Veröffentlicht am Autor , Birgit Krämer

„This time for Africa!“ – Große Rundreise Südafrika

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Eine „Regenbogennation im Frieden mit sich selbst und mit der ganzen Welt“ ‒ diese Vision beschrieb Nelson Mandela in seiner Antrittsrede als Präsident Südafrikas 1994. Sagenhaft vielfältig nimmt dieses freundliche Land schnell für sich ein: mit faszinierenden Landschaften von den Drakensbergen bis zum Kap der Guten Hoffnung, mit dem Artenreichtum seiner Nationalparks, mit Städten, die Geschichte spiegeln und immer auch mit einem Hauch von Abenteuer. Gehen Sie mit auf Erkundungstour! Das Besondere: Wie immer bei Hirsch Reisen sind alle Leistungen im Reisepreis enthalten.

„Waka waka eh eh, this time for Africa!“ Der Shakira-Song der Fußball-WM 2010 ist uns noch immer im Ohr, ebenso der Klang der Vuvuzelas. Wie kein anderes Land verkörpert Südafrika die Freude am Fußball, dem Sport der Townships. Unvergessen der Moment, als Nelson Mandela vor dem Finale im Stadion von Johannesburg erschien und einen Sturm der Begeisterung auslöste. Es war sein letzter öffentlicher Auftritt.

Nebeneinander vieler Welten

Es sind die Menschen, die Südafrika ausmachen! Im Land am Kap leben Menschen verschiedenster Kulturen: Moslems, Hindus, Christen, Schwarze verschiedener Völker, Weiße aus aller Welt, die farbigen Nachkommen weißer Siedler, schwarzer oder asiatischer Sklaven. Beinahe jeder stammt von Einwanderern ab, allein elf offizielle Sprachen hat man hier.

Im 17. Jahrhundert gründeten niederländische Seefahrer entlang der Küste Versorgungsposten für die Ostindische Kompanie. Bald drangen Niederländer und Briten ins Landesinnere vor, damit begann die schwierige jüngere Geschichte des Landes, mit Kolonialismus und Rassentrennung, bis 1994 das rassistische Apartheid-Regime stürzte. Dass dieses „afrikanische Wunder“ gewaltlos gelang, war vor allem das Verdienst Nelson Mandelas, der nach 27 Jahren Haft zur Versöhnung aufrief. Seit seiner Wahl zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes sind Schwarze und Weiße zumindest vor dem Gesetz gleichgestellt. Das moderne Südafrika schreibt sich das multikulturelle Zusammenleben auf die Fahnen. Die Hauptstadt Pretoria, einst Zentrum der Apartheid, erhielt 2005 offiziell ihren neuen Namen „Tshwane“, in der Sotho-Sprache „Wir sind gleich“. Ein Zeichen. Doch noch ist dieses Ziel nicht erreicht, krasse soziale Unterschiede und Arbeitslosigkeit belasten die junge Demokratie. Und der durch die Weltmeisterschaft erhoffte Wirtschaftsschub ist ausgeblieben. Umso wichtiger ist der Tourismus.

Sich winzig fühlen in der Natur

Es ist die Natur, die Südafrika ausmacht! Eine Weite und Wildheit, wie man sie in Europa nicht mehr kennt, unfassbar unberührt. Das Land, so groß wie Deutschland, Italien und Frankreich zusammen, hat einfach alles: Berge, Canyons mit mächtigen Wasserfällen, dichte Urwälder, Buschland, Wüsten, grüne Weinhügel, endlose Savannen, von über 2000 Kilometern Küste mit Traumstränden und dem legendären Kap der Guten Hoffnung.

Und dann die Tierwelt, allen voran „The Big Five“, also Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Der Begriff stammt aus der Zeit der Großwildjagden, doch wird heute nur noch mit der Kamera geschossen. Der Schutz von Wildtieren hat am Kap eine lange Tradition: Schon Ende des 19. Jh. machten sich einige Südafrikaner Sorgen darüber, dass ihr Bestand durch Trophäenjäger und Farmer drastisch reduziert worden war. Erste Schutzgebiete wurden ausgewiesen. Treibende Kraft war Paulus Krüger, Buren-Präsident und selbst leidenschaftlicher Großwildjäger. Er legte 1898 den Grundstein für den späteren Krüger-Park, der 1926 zum ersten Nationalpark des Landes wurde. Heute gibt es 20 davon, übrigens vorbildlich geführt, daneben sagenhafte 9000 private Wildreservate.

