Salzburg & Wien: Kultur, Geschichte, Genuss.
„Die Straßen Wiens sind mit Kultur gepflastert. Die Straßen anderer Städte mit Asphalt.“
– Karl Kraus (1874 – 1936) österreichischer Schriftsteller und Journalist
Unsere Reise beginnt an einem kühlen Morgen am Hauptbahnhof Karlsruhe. Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Busfahrer Harald Ludwig geht es um 6:10 Uhr los in Richtung Ulm.

Unsere erste Pause machen wir an der Grenze zu Bayern und eine weitere in der Nähe von München. Es geht weiter, vorbei am Chiemsee in die Berge. Wir überschreiten die Grenze nach Österreich kurz nach 12 Uhr und erreichen Salzburg.
Nach einem Mittagessen im Restaurant Imlauer treffen wir auf die Stadtführerin Brigitte Sebald, die seit vielen Jahren Salzburg-Fahrten für Hirsch Reisen übernimmt.


Wir laufen zum Mirabell-Garten wo Frau Sebald uns einen kurzen geschichtlichen Überblick über Salzburg und seine Bedeutung in der Geschichte Österreichs, den Handelsrouten der Donau und der Sonderstellung Salzburgs als Residenzstadt gibt.

Weiter geht es in die barocke Gartenanlage des Schloss Mirabell. Von hier hat man einen fantastischen Ausblick auf den Vier-Elemente-Springbrunnen, die Türme des Salzburger Doms und die Hohensalzburg im Hintergrund.

Wir gehen weiter, vorbei am Mozarthaus, dem Doppler-Haus und dem Mozarteum über die Salzach in die Altstadt. Danach in die Getreidegasse, zu Mozarts Geburtshaus, zum Dom und zum Domplatz. Frau Sebald erklärt uns die Geschichte der Salzburger Festspiele und gibt uns Tipps für weitere Besichtigungen in der Stadt. Anschließend verabschieden wir uns von unserer Reiseleiterin und die nächsten zwei Stunden stehen zur freien Verfügung.

Ich fahre zuerst mit der Festungsbahn auf die Hohensalzburg. Die Festungsanlage aus dem 11. Jahrhundert gehört zu den besterhaltenden Festungen Europas und bietet einen fantastischen Ausblick über die Altstadt und weitere Umgebung.

Als nächstes geht es zurück in die Getreidegasse, vorbei an der Konditorei Fürst, wo die berühmten Mozartkugeln erfunden wurden. In der Getreidegasse selbst gibt es noch einige Traditionsgeschäfte mit hochwertigen lokalen Produkten sowie herausstechende Luxusmarken, deren Produkte sich hervorragend für besondere Souvenirs eignen.
Auf dem Residenzplatz hört man um 18:04 Uhr das dritte und letzte Glockenspiel des Tages, ein tägliches Ereignis in Salzburg. Wir machen uns auf den Weg zum Margareten-Stieg, wo der Bus uns wieder abholt und zum Hotel Europa bringt. Im Hotelrestaurant genießen wir unser Abendessen im Buffet-Stil inklusive Panoramablick über die Stadt.

Der neue Tag startet früh mit Frühstück im Hotel und Abfahrt Richtung Melk um 8:10 Uhr. Es geht vorbei am Mondsee ins Salzkammergut. Nach einer kurzen Pause bei Enns erreichen wir am Vormittag Stift Melk.




Die Benediktiner-Abtei besteht seit 1089, der aktuelle Bau wurde im 18. Jahrhundert im Stil des Barocks renoviert. Heute besteht Stift Melk nicht nur als Kloster, sondern auch als Museum und Gymnasium. Die Führung durch das Museum beginnt im alten Kaiserflügel der Anlage und endet in der Stiftskirche. Das Fotografieren innerhalb des Museums und der Stiftskirche ist untersagt, da menschliche Überreste und fragile, jahrhundertalte Gegenstände ausgestellt sind. Es bleibt Zeit zur freien Besichtigung, bevor es weiter zum Schifffahrtssteg geht. Von dort aus fährt ein Großteil der Gruppe mit dem Schiff auf der Donau nach Dürnstein.

In Dürnstein selbst bleibt noch genügend Zeit für Besichtigungen.
Es geht weiter nach Osten bis wir Wien erreichen. Der Bus bringt uns in unser Hotel im fünften Bezirk. Nach einem Abendessen im Hotel beenden wir den Abend in der Hotelbar.


