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30 Jahre Deutsche Einheit - 6 Tage

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K2021+DEUOSTWIE
Termin:
Preis:
ab 925 € pro Person

  • Orte und Gedenkstätten zwischen Ost und West
  • Die überwundene Teilung: Zeitgeschichte hautnah
  • Bezaubernde Fachwerkstädtchen im Harz

Von Kaltem Krieg zu friedlicher Revolution

Als die Berliner Mauer fiel, gingen die Bilder um die ganze Welt. Drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung erinnert kaum noch etwas an deutsche Teilung - oder doch? An der einstigen innerdeutschen Grenze treffen wir zwischen Naturbiotopen und Fachwerkstädtchen auf Schauplätze der Geschichte. Sie erzählen von Kaltem Krieg und mutiger Bürgerbewegung, von friedlicher Revolution und vom Zusammenwachsen von Ost und West zu einem gemeinsamen Land.

1. TAG: Der heißeste Punkt des Kalten Krieges
Karlsruhe
6.10 Uhr - Fahrt über Mannheim - Frankfurt - Fulda nach Geisa, einst der westlichste Zipfel der DDR. Führung in der Gedenkstätte Point Alpha, einst extrem stark ausgebauter Beobachtungsstützpunkt der US-Streitkräfte in Europa. Hier standen sich NATO und Warschauer Pakt 40 Jahre lang Auge in Auge gegenüber. Mittagspause und Zeit zum Besichtigen des Außengeländes. Anschließend Weiterfahrt nach Eisenach.

2. TAG: Zeitreise in Eisenach
Eisenach
- die Stadt Luthers und Johann Sebastian Bachs lag in DDR-Zeiten nur einige Kilometer von der innerdeutschen Grenze entfernt, die westlichen Stadtteile waren zum Teil Sperrgebiet. Bei unserem Stadtrundgang stoßen wir auf Spuren der spannenden Geschichte von 1945 bis 1989. Nach der Mittagspause zieht es uns hinauf auf die berühmte Wartburg. Im Mittelalter übte hier Landgräfin Elisabeth Wohltätigkeit, Minnesänger traten zum Wettstreit an. Höhepunkt ist die Stube, in der der verbannte Martin Luther die Bibel ins Deutsche übertrug und sein Tintenfass nach dem Teufel warf.

3. TAG: Am Todesstreifen in den Harz
Eisenach
- wir fahren zum Grenzmuseum Schifflersgrund. Beobachtungstürme, Grenzzaun, Stacheldraht und Kontrollstreifen sind im Originalzustand erhalten und führen uns die fast unüberwindbare Grenze zwischen West und Ost vor Augen. Mittags werden wir in einem Restaurant zum Soljanka-Essen erwartet. Weiterfahrt nach Böseckendorf. Der Ort erlangte im Oktober 1961 bundesweite Aufmerksamkeit, als sich hier 53 Personen gleichzeitig auf den Weg in den Westen machten - die größte Massenflucht der DDR. Das Grenzmuseum Eichsfeld stellt einige der Flüchtlingsschicksale anschaulich dar. Unser Tagesziel ist Quedlinburg. Das idyllische Städtchen im nördlichen Harzvorland gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu Füßen des Burgbergs breiten sich über 1000 Fachwerkhäuser aus 600 Jahren zu einem einzigartig harmonischen Stadtbild aus.

