Veröffentlicht am Autor , Jana Heundorf

Carnevale di Venezia & Emilia Romagna

Am Samstag, den 9. Februar, ging die Reise um 6.00 Uhr in Karlsruhe los. Herr Hörhammer fuhr uns bis nach Baden-Baden, wo er von Herrn Behrends abgelöst wurde. Unser Reiseleiter Herr Böttcher begleitete uns ab Karlsruhe. Über die Autobahn fuhren wir über Pratteln, wo wir eine Frühstückspause einlegten, und Bellinzona, wo wir die Mittagspause verbrachten, nach Fusina. In Fusina stiegen wir in ein Transferboot um, das uns zur Anlegestelle Zattere brachte, die nur ca. 70 m von unserem Hotel Don Orione Artigianelli entfernt liegt. Das ehemalige Klostergebäude liegt ruhig, aber dennoch zentral in der Nähe der Gemäldegalerie Accademia.

Dogenpalast + Campanile

Seufzerbrücke

Lagune

An unserem ersten Besichtigungstag fuhren wir zunächst zum Markusplatz, der sich zu dieser frühen Zeit noch in Nebel hüllte. Wir besichtigten den Dogenpalast und sahen das berühmte Gefängnis und die Seufzerbrücke. In der Mittagspause hatten wir Zeit, das bunte Treiben vor der Bühne auf dem Markusplatz zu beobachten und die tollen Kostüme zu fotografieren. Danach schlossen sich viele Gäste dem Reiseleiter zu einem Spaziergang in Richtung Campo Santo Stefano an. Durch enge Gassen bummelten wir an historischen Bauten und hübschen Geschäften entlang, bis wir schließlich den traditionellen Maskenmarkt erreichten. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und ich nutzte das mittlerweile bessere Wetter zu einer Fahrt zur Isola di San Giorgio Maggiore mit der gleichnamigen, von Andrea Palladio entworfenen Kirche. Hier präsentierten viele Venezianer ihre fantasievollen Kostüme vor der Kulisse Venedigs. Vom Glockenturm der Basilika, dem Campanile, hatte ich einen fantastischen Blick über das von der Abendsonne angestrahlte Venedig.

Carnevale 1

Carnevale 2

Carnevale 3

Carnevale 4

San Giorgio

Auch den nächsten Tag begannen wir auf dem Markusplatz; bei Schnee, Regen und Sturm waren wir aber froh, dass wir uns in der berühmten Basilika San Marco aufhielten. Wir sahen Mosaiken, die Altartafel Pala d’Oro, die „Goldenen Pferde” und die Schatzkammer. Nach der Mittagspause fuhren wir mit dem Vaporetto, für das wir am ersten Tag ein 72 Stunden gültiges Ticket erhielten, zum Familienpalast Ca’ Rezzonico, dem Museum des „Settecento Veneziano”. Hier schauten wir uns die Hochzeits-Fresken Giambattista Tiepolos und den prunkvollen Ballsaal an. Anschließend stand auch dieser Nachmittag zur freien Verfügung. Aufgrund des Wetters entschied ich mich gegen einen Aufenthalt im Freien und besuchte die Peggy Guggenheim Collection. Die Sammlung ist im Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande, einem unvollendeten Palast aus dem 18. Jahrhundert, untergebracht. In der ständigen Ausstellung finden sich unter anderem Werke von Klee, Picasso, Braque, Dalí, Magritte, Miró, Mondrian, Kandinsky, Giacometti und Pollock. Am Abend wurde uns empfohlen, früh im Hotel zu sein, da in der Nacht „acqua alta“, das winterliche Hochwasser in Venedig erwartet wurde.