Wir starten den nächsten Tag mit Frühstück im Hotel und treffen unseren Reiseleiter Wolfgang Jodlbauer. Es geht los auf den Kahlenberg, welcher einen weiten Blick über Wien ermöglicht. Von dort aus fahren wir die Ringstraße entlang und beginnen mit der Stadtführung.

Als erstes besuchen wir die Hofburg und besichtigen die Reichsodien, den Prunksaal und die barocke Hofbibliothek.





Anschließend spazieren wir durch die Altstadt bis zum Stephansplatz, wo wir uns nach der Mittagspause wieder treffen.


Im Stephansdom selbst ist trotz der Vorbereitungen für die Fernsehübertragungen des Trauergottesdienstes für das Attentat in Graz noch Zeit für die Führung.
Weiter geht es in die Blutgasse zur Jesuitenkirche und anschließend mit dem Bus zum Rabenhof, einer der Gemeinschaftsbauten der 1920er Jahre.

Wir beenden den Tag am Prater, wo eine kurze Besichtigung möglich ist, bevor es wieder zum Hotel geht. Es ist der wohl anstrengendste Tag der Reise, insgesamt 11 Stunden haben wir in der Stadt verbracht.
Der nächste Tag beginnt erneut früh, um kurz nach acht verlassen wir bereits das Hotel und fahren zum Zentralfriedhof. Wir besichtigen die Komponistengräber und die Kapelle, danach geht es weiter zum Schloss Belvedere.







Herr Jodlbauer gibt und einen kurzen historischen Überblick über die Geschichte von Schloss Belvedere und Prinz Eugen von Savoyen.


Danach geht es weiter zum kunsthistorischen Museum.

Das Museum ist meiner Meinung nach ein Muss für einen Besuch in Wien. Wir besichtigen die italienischen und flämischen Flügel sowie die Schatzkammer und selbst nach der Führung verbringe ich noch mindestens zwei weitere Stunden in den Galerien.















Meine besonderen Highlights sind das Haupt der Medusa (1618) von Rubens und das Gemälde der britischen Königin Jane Seymour (ca. 1537) von Holbein, welches ich beim Verlassen der Galerie fast übersehen hätte.


Danach kehre ich zurück ins Hotel und mache mich fertig für das anstehende Konzert des Wiener Hofburg Orchesters. Der Bus fährt uns um 19 Uhr zum Konzerthaus, wo das Konzert im Mozartsaal aufgeführt wird. Es ist eine bunte Mischung aus klassischem Orchester, Balletteinlagen und Liedern und Arien, allen voran Walzer und Polkas. Als krönender Abschluss darf „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss nicht fehlen. Der Abend war unvergesslich und ein Erlebnis fürs Leben.


Zurück geht es mit der U-Bahn, da die Ringstraße schon am Vorabend für die Vienna Pride Regenbogenparade abgesperrt wird.
An unserem letzten Besichtigungstag fahren wir ebenfalls um kurz nach acht los. Unser Ziel: Schloss Schönbrunn.

Natürlich ist Schönbrunn ebenfalls ein Muss für einen Besuch in Wien, es ist aber auch entsprechend voll. Bei einem Besuch vor mehreren Jahren besuchte ich Schönbrunn bereits und hatte noch einige Erinnerungen an die prachtvolle Ausstattung, allen voran die große Galerie, das Porzellanzimmer und das Vieux-Laque-Zimmer. Herr Jodlbauer führt uns durch die Geschichte des Hauses Habsburg, beginnend mit Kaiserin Maria Theresia.





Nach der Führung geht es in die Kaiserliche Wagenburg und wir bestaunen die imposante Sammlung der Kutschen und Gefährten der Habsburger.






Es bleibt noch etwas Zeit für die Erkundung des Schlossgartens, danach fahren wir zurück zum Hotel. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.
Ich mache mich auf den Weg in die Stadt. Zuerst zieht es mich zum Naschmarkt, dann weiter in die Altstadt. Nach einem traditionellem Kaiserschmarrn geht es auf Erkundungstour in der Stadt.

Mit der U-Bahn fahre ich zur Donau Insel, dann zurück über die Ponte Cagrana Fußgängerbrücke vorbei am DC Tower 1, dem höchsten Gebäude und zweithöchstem Bauwerk Österreichs, und dem Vienna International Centre, einem der vier Amtssitze der Vereinten Nationen. Anschließend mache ich mich auf den Weg zurück ins Hotel.


Am nächsten Tag fahren wir um 8:10 Uhr wieder zurück Richtung Heimat und wir erreichen Karlsruhe sehr gut in der Zeit um 17:30 Uhr.
Text und Bilder Helena Mühlberger