4. TAG: Als die Grenze fiel
Quedlinburg
- bei einer Rundfahrt durch Ost- und Westharz treffen wir überall auf Schilder, die auf den alten Grenzverlauf hinweisen. Mehr als vier Jahrzehnte lang war die Region geteilt, eng verwachsene Ortschaften voneinander getrennt und das Wahrzeichen, der sagenumwobene Brocken, unerreichbar. An der Eckertalsperre im Nationalpark machen wir Halt, dann geht es nach Wernigerode, ein Bilderbuchstädtchen, in dem jahrhundertealte Fachwerkensembles ganze Straßenzüge prägen. Das ehemalige Zisterzienserkloster Walkenried (UNESCO-Welterbe) entführt uns mit seinem fantastischen Museum in die Welt der mittelalterlichen Mönche. Zurück in die deutsch-deutsche Geschichte kommen wir in Stapelburg : Am 11. November 1989, zwei Tage nach der Berliner Mauerfall, öffneten Stapelburger Bürger die Grenzbefestigungen zum benachbarten Eckertal und schufen damit die erste Grenzöffnung außerhalb Berlins. Zehn Jahre später errichtete man ein Denkmal zur Erinnerung an dieses historische Ereignis.

5. TAG: Das Nadelöhr zwischen Ost und West
Quedlinburg
- erstes Ziel ist der zauberhafte Fachwerkort Osterwieck, der bis auf Karl den Großen zurückgeht. Auch George Clooney war beeindruckt: Er drehte hier 2012 Szenen für "The Monuments Men“. Nach Rundgang und Freizeit geht es weiter nach Marienborn. Der unscheinbare Ort war in allen militärischen Handbüchern des Kalten Krieges verzeichnet, denn der Systemriss, der Europa teilte, hatte hier einen schmalen Durchlass: An diesem wichtigsten Grenzübergang an der Autobahn Berlin-Hannover wurde der Verkehr von und nach Westberlin kontrolliert. Eine Ausstellung informiert über die Geschichte des Ost-West-Konflikts und des nahezu lückenlos überwachten Grenzsicherungssystems der DDR. Weiterfahrt nach Göttingen.

6. TAG: Hoffnung auf ein neues Leben
Göttingen - Fahrt nach Friedland und Besuch des Grenzdurchgangslagers. Seit 1945 kamen über Friedland mehr als 4 Mio. Menschen in die Bundesrepublik, als Flüchtlinge, Vertriebe, entlassene Kriegsgefangene, Aussiedler und Schutzsuchende aus vielen Teilen der Welt. Die neu gestaltete Ausstellung spiegelt die Geschichte der Migration vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu aktuellen Konflikten weltweit. Rückfahrt über Frankfurt und Mannheim nach Karlsruhe (ca. 19.00 Uhr).

REISELEITUNG: Sigrid Wilckens

  • Fahrt im komfortablen Luxus-Fernreisebus
  • Qualifizierte Hirsch-Reiseleitung
  • 5 Übernachtungen im Zimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Frühstücksbuffet
  • Gruppentrinkgelder in den Hotels
  • Örtliche Steuern und Abgaben
  • Eintrittsgelder
  • Soljanka-Essen

Min. 12, max. 29 Teilnehmer

Das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, Hinweise zur Barrierefreiheit und weitere wichtige Informationen finden Sie unter Wichtige Informationen.

26.4.2021 - 1.5.2021 | 6 Tage

30 Jahre Deutsche Einheit

Hoteldetails
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
    925 €
  • Einzelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
    1075 €

zubuchbare Optionen

  • Halbpension
    130 €

30 Jahre Deutsche Einheit

Eisenach, 2 Nächte, Kaiserhof****
Göttingen, 1 Nacht, Park Inn by Radisson****
Quedlinburg, 2 Nächte, Wyndham Garden****

-Änderungen vorbehalten-

Sigrid Wilckens

stammt aus Hannover und besuchte schon in ihrer Jugend regelmäßig Schweden. Nach dem Abitur zog es sie nach Florenz, zurück in Deutschland studierte sie in Augsburg und Hannover Kunstgeschichte, Italianistik und Germanistik. Mit ihrer Familie verbrachte sie viele Sommer drei Monate in Schweden. 2000 wurde sie Guide auf der EXPO und arbeitet seitdem auch als Stadtführerin in Hannover und der Autostadt Wolfsburg. Seit 2010 leitet sie erfolgreich für renommierte Veranstalter Gruppenreisen in Italien, der Schweiz und Skandinavien, seit 2018 auch Hirsch-Reisende.