Veröffentlicht am Autor , Stefan Simonis

Winterliches Dresden

Dresden ist im Winter vor allem eines – sehr kalt. Das Thermometer zeigt bis zu minus 20 Grad, eine Temperatur, die man als Bewohner der milden Rheinebene so nicht gewöhnt ist. Kein Wunder, dass die Hirsch-Reisen Dresden erst ab Mai beginnen. Aber der Reihe nach …

Die Autofahrt an einem Donnerstagnachmittag zieht sich – vorbei an Heilbronn und Nürnberg, durch die fränkische Schweiz, vorbei an Chemnitz, bis in die sächsische Hauptstadt. Die Ibis-Hotels sind leicht zu finden (und schwer zu übersehen). Wie große Riegel stehen sie an der Fußgängerzone Prager Straße.

Ibis Hotel
Ibis Hotel

In der Hotelbar gibt es nur kleinere Snacks, und Bewegung tut not nach mehrstündiger Autofahrt – wir spazieren zum Abendessen wenige Minuten in die nahe Altstadt und essen dort. Schnitzel mit Pommes und ein Bier für 7,77 Euro – da kann man nicht meckern.
Freitag früh, nach üppigem Frühstücksbuffet, die erste Stadterkundung bei Tageslicht – um 9 Uhr morgens ist kein Mensch auf den Straßen, Supermärkte, Kirchen und Museen sind geschlossen. Also Zwinger, Semperoper, Frauenkirche von außen und auf die Brühlsche Terrasse, den Blick über die Elbe genießen. Um 10 Uhr öffnet die Frauenkirche, meine kleine Tochter liegt unbeweglich und schockgefrostet im Kinderwagen und hat kein Auge für Kunst. Auf dem Rückweg zum Hotel nutzen wir die großen Einkaufstempel an der Prager Straße zum Aufwärmen.

Frauenkirche
Frauenkirche
Skyline
Skyline

Nach der Mittagspause eilen wir ins Taschenbergpalais (Hotel Kempinski) – ein feines Hotel. In der Lobby wartet Frau Scheffler, die Hirsch-Reiseleiterin, und wir unterhalten uns bei einem Kaffee über das Programm der Hirsch-Reise, die letzten Hirsch-Gruppen und die kommende Saison. Für den Abend empfiehlt Frau Scheffler einige Restaurants um die Frauenkirche, während meine Tochter derweil den vornehmen Glastisch einsaut.
Der Samstag ist fast noch kälter, und meine Tochter beginnt hysterisch zu schreien, als ich mit ihr das Hotel verlassen will. Also kaufe ich eine Tageskarte für die Straßenbahn und fahre mit ihr durch die Gegend. Museen scheinen auszuscheiden, das Grüne Gewölbe ist geschlossen, das Erich-Kästner-Museum auch. Wir besichtigen das „Szeneviertel“ Äußere Neustadt und kaufen in einer Bäckerei eine Brezel, die nur wenig damit zu tun hat, was man in Karlsruhe unter einer Brezel versteht.
Zur Mittagspause sind wir wieder im Hotel, am Nachmittag nutzen wir unsere Tageskarte, um mit der Straßenbahn zum „Reisemarkt“ zu fahren – die Reisemesse, die der Anlass unserer Reise ist, da meine Frau (Ihres Zeichens Chefin des Radreiseveranstalters Radissimo) dort ausstellt. In den Messehallen unternehmen wir dank vieler lokaler Aussteller eine Reise durch Ostdeutschland, ohne in die Kälte zu müssen.
Sonntagvormittag ein letzter Spaziergang über Altmarkt und Neumarkt zur Elbe und zurück zum Hotel. Schon schön hier, sollte man mal im Frühjahr sehen. Das Zimmer müssen wir gegen Mittag räumen, und wir machen uns wieder auf zur Messe. Der Kleinen geht es nicht so gut, war wohl doch etwas viel (oder kalt) für sie. Um 18 Uhr dürfen wir den Stand abbauen und machen uns auf den Weg, knapp 600 Kilometer bei Nacht und Schnee, nach einem anstrengenden Tag, mit einem kranken Kind.

Semperoper
Semperoper
Zwinger
Zwinger
Zwinger 2
Zwinger 2

Sehr schöne Stadt, aber das nächste Mal lieber wieder entspannt mit Hirsch. 🙂

Alle Hirsch Termine für die Städtereise nach Dreden gibt es hier.

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