten „Grünen Linie“ teilt die Insel Zypern seit 1974. Bevor wir Famagusta erreichen besuchen wir das Kloster St. Barnabas. In der Klosterkirche befindet sich ein Ikonenmuseum mit Heiligenbilder die vor allem aus dem 18. bis 20. Jahrhundert stammen.

Klosterkirche St. Barnabas

Weiter geht es nach Salamis zu den imposanten Ausgrabungsstätten mit Halbtheater, römischem Bad, Forum und Gymnasium.

Unsere Mittagspause verbringen wir in Famagusta. In der Altstadt angekommen sehen wir die gut erhaltene venezianische Stadtmauer aus dem 15. und 16. Jahrhundert die heute von einem wasserlosen Graben umgeben ist. Vom oberen Rand hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt und den Hafen. Wir besuchen die Lala-Mustafa-Pascha-Moschee, ehemals Hl.-Nikolaus-Kathedrale. Sie ist heute Hauptmoschee der Muslime Famagustas und zählt neben der Abtei Bellapais und der Kathedrale St. Sophia (Selimiye-Moschee) in Nicosia zu den herausragenden Bauwerken gotischer Architektur auf Zypern.

Lala-Mustafa-Pascha Moschee

Auf der Rückfahrt passieren wir das frühere Touristenviertel Varosia (südlich der Altstadt Famagustas). Sie gleicht einer Geisterstadt. Das Viertel ist komplett mit Stacheldraht umgeben, eine militärische Sperrzone die nicht zugänglich ist. Es ist kaum vorstellbar, dass diese Stadt früher eine blühende Touristenstadt war. Auf der Rückfahrt haben wir Zeit die Eindrücke zu verarbeiten und genießen den Abend in unserem schönen Hotel.

Am nächsten Tag starten wir unser Programm mit einem Besuch der Kuppelkirche Agia Paraskevi in Gieroskypos, einem Vorort von Paphos. das Innere der Kiche zeigt wunderbare Wandmalereien und wir erfahren einiges über die Zeit des Ikonoklasmus (Bilderstreit).

Weiter geht die Fahrt zum Kloster des Heiligen Neofytos im Trodos-Gebirge. Ursprünglich eine Einsiedelei aus den 12. Jhd. ist es heute ein Wallfahrtsort. Die in den Berg getriebenen Kammern sind fast vollständig von Wandmalereien mit Szenarien der orthodoxen Kirche bedeckt.

Einsiedelei aus den 12. Jhd

Auf der Rückfahrt nach Paphos besuchen wir den Archäologischen Park und die berühmten Königsgräber am Meer. Der Park ist ein sehr weitläufiges Ausgrabungsgebiet der antiken Stadt Paphos und eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsstätten Zyperns.

Archäologische Park

Einer der Höhepunkte sind die römischen Villen mit ihren Bodenmosaiken. Einige Mosaike liegen geschützt in einem Gebäude und sind besonders gut erhalten.

Über Holzstege wird man über die Bodenmosaike geleitet. Wir erkennen einzelne Räume doch leider ist die genaue Funktion der meisten Räume bis heute nicht bekannt.

Den Rest des Nachmittags haben wir Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten und noch ein wenig die Sonne zu genießen. Wir spazieren vom Hafen entlang der Promenade zurück zu unserem Hotel.

Während ein Teil der Gruppe am nächsten Tag zu einem Ausflug ins berühmte Weindorf Omodos aufbricht, genießen wir den sonnigen Tag am Meer und in unsere schöne Hotelanlage.

Ausgeruht starten wir am nächsten Morgen zu einem Besuch des Kloster Chrysorrogiatissa. Das Kloster aus dem 12. Jhd. ist für die Renovierung und Erhaltung von Ikonen und vor allem für seine Weinherstellung bekannt.  Auf der Klosterterrasse lädt uns unsere Reiseleiterin auf eine Weinprobe und ein Picknick mit landestypischen Spezialitäten ein.

Klosterkirche

Frisch gestärkt geht es weiter nach Latschi und zu den Bädern der Aphrodite. Diese galten als Jungbrunnen der Göttin Aphrodite

Leider hat das Wetter an diesem Tag nicht mitgespielt und so ersetzten wir die geplante Wanderung durch einen Besuch der örtlichen Taverne. Nach einer kleinen Stärkung treten wir den Weg zurück nach Paphos an.