San Marco

Guggenheim

Morgens war der ebenerdig gelegene Eingang unseres Hotels überschwemmt, ebenso viele Häuser und Geschäfte in der Stadt. An diesem Tag fuhren wir mit dem Vaporetto zur Rialto-Brücke. Von hier aus spazierten wir durch enge Gassen an typisch venezianischen Häusern vorbei zur Frari-Kirche, wo wir Altarbilder von Bellini und Tizian sowie Bilderzyklen von Tintoretto sahen. Anschließend liefen wir zur Scuola di San Rocco und besichtigten Hauptwerke der venezianischen Renaissancemalerei. Der Rest des Tages war frei.

Rialtobrücke

Frarikirche

Accademia

Mein Weg führte mich zum Campanile auf dem Markusplatz. Von hier genoss ich einen tollen Blick auf die Lagune von Venedig. Danach besuchte ich die berühmten Gallerie dell’Accademia, die sich im Zentrum der Scuola Grande der Santa Maria della Carità, einer alten Bruderschaft, befinden. Hier sind venezianische Gemälde, unter anderem von Bellini, Giorgione, Tintoretto und Gianbattista Tiepolo ausgestellt. Zu dieser Zeit wurde außerdem Tizians Meisterwerk „Il Martirio di San Lorenzo“ ausgestellt – das erste Mal nach dessen Restaurierung.

Das Abendessen nahmen wir an allen Abenden in der Taverna San Trovaso ein, die nur ca. 200 m vom Hotel entfernt liegt und sehr gutes, typisch italienisches Essen bietet.

Am letzten Tag ging es für die Gruppe früh morgens mit dem Boot zum Tronchetto, wo der Bus Richtung Karlsruhe wartete. Ich verlängerte meinen Aufenthalt in Italien und machte mich an diesem Morgen mit dem Vaporetto auf zum Bahnhof Santa Lucia. Von hier fuhr ich mit dem Zug über Padua, Abano-Montegrotto und Ferrara nach Bologna, Hauptstadt der Emilia Romagna, wo meine Schwester gerade für ein Semester studiert. Bologna wird „la grassa“, „la rossa“ und „la dotta“ genannt: „die Fette“ wegen des gehaltvollen Essens, „die Rote“ wegen der Ziegel der Häuser und der vorherrschenden politischen Gesinnung und „die Gelehrte“ wegen der berühmten Universität, die bereits 1088 gegründet wurde und damit die älteste Universität Europas ist. Im Jahr 2000 war Bologna Kulturhauptstadt Europas.

Due Torri

In den nächsten 2 ½ Tagen schauten wir uns Bologna an. Wir liefen durch die Innenstadt mit ihren Arkaden, die sich über 38 km erstrecken, und den verschiedenen Gebäuden der Universität. Wir sahen das Wahrzeichen Bolognas, die Due Torri, zwei Geschlechtertürme im Zentrum der Stadt, sowie die Piazza Maggiore mit dem Neptunbrunnen und der Basilika San Petronio.

Neptunbrunnen

Piazza Maggiore 1

Piazza Maggiore 2

Am Samstag fuhren wir mit dem Zug nach Ferrara. Im historischen Zentrum, das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, sahen wir das Castello Estense, die Kathedrale und den Palazzo Muncipale. Vom Zentrum aus liefen wir am Botanischen Garten und am Diamantenpalast vorbei zum Parco Massari. Von hier ging es am Piazza Ariostea vorbei zum Jüdischen Friedhof. Am Abend liefen wir zurück zum Bahnhof und fuhren zurück nach Bologna.

Palazzo Estense

Kathedrale

Diamantenpalast

Piazza Ariostea

Am Sonntag hieß es für mich Abschied nehmen von Bella Italia und so ging es mit Lufthansa von Bologna nach Frankfurt und von dort mit der Bahn zurück nach Karlsruhe.

Hirsch Reisen veranstaltet Reisen nach Venedig und in die Emilia Romagna, die Programme dazu finden Sie hier:

https://www.hirschreisen.de/staedte-regionen/venedig/

https://www.hirschreisen.de/staedte-regionen/emilia-romagna/

Ein Gedanke zu „Carnevale di Venezia & Emilia Romagna“

Kommentare sind geschlossen.