Vom Großwildjäger zum Artenschützer

Im Krüger-Nationalpark, dem größten und ältesten des Landes, bewundern über eine Million Besucher jedes Jahr die grandiose Tierwelt, deren Artenreichtum weltweit einzigartig ist. 350 Kilometer misst der Park von Nord nach Süd, 40 bis 80 von Ost nach West. 2000 Kilometer Straßen führen hindurch, zum Schutz der Tiere sind nur etwa drei Prozent des Parks überhaupt einsehbar. 600 Mitarbeiter braucht es, um durch ein ausgeklügeltes Wildmanagement das fragile Ökosystem zu bewahren.

Und falls einem die „Big Five“ nicht vor die Linse kommen ‒ es gibt ja noch Giraffen, Zebras, Antilopen, Erdmännchen, Warzenschweine … Nicht zu vergessen die Straußenzüchter von Oudtshoorn. Ein Kuriosum ist die riesige Pinguinkolonie am Boulders Beach: Seit sich vor 30 Jahren ein verwegenes Pinguin-Pärchen her verirrte, kamen immer mehr.

Von Durban zum Kap der Guten Hoffnung

Die Reise führt von Johannesburg in die indisch geprägte Hafenstadt Durban, wo einst Mahatma Gandhi seinen Freiheitskampf begann. „Wildlife“ pur und herrliche Landschaften bieten auch die Provinz Kwazulu-Natal zwischen Drakensbergen und Indischem Ozean oder, weiter südlich, die Urwälder des Tsitsikamma Nationalparks an der Mündung des Storms River. Hier verläuft die Gartenroute über die charmante Lagunenstadt Knysna.

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Der Tafelberg und sein Tischtuch

„Tafelberg!“ ‒ Nach alter Seefahrertradition bekam der Matrose, der dies bei der Kapumrundung als erster rufen konnte, eine Flasche Schnaps. Wieso der Tafelberg ein Tischtuch hat? Der Legende nach gewann der Pirat Jan van Hunks, der auf dem Devil’s Peak lebte, einen Pfeifen-Rauchwettbewerb gegen den Teufel. Seither erinnert die „Tischdecke“ aus Wolken an fast jedem Sommertag daran. An wolkenfreien Tagen sollte man den Blick vom Tafelberg auf Kapstadt nicht versäumen! Der gehört gewiss zu den schönsten Reiseerlebnissen. Die älteste Stadt des Landes mit ihren ehrwürdigen Kolonialbauten, der belebten Waterfront und ihrem Mix an Kulturen ist zugleich die trendigste der südafrikanischen Metropolen. Auch Weinliebhaber zieht es in die Kapregion. Französische Hugenotten begründeten im 17. Jh. die Tradition des Weinbaus. Im grünen Hügelland, umgeben von hohen Bergen, in denen noch Leoparden zuhause sind, liegen an die 300 Weingüter, deren Erzeugnisse zur Spitzenklasse gehören.

 

Lesetipp:

„Der Himmel weit, die Hoffnung groß und das Leben eine Herausforderung“, so beginnt die „Gebrauchsanweisung für Südafrika“. Die Autoren schildern die unfassbare Weite, die süchtig macht und führen unterhaltsam in den Alltag der Südafrikaner ein: Vom geselligen Ritual des gemeinsamen Grillens, vom erbarmungslosen Straßenverkehr, von der Zeitauffassung der Südafrikaner, die ebenso locker ist wie ihr Kleidungsstil und vielem mehr.

Elke Naters, Sven Lager: Gebrauchsanweisung für Kapstadt und Südafrika, Piper 2014

 

Reisetermine:

Südafrika, 16 Tage: 18. April – 3. Mai, 12. – 27. September 2015, ab € 2995,-