Veröffentlicht am Autor , Bettina Rohleder

Holland zur Tulpenblüte – Flusskreuzfahrt

Ankunft am Bahnhof Köln-Deutz: Angenehme Temperaturen und Sonnenschein laden zu einem Spaziergang ein. Der kurze Weg führt den Rhein entlang, durch einen Park, mit Blick auf den Kölner Dom. Mein Ziel ist der Anleger Deutzer Werft und das dort liegende Flusskreuzfahrtschiff „Rhein Symphonie“ von Nicko Cruises.

Kölner Dom und Riesenrad

Mein erster Eindruck bestätigt die guten Erinnerungen meiner letzten Flusskreuzfahrt mit Nicko Cruises; Alles ist wunderbar organisiert und man fühlt sich herzlich betreut. Ein Matrose nimmt bereits vor Erreichen des Schiffes meinen Koffer ab. Auf dem Schiff heißt mich Kreuzfahrtleiter Ferdinand Selig willkommen.

Zustiegsstelle Schiff

Den Koffer finde ich später auf der Kabine wieder. So wie meine Mitbewohnerin Susanne aus München. Wir kennen uns nicht, sind uns aber auf Anhieb sympathisch. Wie wir später feststellen, haben wir kompatible Gewohnheiten in Bezug auf Schlafrhythmus und bei der Belegung des Badezimmers – somit kommen wir uns nie in die Quere. Selbst die Bordrechnung konnten wir einfach in der Hälfte teilen. Normalerweise werden keine halben Doppelzimmer verkauft, wir als Seminargruppe sind die Ausnahme.

Ziel des Seminars ist es, das Produkt bei einer regulären Reise besser kennenzulernen. Somit können wir unsere Kunden im Reisebüro optimal beraten. Die Teilnehmer sind Reisebüromitarbeiter und Reisebüroinhaber aus ganz Deutschland.

Der Urlaubsmodus ist nun angeschaltet: im Liegestuhl auf dem Sonnendeck -inklusive Sonnenschein-, eingekuschelt in Decken und mit einem leckeren Cappuccino in der Hand. Die Sicht auf den vorbeiziehenden Kölner Dom ist das i-Tüpfelchen.

Abfahrt

Kurz vor dem Abendessen ist das erste Treffen unserer Seminargruppe in der Lounge.
Regional Sales Manager Frau Sabine Schönberg und Vertriebsleiter Peter Fuhr begrüßen uns sehr herzlich. Eine gute Gelegenheit um festzustellen, wer nun alles zu unserer Gruppe gehört.
Beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant auf dem Mitteldeck sitzen wir an Gruppentischen. Mit „meinem“ Tisch Nummer 6 hatte ich mal wieder ein großes Los gezogen: Sympathische Mitreisende mit denen es in dieser Woche garantiert nicht langweilig werden konnte.

Normalerweise wird bereits beim Frühstück aus einem Wahlmenü das Essen für den Abend vorbestellt. Am Anreisetag ging das natürlich nicht, daher muss mit etwas Wartezeit gerechnet werden. Gegen den ersten Hunger hilft der Brotkorb und die Butter. Gute Gespräche bei einer Flasche Wein kann ich ebenso wärmstens empfehlen. Nach Bedarf natürlich auch einen zweiten Brotkorb und eine zweite Flasche Wein…

Während unserer Abwesenheit wurden wunschgemäß die Betten in der Kabine getrennt, so fanden wir es gemütlicher. Die Kabine Nummer 313 ist ca. 14,5qm groß, liegt in der besten Kategorie auf dem Oberdeck und hat eine große Glasfront mit französischem Balkon. Das Bad ist klein, aber für eine Person ausreichend.
Über Infoblätter auf der Kabine werden wir allabendlich auf das Programm des kommenden Tages vorbereitet. Da wir alle das Ausflugspaket gebucht haben und morgen das erste Highlight ansteht, „sollten“ wir rechtzeitig schlafen gehen.

Beispielfoto einer 2-Bett_Mitteldeck Kabine ©Nicko-Cruises

Beispielfoto Badezimmer ©Nicko-Cruises


Lobby der MS Rhein Symphony ©Nicko-Cruises

Panorama Restaurant der MS Rhein Symphony ©Nicko-Cruises

Panorama-Salon mit Bar der MS Rhein Symphony ©Nicko-Cruises

Ein paar wenige Stunden später;

Nach kurzweiliger Busfahrt Ankunft am Keukenhof. Unser Reiseleiter Rein organisiert uns kurzerhand die vorbestellten Eintrittskarten. Die Gartenanlage ist zur alljährlichen Tulpenblüte die Touristenhochburg von Holland. Insgesamt besitzt der Keukenhof 100 Hoflieferanten, hat 40 Festangestellten und zusätzliche Hilfskräfte. Die 7 Millionen Blumenzwiebeln werden per Hand eingepflanzt und gepflegt.

