1. TAG: Nach Schlesien
Mannheim 6.50 Uhr - Karlsruhe Hbf 7.10 Uhr - Fahrt über Heilbronn - Nürnberg - Hof - Dresden - Görlitz - Breslau (Wroclaw), die alte Hauptstadt Niederschlesiens an der Oder.
Silvester in Breslau
Breslau war lang ein Geheimtipp – bis es 2016 Europas Kulturhauptstadt wurde. Die Altstadt mit ihren Inseln und Brücken ist liebevoll restauriert, bunte Barockfassaden kontrastieren mit Avantgarde-Architektur. Sympathisch, mit viel jungem Leben stellt sich die schlesische Metropole offen ihrer Geschichte, den polnischen, deutschen und jüdischen Wurzeln. In der Umgebung locken romantische Schlösser und Klöster. Herzliche Gastfreundschaft gibt’s obendrein.




2. TAG: Schlesische Kulturstadt
Breslau ist der ganze Tag gewidmet. Trotz der verheerenden Zerstörungen zu Kriegsende begegnen wir auf Schritt und Tritt der 1000-jährigen Geschichte. Die schönen Ensembles der Bürgerhäuser mit ihren Barockfassaden leuchten am Ring um die Wette mit dem spätgotischen Rathaus. Die Universität ist berühmt für die prachtvolle Aula Leopoldina, wo schon viele Ehrendoktortitel verliehen wurden. Auf der Dominsel beeindrucken der ehrwürdige St. Johannes-Dom und die schlichte Marienkirche. Wir stoßen auch auf architektonische Avantgarde der 1920er-Jahre. Das Kaufhaus Wertheim war 1930 hypermodern und besaß die ersten Rolltreppen weit und breit. Ganz neu ist die Philharmonie. Unser Hotel liegt im Toleranzviertel – mit katholischer, evangelischer und orthodoxer Kirche sowie der Synagoge, die die Reichspogromnacht überstanden hat. Ein Teil des Nachmittags ist frei – zum Beispiel für einen Bummel über den Weihnachtsmarkt.

3. TAG: Schlesiens größtes Schloss
Breslau - in Schlesien gibt es die meisten Architekturdenkmäler Polens! Auf dem Weg ins Waldenburger Bergland machen wir Halt in Schweidnitz (Swidnica) mit seiner riesigen evangelischen Friedenskirche : Außen zeigt sie rustikales Fachwerk, doch innen ist sie prächtig ausgeschmückt mit Gold und Stuckarbeiten (UNESCO-Weltkulturerbe). Am Rand von Waldenburg thront auf einem Felsvorsprung das imposante Schloss Fürstenstein. Einst residierten hier die Grafen von Fürstenstein, die auch den Titel Fürsten von Pleß trugen. Unser Reiseleiter erzählt die bewegte Geschichte des Schlosses im 20. Jh., von der wohltätigen englischen Fürstengattin Daisy von Pleß und von der Beschlagnahmung durch die Organisation Todt in der NS-Zeit. Zurück in Breslau bleibt Zeit, um uns auf die Silvesterfeier einzustimmen. Am Abend werden wir im Restaurant „Schweidnitzer Keller“ erwartet – zum Gala-Menu, Musik und Tanz. Guten Rutsch!

4. TAG: Neujahrsbesuch bei der Hl. Hedwig
Breslau - nach einem späten Frühstück starten wir zur „Abenteuerfahrt“ durch Niederschlesien. Das fruchtbare Odertal ist bisher kaum für Tourismus erschlossen. Überall finden wir imposante Barockbauten aus der Habsburger Zeit. In Leubus (Lubiąż) besuchen wir das größte Kloster Polens. Gegründet 1163 von Zisterziensermönchen aus Pforta in Sachsen-Anhalt, kam es in der Barockzeit zu einer Blütezeit. Die 223 m lange barocke Fassade stellt sogar den spanischen Escorial in den Schatten. Weiter geht’s durch die Hügelkette des „Katzengebirges“, kleinstes Gebirge Polens mit 250 m Höhe. Unser Ziel ist der Wallfahrtsort Trebnitz (Trzebnica). 1201 ließ Herzogin Hedwig hier ein Frauenkloster errichten. Später wurde die aus Andechs in Bayern stammende Klostergründerin heiliggesprochen und zur Schutzpatronin Schlesiens. Ihr Grab in der Wallfahrtskirche zog alljährlich viele Pilger an, heute sind die Pilgerströme kleiner geworden.

5. TAG: Große und kleine Kunstwerke
Breslau - im Scheitniger Park besuchen wir die Jahrhunderthalle, 1913 das größte freitragende Bauwerk der Welt, heute UNESCO-Weltkulturerbe. Viele Handelsmessen und sportliche Wettbewerbe fanden hier statt, und Papst Johannes Paul II. leitete hier den Eucharistischen Kongress. Martialisch und pompös wirkt das historische Schlachtengemälde im Panorama von Racławice . Auf 120 m erinnert es an einen Sieg der polnischen Aufständischen gegen eine zaristische Armee 1794. In sozialistischer Zeit durfte es nicht gezeigt werden. In der Folge dieser Schlacht wurde Polen zwischen Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt und verschwand für mehr als 120 Jahre von der Landkarte. Ganz anders die neueste Attraktion der Innenstadt: Wer genau hinsieht, kann überall kleine Bronzezwerge entdecken, die an die Bürgerrechtsbewegung gegen die kommunistische Diktatur in den 1980er-Jahren erinnern. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.

6. TAG: „Do widzenia“
Breslau - Görlitz - Autobahn Dresden - Chemnitz - Hof - Nürnberg - Heilbronn - Mannheim / Karlsruhe (ca. 19.30 Uhr).
- Fahrt im komfortablen Luxus-Fernreisebus
- Qualifizierte Hirsch-Reiseleitung
- 5 Übernachtungen im Zimmer mit Bad oder Dusche und WC
- Frühstücksbuffet
- Silvesterfeier im Restaurant mit Musik
- Gruppentrinkgelder im Hotel
- Örtliche Steuern und Abgaben
- Eintrittsgelder
Das ***Sterne HOTEL PURO befindet sich mitten im Herzen von Breslau, nur wenige Gehminuten vom Alten Marktplatz entfernt. Die klassischen Zimmer sind ausgestattet mit Bad oder Dusche und WC, Föhn, Klimaanlage/ Heizung, Schreibtisch, TV, WLAN und Safe. Die Classic Plus-Zimmer verfügen zusätzlich über Mini-Kühlschrank, Kaffee- und Teezubereitungsmöglichkeit und Bademantel. In der Classic Plus-Kategorie ist es zudem möglich, die Betten zu trennen. Die Einzelzimmer sind Doppelzimmer zur Alleinbenutzung. Morgens erwartet Sie ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, am Abend werden Sie bei Buchung der Halbpension mit internationalen Gerichten verwöhnt. An der Bar oder in der Gemeinschaftslounge können Sie den Abend gemütlich ausklingen lassen.




