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Usbekistan - 12 Tage

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Buchungscode:
K2020+USBUSB
Termin:
Preis:
ab 2695 € pro Person

  • An der Seidenstraße: Chiwa, Buchara, Samarkand
  • Taschkent: zwischen Religion und Sozialismus
  • Genüsse des Orients: die schönsten Basare und usbekischer Wein

Perlen an der Seidenstraße

Dieses Land beflügelt die Fantasie: Moscheen, Minarette, türkisblaue Kuppeln - ein Bilderbuch-Morgenland! In der letzten Zeit wurden die Oasenstädte Samarkand, Buchara und Chiva meisterhaft restauriert. Alle liegen an der legendären Seidenstraße, der ältesten Handelsroute der Welt. Eroberer unterschiedlichster Kulturen hinterließen ihre Spuren. Seit 2016 herrschen Aufbruchstimmung und Reformeifer in dem jungen zentralasiatischen Staat, in dem mehr als 100 Nationalitäten zusammenleben.

1. Tag: Auf nach Zentralasien!
Karlsruhe - morgens Transfer über Mannheim zum Flughafen Frankfurt und Flug in die usbekische Hauptstadt Taschkent zwischen den Tian-Schan-Bergen und der kasachischen Steppe. Transfer zum Hotel.

2. Tag: Taschkent, "Stadt des Steins“
Taschkent - modern, großzügig und sehr grün präsentiert sich die Millionenstadt. 1966 zerstörte sie ein Erdbeben fast völlig, sowjetische Stadtplaner entwarfen sie neu, mit breiten Boulevards und Plattenbauten. Unser erstes Ziel, der Hasrati-Imam-Komplex, war die erste Moschee in diesem heute größtenteils muslimischen Usbekistan. Die Anlage um das Grab des ersten Imams in Taschkent wurde 2007 mit saudischer Hilfe wiederaufgebaut: Der gewaltige Ziegelbau mit türkisfarbenen Kuppeln bietet 2500 Gläubigen Platz. Wir sehen die filigran verzierte Baroqson-Medrese und stürzen uns ins Getümmel des Chorsu-Basars mit seinem überreichen Angebot an Feigen und Nüssen, Gemüse und Gewürzen. Dann lädt uns das Museum für die Geschichte der Völker Usbekistans zu einem Gang durch die Geschichte Zentralasiens und die bedeutendsten Ausgrabungen ein.

3. Tag: Oase für durstige Reisende
Taschkent - Transfer zum Flughafen, Flug nach Urgentsch und Fahrt in die Oasenstadt Chiwa (UNESCO-Welterbe). Hier verlief die Seidenstraße, die ab 300 v. Chr. das Mittelmeer mit Ostasien verband und auf der neben Seide Gewürze, Weihrauch, Porzellan, Hölzer und Rosenöl gen Westen transportiert wurden. Der Legende nach rasteten die Karawanen hier an einem Brunnen, den ein Sohn des Noah gegraben hatte. Die meisterhaft restaurierte Altstadt ist noch ganz von ihrer Stadtmauer umgeben. Zwischen Moscheen, Medresen und Lehmhäusern mit zahlreichen Keramikwerkstätten gehen wir auf Erkundungstour. Warum nur ist das berühmte Kalta-Minor-Minarett mit bunt glasiertem Kachelschmuck so kurz geraten? Eine lokale Besonderheit sind die fantasievollen Pflanzen- und Sternornamente, wie wir sie an der Sommermoschee der Festung finden. Von der Zinne genießen wir den Rundblick. In der Juma-Moschee des einstigen Palastes bezaubern uns 213 kunstvoll geschnitzte Säulen, teils über 1000 Jahre alt. Eines der bedeutendsten Bauwerke des islamischen Zentralasiens ist einem Poeten gewidmet: Das fantastisch dekorierte Pahlavon-Mahmud-Mausoleum mit weit sichtbarer türkisblauer Kuppel erinnert an den Arzt und Dichter des 13. Jhs. Zum Abendessen sind wir bei einer Familie zu Gast - und kommen ins Gespräch über den Alltag in diesem erstaunlich offenen muslimischen Land.

4. Tag: Von Chiwa nach Buchara
Chiwa - mit dem Zug fahren wir durch die Kysylkum-Wüste nach Buchara, einst eine der reichsten Handelsstädte an der Seidenstraße (UNESCO-Welterbe).

