Veröffentlicht am Autor , Jana Heundorf

Verona zu den Opernfestspielen

„Ist Liebe ein zartes Ding? Sie ist zu rau, zu wild, zu tobend und sie sticht wie Dorn.“

Romeo & Julia (William Shakespeare)

Auf die Spuren von Shakespeares berühmtesten Liebespaar machten wir uns im August: Verona und die antike Arena waren unser Ziel. Auf der Anreise durch die Schweiz genossen wir beeindruckende Ausblicke auf Seen und Berge.

In Verona angekommen checkten wir im Hotel Leon D’Oro, am Rand der Innenstadt gelegen, ein. Nach einer Erfrischungspause unternahmen wir einen orientierenden Spaziergang: Unser Reiseleiter führte uns zur Piazza Brà und stimmte uns auf die kommenden Tage ein. Der Weg zur Piazza Brà war gesäumt von Figuren der Oper Aida, die aus früheren Vorführungen stammen. Auf der Piazza, direkt an der Arena, genossen wir einen Aperitif und unser Abendessen.

Piazza Brà
Piazza Brà
Arena di Verona

Der nächste Tag begann mit einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstück vom Buffet. Frisch gestärkt brachte uns der Bus zunächst zur romanischen Kirche San Zeno. Unser Reiseleiter zeigte und erklärte uns die Details der Bronzetore. In der Kirche sahen wir das Triptychon von Andrea Mantegna.

San Zeno
Innenhof San Zeno
Innenhof San Zeno

Anschließend fuhren wir auf einen Hügel hoch über der Stadt und genossen den Ausblick auf Verona und die Etsch und besuchten die Wallfahrtskirche der Madonna di Lourdes. Im Schatten der Kirche verteilte unser Reiseleiter die Opernkarten für die beiden Vorstellungen in der Arena.

Ausblick über Verona
Wallfahrtskirche

Unser Bus brachte uns über schmale Straßen zurück in die Stadt. Bei bestem Wetter mit strahlendem Sonnenschein führte uns unser Reiseleiter durch die Altstadt: Über die Römerbrücke schlenderten wir zum Dom, in dem wir das Tizianbild von der Himmelfahrt Mariens und die Skaligergräber sahen. Wie sahen das Haus, in dem Shakespeares Titelfigur Romeo Montague gelebt haben soll, und spazierten von der Piazza dei Signori und der Piazza delle Erbe zum Haus von Julia Capulet. Dichtes Gedränge herrschte auf dem Innenhof mit dem berühmten Balkon aus Shakespeares Drama. Die goldene Statue der „Giulietta“ ist ein beliebtes Fotomotiv. Unser Rundgang endete wieder auf der Piazza Brà, wo sich zahlreiche Restaurants befinden. Viele kleine Gassen laden hier zum Bummeln und Einkaufen ein. Wir hatten Freizeit für eigene Erkundungen, ein gemütliches Essen oder eine Erholungspause im Hotel.

An der Etsch
An der Etsch
Römerbrücke
Dom
Piazza dei Signori

Voller Vorfreude auf die abendliche Opernaufführung in der Arena di Verona trafen wir uns eine Stunde vor der Aufführung vor der Arena. Unser Reiseleiter brachte uns zu sehr guten Plätzen auf den Stufen der antiken Arena, von wo aus wir die Oper „La Traviata“ sahen. Nach der Aufführung spazierten wir zurück zum Hotel.

La Traviata (Foto: Roland Karl)

Nach dem Frühstück am folgenden Tag fuhren wir nach Mantua. Schon die Anfahrt mit tollem Ausblick auf die Silhouette der früheren Gonzaga-Residenz war beeindruckend.

Mantua

Wir spazierten am „Haus des Rigoletto“ vorbei durch die Altstadt und liefen unter Arkaden hindurch und am Dom vorbei über kleine Plätze zur Kirche Sant‘Andrea, die im Renaissancestil gebaut wurde und über eine beeindruckende Kuppel verfügt.

Dom
Sant’Andrea
Sant’Andrea
Altstadt Mantua

Dann fuhren wir zum Lustschloss Palazzo del Te, wo wir Fresken und kunstvolle Ausmalungen sahen.

Palazzo del Te
Palazzo del Te

Zurück in der Stadt verbrachten wir die Mittagspause in einem gemütlichen Lokal: Zum typischen Wein gab es Käse- und Wurstplatten, eingelegtes Gemüse sowie gefüllte Pasta und Risotto. Am Nachmittag fuhren wir zurück nach Verona, wo wir wieder freie Zeit hatten, bevor wir uns am Abend wieder in der Arena einfanden. Heute stand Aida auf dem Programm: Seit 1913 steht die Verdi-Oper fast jährlich auf dem Spielplan der berühmten Opernfestspiele. Die Arena war eine beeindruckende Kulisse für die monumentale Oper. Nach dem etwa 20-minütigen Spaziergang zurück zum Hotel genossen wir einen Schlummertrunk in der Hotelbar.

Aida (Foto: Roland Karl)

Am frühen Morgen fuhren wir durch die Schweiz zurück. Eine Überraschung bereitete uns dort unser Fahrer: Weil es im Gotthardtunnel zu einem Stau mit längerer Wartezeit kam, fuhr er über den Gotthardpass. Bei einem Halt genossen wir den beeindruckenden Ausblick auf den Pass und die Serpentinen. Wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck erreichten wir Karlsruhe am Abend.

Gotthardpass

Hirsch Reisen bietet auch 2020 Reisen zu den Opernfestspielen in Verona an: https://www.hirschreisen.de/staedte-regionen/verona/

Freuen Sie sich auf die Verdi-Opern Aida, Nabucco und La Traviata oder Puccinis Turandot!