Keukenhof Eingangsportal

In den 8 Wochen Öffnungszeit pro Jahr, kommen 800.000 Besucher. 2/3 davon aus dem Ausland. Damit jeder etwas zu sehen bekommt, gibt es das sogenannte „Lasagnemodell“. 3 Blumenzwiebeln werden in Türmchenform eingebuddelt.

Auf die Frage „Wann ist die beste Reisezeit, um in den Park zu kommen?“, hat Rein eine logische Antwort parat:
Kommen Sie am Anfang der Saison, sind noch nicht alle Blumen offen,
kommen Sie am Ende der Saison, ist manches bereits verblüht,
kommen Sie mittendrin, sehen Sie nichts mehr, vor lauter fotografierender Touristen.

Wir gehören zur ersten Gruppierung und finden, es gibt mehr als genug Blumen zu bestaunen!

Keukenhof Impressionen
Keukenhof Impressionen
Keukenhof Impressionen
Keukenhof Gartencafe

Nach anfänglicher Begleitung durch Reiseleiter Rein haben wir noch genug Freizeit um die Anlage mittels Lageplan und Tipps selbst zu erkunden.

Im Willem-Alexander Pavillon sieht man zahlreiche Tulpensorten auf engstem Raum. Man kann sich gar nicht entscheiden, welche nun die schönste ist. Der Beatrix Pavillon ist für alle Orchideen-Liebhaber das Paradies auf Erden.

Keukenhof Eingangshalle Willem-Alexander Pavillon
Keukenhof Impressionen
Keukenhof Impressionen
Keukenhof Impressionen
Keukenhof Windmühle
Beatrix Pavillon
Keukenhof Impressionen

Wer möchte, kann sich in einem der Shops seine Wunschzwiebelsorte oder ein anderes Souvenir erstehen, bevor es wieder zurück zum Schiff geht.

Keukenhof Impressionen

In Amsterdam geht es bei einer Stadtrundfahrt und anschließender Grachtenrundfahrt gemütlich zu. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind an uns vorbei gezogen, aber ein bisschen die Beine vertraten muss nun auch sein. Deshalb wollen wir den kurzen Weg durch den Bahnhof zum Anleger lieber zu Fuß zurück legen. Eine gute Gelegenheit, ein paar Shops zu besichtigen.

Amsterdam Grachtenfahrt

Amsterdam Grachtenrundfahrt


Mann mit Katze beim vorlesen


Die Rundfahrt führt auch an unserer leuchtend roten Rhein Symphony vorbei


Amsterdam – die Fahrradstadt: Hier im Parkhaus ist Platz für 2.100 Fahrräder – wohl dem der sich seinen Platz gemerkt hat.

Die MS Rhein Symphony liegt die ganze Nacht im Hafen. Nach dem Abendessen bietet sich daher ein bisschen „Sightseeing“ im berühmten Rotlichtviertel an. Der Stadtteil liegt ganz zentral und ist in ein paar Minuten erreicht. Ähnlich wie auf der Hamburger Reeperbahn sind nicht alle Besucher auf der Suche nach prickelnder Erotik bei den Damen hinter den beleuchteten Schaufenstern. In den engen gepflasterten Gässchen wird flaniert, Junggesellenabschiede gefeiert und zahlreiche Restaurants und Kneipen laden zu einem gemütlichen Abend ein.
Für unsere zwanzigköpfige Gruppe, ist es gar nicht so einfach ein Plätzchen zu finden. Bei einer Kneipe wird mit dem Besitzer verhandelt; verstreute freie Sitzplätze und unsere Bestellung müssen wir selbst aufnehmen. Das war der Deal. Eine Hälfte trinkt Wein und eine Hälfte Bier – die Sammelbestellung war also gar nicht so schwierig.


Ausfahrt am Morgen

Am nächsten Morgen verlassen wir den Amsterdamer Hafen und kreuzen Markermeer und Ijsselmeer. Das Wort Meer hat in den Niederlanden die Bedeutung von „Binnensee“, es gibt also keinen Anschluss ans Meer.
Das Wasser ist flach wie ein Spiegel, daher bleiben die sonst zahlreichen Segelboote unbenutzt.

Angekommen in Enkhuizen kann jeder zu Fuß das Örtchen erkundigen. Wer den optionalen Ausflug „Nordholland“ gebucht hat, steigt in den Bus. Unser Reiseleiter Rein führt uns in ein Freilichtmuseum. Hier erfahren wir mehr über die Herstellung von Holzschuhen, kommen den Windmühlen ganz nahe und besichtigen die traditionellen Häuser.
Anschließend Weiterfahrt in eine Käserei – inklusive Vorführung, Kostproben und Shoppingmöglichkeit versteht sich. Favorit der Besucher sind Trüffelkäse und Thymiankäse.
Die idyllische Gemeinde Edam mit Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert und den malerischen kleinen Grachten lädt zu einem abschließenden Spaziergang ein.