5. Tag: Buchara, die Edle
Buchara - in der 2500 Jahre alten Oasenstadt spüren wir die ganze Faszination des Orients. Die intakte Altstadt gleicht einer Freilichtbühne, die uns in die Abenteuer aus 1001 Nacht entführt. Moscheen mit leuchtenden Kuppeln, Koranschulen, Karawansereien. Doch statt Aladdin und Sindbad begegnen uns in den Gassen junge Männer mit Baseballkappen... Wir besichtigen die Festung Ark hoch auf dem Berg und die kleine Bola-Xaus-Moschee. Das kunstvolle Samanidenmausoleum gilt als das älteste Prunkgrab der islamisch-orientalischen Welt, vermutlich ruht der Herrscher Ismail Ibn Ahmad unter der meisterhaften Kuppel aus dem 9. Jh. Weiter geht es zur Kalon-Moschee und zum Komplex Labi Xaus, der sich um ein großes Wasserbecken gruppiert. Eine besondere Attraktion sind die überkuppelten Basare, in denen buntes Treiben herrscht: Unter den Handwerkergewölben hört man die Hammerschläge der Schuster und Scherenmacher, die Läden der Juweliere, Parfüm-, Stoff- und Mützenverkäufer quellen vor Waren über.

6. Tag: Wo Mond und Sterne einander begegnen
Buchara - der Sitorai-Mochi-Chosa-Palast war Sommerpalast des letzten Emirs aus dem 19. Jh. Besonders prächtig: der Weiße Saal mit Stuckarbeiten und Spiegelglas. Etwas außerhalb befindet sich die religiöse Stätte Chor Bakr mit Moscheen, einer fantastischen Melonenkuppel und einer labyrinthischen Nekropole. In dieser Oase der Ruhe spazieren Pfauen herum. Der Nachmittag ist frei. Vor dem Abendessen erwartet uns eine orientalische Folkloreshow in der Medrese Nadir Divan Begi, einer alten Karawanserei.

7. Tag: Zum Sufi-Schrein
Buchara - Fahrt zur Grabstätte von Bachauddin Nakschbandi, dem Gründer einer einflussreichen Sufi-Bruderschaft. An dieser bedeutenden Pilgerstätte hören wir vom "Weg der Lehrer“, seinen religiösen Prinzipien und von den Derwischen, die die Lehren verbreiteten. Nutzen Sie den freien Nachmittag zum Schauen und Kaufen in den gedeckten Basaren oder zum Entspannen beim Tschaj in einem der zahlreichen Tschajchanas (Teehäuser).

8. Tag: Weißer Palast in grüner Stadt
Buchara - Fahrt nach Schachrisabs, der "grünen Stadt“, die schon Alexander der Große schätzte. Im 14. Jh. kam hier der mongolische Eroberer Amir Timur (Tamerlan) zur Welt - die Altstadt stammt zum Teil noch aus seiner Zeit. Seine riesige Residenz, den Ak-Saray-Palast, suchen wir als erstes auf. "Wer unsere Macht herausfordert, der sehe sich unsere Bauwerke an“, fordert ein Schriftzug am gewaltigen Säulenportal auf. Farbenfrohe Wandmalereien bestaunen wir in der Kök-Gumbas-Moschee ; sie verraten chinesischen Einfluss. Im Dorus-Soadat-Komplex sehen wir das Mausoleum der Herrscherfamilie und die 1943 zufällig entdeckte Krypta. Weiterfahrt nach Samarkand im Tal des Serafschan, eine der ältesten Städte der Welt.

9. Tag: Stolzes Samarkand
Samarkand - schon unter den alten Persern war dies einer der bedeutendsten Handelsplätze an der Seidenstraße. Im 12. Jh. verwüstet durch Dschingis Khan, machte Amir Timur die Karawanenoase zwei Jahrhunderte später zur Hauptstadt seines riesigen asiatischen Reiches. Hübsch aufgereiht ziehen sich die historischen Bauten durch die von der Sowjetzeit geprägte Stadt. Schon zu Lebzeiten hatte sich der Eroberer Amir Timur seinen Grabpalast, das Gur-Amir-Mausoleum, errichten lassen. Die riesige Melonenkuppel strahlt in dunkelblau und türkis. Seltsames soll sich hier zugetragen haben, als Stalin das Grab öffnen ließ. Unsere Reiseleiterin berichtet davon. Im Zentrum öffnet sich der Registanplatz, für viele der schönste der islamischen Welt. Die drei Medresen gehen auf die Universität zurück, die der gelehrte Herrscher Ulugh Beg im 15. Jh. gegründet hatte. In der Bibi-Hanim-Moschee hören wir die Legende von der schönen Frau Timurs. Der auf den Architekten eifersüchtige Herrscher soll sie selbst so größenwahnsinnig vollendet haben, dass sie einstürzte. Gleich neben dem trubeligen Basar besuchen wir die Schochi-Sinda-Nekropole, die auf Kusam ibn Abbas zurückgeht, einem Vetter des Propheten Mohammed. Etwas außerhalb der Stadt liegt das erstaunlich moderne Observatorium des Ulugh Beg : Lange vor der Erfindung des Teleskops verfolgte der Astronom das Geschehen am Himmel mit bloßem Auge, entwarf einen Sternenatlas und vermaß die Stellung der Erdachse. Zum Ausklang dürfen wir uns auf eine Weinprobe im Chowrenko-Weinkeller freuen.

