Veröffentlicht am Autor , Sophie Dicker

Weihnachtsflair in Mainz

Um 8:40 Uhr geht es am Karlsruhe Hauptbahnhof nach einer kurzen Vorstellung des Busfahrers und des Reiseleiters Dr. Walter Appel los, auf meine erste – wenn auch kurze – Hirsch-Reise nach Mainz. Wir machen einen kurzen „Umweg“ runter von der Autobahn für einen kurzen Bick auf den Speyrer Dom. Dabei erklärt Herr Dr. Appel die Geschichte der Kaiserdome von Speyer und Worms. Der dritte im Bunde ist der Mainzer Dom, mit dem wir uns später noch ausführlicher beschäftigen werden.

Um 10.50 Uhr fahren wir in Mainz ein, nach dem Ausstieg geht es auf direktem Wege zum Dommuseum, wir kommen am Mainzer Dom vorbei und dessen Kreuzgang, welcher der einzige erhaltene der drei Kaiserdome ist. Hier bekommen wir eine Führung vom Dommuseumsdirektor Herrn Dr. Wilhelmy, der uns die interessantesten Stücke des Dommuseums zeigt. Zu diesen gehört zum Beispiel ein Portrait von Simon Frank aus dem Jahr 1543: Es zeigt den wohl bedeutendsten Mainzer Erzbischof des 16. Jahrhunderts, Kardinal Albrecht von Brandenburg, der sich als Hl. Martin porträtieren ließ. In der Schatzkammer des Dommuseums sehen wir unter anderem das sogenannte „Tödlein“, dieses stellt ein Skelett dar, das in einem Sarg liegt. Oft hatten die Menschen ein solches oft auf ihrem Schreibtisch stehen, um den Sarg immer wieder zu öffnen und sich somit auf den Tod und ein „gutes Sterben“ vorzubereiten.

„Tödlein“ im Dommuseum

Nach der Museumsführung können wir eine Stärkung gebrauchen und gehen in die zum „Hotel Hof Ehrenfels“ gehörige Gaststätte.

Mit neuen Kräften geht es weiter zu einem Rundgang durch die Altstadt und um den Dom. Dort sehen wir die Johanniskirche, an deren Stelle sich einmal der ursprüngliche Mainzer Dom befand. Der heutige Mainzer Dom gleich gegenüber wurde nach der Johanniskirche erbaut, jedoch stammen nur die unteren Mauern noch vom originalen Bau, da dieser 1009, einen Tag vor seiner Weihe, abbrannte.

Johanniskirche

Nun wollen wir uns den Mainzer Dom von innen ansehen: Hier erklärt uns der Reiseleiter viel zu den Grabdenkmälern, die an Erzbischöfe, Mitglieder des Domkapitels oder hochgestellte Laien erinnern. Auch die Krypten schauen wir uns an, die Ostkrypta nur durch ein Gitter, die Westkrypta können wir uns ausführlicher anschauen, hier ist auch der Grabstein von Karl Lehmann zu sehen.

Der Mainzer Dom von innen

Nun haben wir Freizeit, um auf dem Weihnachtsmarkt ein bisschen zu bummeln und noch eine Kleinigkeit zu essen.

Der Mainzer Weihnachtsmarkt

Danach begeben wir uns wieder auf die Heimreise und kommen um 19.30 in Karlsruhe an.