Herstellung von Holzschuhen

Nordholland Windmühlen
Nordholland Käserei
Nordholland Gemeinde Edam
Nordholland Gemeinde Edam
Nordholland Gemeinde Edam

Zurück am Schiff geht’s in Eigeninitiative in den Ortskern Enkhuizen. Es wird ein kleiner Schnelldurchlauf, da Abendessen und Ablegezeit zum Zurückgehen drängen. Die Nicht-Ausflügler erzählen von ihrem Mittag in dem durchaus hübschen Örtchen mit interessanten Boutiquen und gemütlichen Cafés.

Enkhuizen

Am nächsten Tag liegen wir am frühen Morgen zentral in Rotterdam. Direkt nach dem Frühstück geht’s auf einem kurzen Spaziergang die Stadt. Nicht zu übersehen ist die Markthalle mit seiner auffälligen Architektur. Die Bauzeit (5 Jahre)und die Kosten (175 Millionen) waren ausnahmsweise nach Plan. Die Halle ist der erste komplett überdachte Lebensmittelmarkt in den Niederlanden und eine Mischung von Markt, Einkaufsläden, Gaststättengewerbe, Parkplätzen und sogar Wohnungen.
Wir vergessen großzügig das gerade erhaltene Frühstück an Bord und machen uns über die Leckereien an den Marktständen her. Verkaufsschlager bei unserer Gruppe sind die Trockenfrüchte: Sehr aromatisch und zu Schnäppchenpreisen. Ebenfalls zu empfehlen sind frische Früchte mit warmer Schokolade überzogen.

Am Mittag ist im Rahmen des Ausflugspakets eine Stadtrundfahrt und Hafenrundfahrt geplant. Dieses Mal haben wir Reiseleiter Edwin, der uns die modernen Gebäude der Stadt und den riesigen Hafen mitsamt Logistik erklärt.

Nach dem Abendessen findet man nahezu alle Passagiere im Salon wieder. Heute ist Crew Show und somit ein lustiger geselliger Abend.

Rotterdam Hafenrundfahrt
Rotterdam Hafenrundfahrt
Rotterdam Hafenplan
Rotterdam Hafenrundfahrt
Rotterdam Markthalle


Das Innere der Markthalle


Da fährt die MS Rhein Symphony ohne uns…aber nur um das vordere Schiff ablegen zu lassen. Eine halbe Stunde Wartezeit am Kai müssen wir trotzdem in Kauf nehmen.

Am nächsten Morgen:
Kurz vor der deutschen Grenze verbringen wir einen halben Tag im schönen Örtchen Nijmegen – von Einheimischen „Nimweege“ ausgesprochen. Die Studentenstadt bietet viele Läden, Cafés, historische Gebäude und sehenswerte Ruinen aus dem Mittelalter.

Gleich morgens holt uns Reiseleiterin Anna Karena am Schiff ab. Zu Fuß geht es gemächlich mit allerhand Informationen zur interessanten Stadtgeschichte den Berg hinauf. Vom ehemaligen Valkhof ist lediglich die Martinskapelle (im Volksmund Barbarossaruine) und die Nikolauskapelle übrig geblieben. Hier erfahren wir, warum es sehr praktisch sein kann, einen organisierten Ausflug mit guter Reiseleitung zu buchen: Frau Anna Karena hat einen Schlüssel für die gut erhaltende Nikolauskapelle dabei und lädt uns ins Innere ein. Andere Gruppen bleibt dieser Einblick verwehrt. Wir sind begeistert!

Am Ende des Stadtrundgangs gönnen wir uns ein Blitz-Shopping und ein gemütliches Kaffeetrinken auf dem Marktplatz vor der imposanten Stevenskerk. Am liebsten würden wir hier ein paar Stunden länger bleiben. Leider muss die Rhein Symphony am Mittag bereits zur Rückfahrt nach Köln aufbrechen – optimalerweise mit uns an Bord.

Nijmegen Stadtrundgang
Nijmegen – Martinskapelle
Nijmegen – Miniaturmodell des Valkhofs
Nijmegen – Nikolauskapelle
Nijmegen – Nikolauskapelle Innenbesichtigung
Nijmegen Marktplatz mit Stevenskerk

Zurück in Köln am nächsten Morgen:
Vom Frühstückstisch aus sehen wir bereits den Kölner Dom. Es ist leider grau mit Nieselregen. Wir sind trotzdem bester Laune, denn wir hatten eine tolle Reise mit traumhaftem Wetter erlebt! Mein Dank geht an Nicko Cruises, der sympathischen Crew und meinen lieben Mitreisenden, mit denen ich eine tolle Zeit erleben durfte.

Gerne beraten wir Sie zu Ihrer Wunschreise auf einem der zahlreichen Flüsse Europas und international. Bitte sprechen Sie uns an!

Köln bei Morgengrauen