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Reichsland Elsass-Lothringen 1914 - 1918 - 4 Tage

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Buchungscode:
K2020+FRAELSLOT
Termin:
Preis:
ab 595 € pro Person

  • Kriegsschauplätze der Vogesen im Spiegel der Literatur
  • Chagalls "Friedensfenster“ in Sarrebourg
  • Straßburg, Stadt zwischen Deutschland und Frankreich

Eine historisch-literarische Spurensuche

Der Erste Weltkrieg gilt als "Urkatastrophe Europas“. Als militärischer und zugleich ideologischer Kriegsschauplatz war das ehemalige "Reichsland Elsass-Lothringen“ vom ersten Kriegstag an besonders betroffen. Auf unserer historisch-literarischen Spurensuche an den Originalschauplätzen beider Teilregionen lernen wir deutsche und französische Einzelschicksale kennen und erfahren, wie sich Künstler und Schriftsteller mit diesen Jahren des Schreckens auseinandergesetzt haben.

1. Tag: In den Vogesen
Mannheim 6.30 Uhr - Karlsruhe 7.40 Uhr - der erste Tag ist dem Niederelsass gewidmet. Unser erstes Ziel, das Vogesenstädtchen Saverne, war Schauplatz der so genannten "Zaberner Affäre“ von 1913/14, die am Vorabend des Großen Krieges die Atmosphäre im "Reichsland“ nachhaltig vergiftete. Neben den Hintergründen dieser Ereignisse werden beim Rundgang auch zwei überzeugte Europäer vorgestellt, die Saverne eng verbunden waren: René Schickele und Louise Weiss. Während des Krieges bemühten sie sich von der Schweiz bzw. von Paris aus um eine Verständigung zwischen den verfeindeten Mächten. Nach der Mittagspause besichtigen wir die ehemalige " Feste Kaiser Wilhelm“ in Mutzig. Sie galt als größtes und modernstes militärisches Bauwerk des Kaiserreiches, auch wenn sie im Krieg kaum eine Rolle spielen sollte. Anschließend Weiterfahrt nach Andlau.

2. Tag: In Lothringen
Andlau - neben dem Ober- und Unterelsass gehörte auch das nordöstliche Lothringen seit 1871 zum deutschen "Reichsland“. Wir besichtigen zunächst den Soldatenfriedhof von Sarrebourg, der für Kriegsgefangene angelegt wurde. Außerdem sehen wir das Kreuz von Saarburg, das an die erbitterte "Schlacht von Lothringen“ erinnert. Sie fand im August 1914 statt und wurde u.a. von den beiden Lyrikern Alfred Lichtenstein und Ernst Stadler beschrieben. In der Franziskanerkapelle sehen wir, wie der Künstler Marc Chagall das Thema bearbeitet hat: Das monumentale " Friedensfenster“ zählt zu seinen Hauptwerken und appelliert an Menschen aller Nationen und Religionen, stets den Weg des Friedens zu wählen. Nachmittags besuchen wir die Reste des einstigen deutsch-französichen Grenzbahnhofs von Avricourt und einen weiteren Soldatenfriedhof.

3. Tag: Einsatz für den Frieden
Andlau - wir fahren zum Hartmannsweilerkopf im Oberelsass. Die Stellungen und Schützengräben sind noch heute sichtbar, ein 2017 eingeweihtes Museum dokumentiert die Ereignisse. Es wurde gemeinsam von deutschen und französischen Historikern als Gedenk- und Begegnungsstätte konzipiert und rückt die menschliche Dimension in den Mittelpunkt. Nachmittags fahren wir über die im Ersten Weltkrieg angelegte Vogesenhochstraße ins Münstertal und besuchen in Gunsbach das Albert-Schweitzer-Haus. Der berühmte "Urwalddoktor“, Philosoph und Friedensnobelpreisträger wuchs hier im alten Pfarrhaus auf und fand während des Ersten Weltkrieges zum Kernsatz seiner Ethik: "Ehrfurcht vor dem Leben“.

4. Tag: Stadt zwischen den Fronten
Andlau - der letzte Tag ist Straßburg gewidmet, einst Landeshauptstadt von Elsass-Lothringen. Die Stadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum Dreh- und Angelpunkt Europas wurde, war jahrhundertelang Schnittpunkt der Völker und Spielball der Nationen, die sich am Rhein gegenüberstanden. Im Ortsteil Cronenbourg besuchen wir den deutsch-französischen Soldatenfriedhof, der gemeinsam von den Gräberdiensten beider Länder betreut wird. Beim Rundgang durch die Straßburger Altstadt hören wir vom Alltag der Elsässer an der "Heimatfront“, sehen Schauplätze der Revolution von 1918 und erfahren, wie der Komponist Hans Pfitzner und der Schriftsteller Alfred Döblin die Ereignisse erlebt und künstlerisch verarbeitet haben. Im modern gestalteten Historischen Museum der Stadt, wo es auch eine Abteilung zum Ersten Weltkrieg gibt, klingt die Reise aus. Dann kehren wir über Kehl und die Autobahn Offenburg - Baden-Baden zurück nach Karlsruhe (ca. 20.00 Uhr) und Mannheim (ca. 21.00 Uhr).

Reiseleitung: Dr. Stefan Woltersdorff
Änderungen im Programmablauf vorbehalten!

  • Fahrt im komfortablen Luxus-Fernreisebus
  • Qualifizierte Hirsch-Reiseleitung
  • 3 Übernachtungen im Zimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Halbpension (Abendessen, Frühstücksbuffet)
  • Gruppentrinkgelder im Hotel
  • Örtliche Steuern und Abgaben
  • Eintrittsgelder

Min. 12, max. 29 Teilnehmer

Bitte denken Sie an feste Schuhe!

Das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Recht bei einer Pauschalreise, Hinweise zur Barrierefreiheit und weitere wichtige Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt "Informationen“.

23.4.2020 - 26.4.2020 | 4 Tage

Hotel Kastelberg

Hoteldetails
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
    595 €
  • Doppelzimmer zur Alleinbenutzung mit Bad oder Dusche und WC
    685 €

Hotel Kastelberg

Hotel KastelbergHotel KastelbergZimmerbeispielZimmerbeispielHotel Kastelberg

Sie wohnen im familiär geführten, komfortablen ***Sterne HOTEL KASTELBERG in Andlau. Die Zimmer haben Bad oder Dusche und WC, Telefon, TV und gratis WLAN. Die Einzelzimmer sind Doppelzimmer zur Alleinbenutzung. Am Morgen erwartet Sie ein Frühstücksbuffet, abends ein 3-Gang-Menu. Das Hotel ist für seine gute Küche bekannt.

Dr. Stefan Woltersdorff

Sein Herz schlägt seit jeher für Reisen und Literatur gleichermaßen. Nach seiner Promotion leitete er von 2001 bis 2013 die deutschfranzösische UP Pamina VHS in Weißenburg/Elsass, seitdem arbeitet er als selbständiger Gästeführer, Seminar- und Reiseleiter. Seine Studienreisen laden dazu ein, das Reiseziel auf den Spuren berühmter Dichter und Denker (neu) zu entdecken. "Ich möchte einem breiten Publikum Literatur auf lebendige und sinnliche Weise nahe bringen: bei Spaziergängen, Reisen und Vorträgen, bei Begegnungen mit Autoren…“