Venedig und Verona
Es ist wieder Zeit für einen Wochenendtrip. Diesmal geht es mit dem Nachtzug nach Venedig.
Wir nehmen an einer Stadtteil-Führung durch Cannareggio teil. Dort beginnen wir mit dem jüdischen Viertel und erfahren, dass das Wort “Ghetto” seinen Ursprung im Italienischen hat und dort noch nicht negativ konnotiert war.


Es gibt fünf Synagogen, weil jede jüdische Gemeinde ihr eigenes Gotteshaus hatte. Drei davon haben es auf ein Foto geschafft:



Aufgrund des Platzmangels wurden die Häuer im Viertel immer höher gebaut. Treppen befanden sich nicht im Haus, sondern wurden von außen angebracht. Wenn nun eine solche Wohnung inseriert wird, dann wird in der Anzeige bereits erwähnt, dass man maximal 1,70m groß sein sollte.



Die Jüdinnen und Juden übernahmen auch in Venedig die Jobs, die den Christen untersagt waren, z.B. den Geldverleih und den Betrieb von Pfandleihhäusern. Damit man unterscheiden konnte, bei wem der Kunde den Schuldschein geholt hatte, gab es unterschiedliche Farben.
Wir verlassen das Viertel und spazieren an den Ufern der Kanäle entlang.


Die Kirche Madonna dell’Orto war ursprünglich dem hl. Christophorus geweiht, ehe sie eine Umwidmung erfuhr, nachdem eine Madonnenstatue in einem nahegelegenen Garten gefunden wurde.

Am Wasser findet man auch einige sehr gute erhaltene Palazzi wie den Palazzo Mastelli del Cammello.

Weiter geht es zu einem kleinen Hafen, von dem man einen guten Blick auf die Inseln San Michele und Murano hat.

Wir kommen noch an der Alten Schule der Barmherzigkeit vorbei, ehe der Stadtrundgang zu Ende ist.

Nun machen mein Mann und ich uns alleine auf den Weg zu den bekannteren Sehenswürdigkeiten der Stadt. Denn er ist das erste Mal in der Stadt, ich war zuletzt 2017 für einen Besuch der Biennale hier. Der Markusplatz ist unsere erste Adresse.



Wir spazieren noch zur Ponte dell’Accademia, von der aus man einen guten Blick auf den Grand Canal haben soll.



Und hier noch einige Blicke auf die kleineren Kanäle, die uns bei unseren Spaziergängen begegnet sind:












Am Nachmittag fahren wir mit dem Zug weiter nach Verona, denn wir haben noch etwas vor: Turandot in der Arena.

Und wir werden nicht enttäuscht, es ist eine grandiose Vorstellung. Wir sind restlos begeistert von der Inszenierung und als dann im 3. Akt “Nessun dorma” angestimmt wird, haben wahrscheinlich alle Gänsehaut. Zumindest der anschließende, tosende Applaus lässt das vermuten.

Am nächsten Tag erkunden wir nach einem späten Frühstück die Stadt. Es regnet in Strömen und wir sind dem Universum dankbar, dass es erst heute so nass ist.
Am Ufer der Etsch gibt es eine schone Promenade zwischen Altstadt und dem Viertel San Zeno. Wir genießen den Ausblick auf das Castelvecchio und die Ponte Scaligero.

Am Corso Cavour entlang laufen wir in die Altstadt. Auch am Sonntag sind viele Geschäfte geöffnet und so kann man sich nicht nur der Kultur, sondern auch dem Konsum hingeben.


Auch wenn das Wetter wirklich optimierungsfähig ist, nehmen wir, nun auf der anderen Seite des Flusses, die Treppen nach oben, damit wir noch diesen schönen Blick auf die Altstadt haben:

Dabei gibt es auch einige schöne Blumen zu bestaunen, die etwas Farbe in das sonst vorherrschende Grau bringen.





Bei unserem Bummel kommen wir auch noch einmal an der Arena vorbei und sind beeindruckt von den drumherum stehenden Bühnenbildern.

Dass Verona auch bei Regen eine pittoreske Stadt ist, belegen die folgenden Fotos.






Zum Abschluss gibt es noch ein Eis, bei dem wir vielleicht vorher nach dem Preis hätten fragen sollen. Aber es sieht immerhin wirklich sehr schön aus und es schmeckt auch gut.

Danach machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof und fahren durch die Alpen zurück nach Hause. Besonders interessant anzuschauen sind die schneebedeckten Berggipfel, die immer nur kurz zwischen den tiefhängenden Wolken auftauchen…
Wen nun auch die Reiselust packt:
Venedig: https://www.hirschreisen.de/reiseziele/italien/venedig/
Verona: https://www.hirschreisen.de/reiseziele/italien/verona/