Der nächte Tag begrüßt uns wieder mit viel Sonne und zeigt sich von seiner besten Seite. Wir fahren zum berühmten Felsen der Aphrodite und erkunden den fast menschenleeren Kiesstrand. Hier soll die Liebesgöttin dem Schaum des Meeres entstiegen sein. Wer ihn dreimal umrundet, wird mit ewiger Liebe belohnt, so die Sage…

Nach einem kurzen Aufenthalt geht es weiter zum antiken Kourion wo wir zuerst das Amphitheater besichtigen. Es ist erstaunlich wie gut die Akustik in diesem Theater ist. Hier finden noch heute Opernaufführungen und Konzerte statt.

Auch die gut erhaltenen Bodenmosaiken aus spätantiker und frühchristlicher Zeit sind sehr sehenswert. Das Haus des Eustolios liegt in traumhafter Lage mit Blick aufs Meer. Die Bodenmosaiken liegen geschützt und können über Stege erreicht werden, so dass unsere Reiseleiterin und viele Details näherbringen kann.

Nach ausführlicher Besichtigung geht es weiter nach Limassol. Wir starten unseren Rundgang am modernen Hafen und bummeln dann weiter durch die Altstadt und genießen dort noch ein wenig Freizeit.

Am Nachmittag geht die Fahrt weiter nach Lofou, einem restaurierten Dorf das unter Denkmalschutz steht. Hier kehren wir in eine kleine Taverne ein und freuen uns auf das Meze Essen. Frisch gegrillte Köstlichkeiten und verschiedene einheimische Spezialitäten werden in mehreren Gängen auf den Tischen serviert. Wein und Wasser dazu heben die Stimmung ungemein.

Lofou

Unser letzter Ausflug führt uns nach Nikosia, die von einer alten, sternförmig gebauten Stadtmauer umgebene, einzige geteilte Hauptstadt Europas. Wir sehen den Erzbischöflichen Palast in dem u.a. der erste Erzbischof und zeitgleich erste Präsident Zyperns, Makarios III lebte und besuchen Agios Joannis.

Die einstige Krönungskirche beeindruckt durch herausragenden Wandmalereien, die uns unsere Reiseleiterin Elena sachkundig erläutert.

Am Grenzübergang Ledrastraße verlassen wir die Republik Zypern. Wie auch an allen anderen Grenzübergängen müssen wir am ersten Grenzposten erst einmal aus der EU (Republik Zypern) ausreisen, bevor wir ein paar Meter weiter in die Türkischen Republik Nordzypern einreisen können. Dazwischen befindet sich Niemandsland – ein breiter Abschnitt, der von Stacheldraht und Mauern gezeichnet ist. Der Übergang ist nur für Fußgänger geöffnet und jeder einzelne Pass wird genau inspiziert. Wir betreten eine ganz andere Welt, durchqueren Bazare und tauchen in das lebhafte Treiben des Orients ein.

Im türkischen Teil der Stadt besuchen wir die Selimiye Moschee. Sie wurde als St. Sophienkathedrale im gotischen Stil erbaut. Hier wurden einst die Könige gekrönt, heute ist die Moschee auch für Touristen zugänglich.

Selimiye Moschee

Es folgt ein Besuch der alten Karawanserei Büyük Han, die mit ihren wuchtigen Kolonnaden mit Kreuzgewölbe einen Hauch von Orient verbreitet. Hier wurde früher den Händlern ein schützendes Nachtquartier geboten. Wo ehemals Unterkünfte und Ställe waren, befinden sich heute kleine Geschäfte sowie Teestuben und eine Restaurant.

Karawanserei Büyük Han

Nach einer kleinen Pause spazieren wir wieder zurück über den Grenzübergang in den griechischen Teil der Stadt und genießen noch ein wenig Freizeit in der mit hellen Sonnensegeln überdachten Fußgängerzone. Hier befinden sich moderne Geschäfte und Kaffees, ein krasser Gegensatz zu den türkischen Läden im anderen Teil der Stadt.

Heute heißt es Abschied nehmen. Wir genießen noch ein wenig die schöne Hotelanlage bevor uns gegen Mittag der Bus an den Flughafen nach Larnaca bringt.

Wir werden sicherlich gerne nach Zypern zurückkehren.

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