10. Tag: Zu den Ursprüngen
Samarkand - die Ausgrabungen des alten Marakanda und das Museum Afrosiab führen uns zurück zu den Ursprüngen Samarkands. Das Grab des Propheten Daniel soll sich im Chodja-Doniyor-Mausoleum befinden. Wir lauschen der Legende um seine heilige Hand im 18 m langen Sarkophag. Wir besuchen - wie viele muslimische Pilgergruppen - den Imam-al-Bukhari-Komplex, der an einen im 9. Jh. hochverehrten Imam der Sunniten erinnert. Der kostbare Dekor im grünen Innenhof war ein Geschenk aus Saudi-Arabien und den Emiraten. Kaum zu glauben: Die Sowjets hatten die Anlage als Düngemittellager und LKW-Garage genutzt.

11. Tag: Der Kreis schließt sich
Samarkand - auf der Zugfahrt nach Taschkent sehen wir Baumwollfelder vorbeiziehen - den Rohstoff für internationale Modelabels. Freizeit in Taschkent und letzte Gelegenheit, im Basar um Mitbringsel zu feilschen. Am Abend Gelegenheit zum Theaterbesuch.

12. Tag: Rückkehr
Taschkent - am frühen Morgen Fahrt zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt - Transfer über Mannheim nach Karlsruhe.

Reisleitung: Dr. Elke Knappe

  • Flughafentransfers
  • Flüge von Frankfurt nach Taschkent und zurück
  • Inlandsflug von Taschkent nach Urgentsch
  • Flugsteuern und Sicherheitsgebühren
  • Rundfahrten in einem landesüblichen Reisebus mit Klimaanlage und in Geländewagen
  • Qualifizierte Hirsch-Reiseleitung
  • 11 Übernachtungen im Zimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Halbpension (Abendessen, Frühstücksbuffet)
  • Gruppentrinkgelder in den Hotels
  • Örtliche Steuern und Abgaben
  • Eintrittsgelder und Weinprobe
  • Zugfahrten von Chiwa nach Buchara und von Samarkand nach Taschkent

Min. 12, max. 29 Teilnehmer
Für die Einreise ist ein 3 Monate über das Reiseende hinaus gültiger Reisepass erforderlich.

Das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Recht bei einer Pauschalreise, Hinweise zur Barrierefreiheit und weitere wichtige Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt "Informationen“.

8.10.2020 - 19.10.2020 | 12 Tage

Usbekistan

Hoteldetails
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
    2695 €
  • Einzelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
    3255 €

Usbekistan

Taschkent / 2 Nächte / Lotte City Palace****
Chiwa / 1 Nacht / Malika Hotels***
Buchara / 4 Nächte / Basilic***
Samarkand / 3 Nächte / Malika Diyora***
Taschkent / 1 Nächte / Lotte City Palace****

Änderungen vorbehalten

Dr. Elke Knappe

studierte Landwirtschaftswissenschaft in Leipzig und Halle und forschte 18 Jahre in der Agrochemie, davon acht Jahre auf Kuba am Institut für Grundlagen der tropischen Landwirtschaft "Alexander von Humboldt“. Zurück in Deutschland arbeitete sie u.a. als Leiterin der Abteilung "Regionale Geographie Europas“ am Institut für Länderkunde der Leibnitz Gemeinschaft in Leipzig bis 2009. Während ihres gesamten Berufslebens sammelte sie vielfältige Erfahrungen in der Organisation und Durchführung von geografischen Exkursionen in die Länder der ehemaligen Sowjetunion, Polen, Rumänien und Kuba, was sie in ihrem "Ruhestand“ zur versierten und engagierten freiberuflichen Reiseleiterin werden ließ. Ab 2020 lässt sie auch Hirschreisende an ihrem Wissen teilhaben.