Veröffentlicht am Autor , Bettina Rohleder

Rom – die ewige Stadt

„Rom ist eine Welt, und man braucht Jahre, um sich nur erst drinnen gewahr zu werden. Wie glücklich find´ ich die Reisenden, die sehen und gehen.“
Johann W. von Goethe, Italienische Reise
Bettina in Rom 2013 600

Wir möchten diese Welt entdecken und machen uns auf den Weg nach Rom.

1.Tag

Wir, das ist eine bunt gemischte Truppe aus unterschiedlichen Altersklassen, Paare und Alleinreisende, vorwiegend aus dem Karlsruher Landkreis, aber auch in Baden-Baden und Freiburg stoßen Kulturhungrige und Reiselustige hinzu.
Vor uns liegen 820 km Fahrt. Uns stört das nicht im geringsten! Dank des komfortablen vier Sterne Fernreisebusses sowie den Fahrkünsten von Herrn Behrends ist es bei einer langen Fahrt immer noch gemütlich. Und wir haben Zeit die Landschaft zu genießen!
Es geht durch die Schweiz, den 18km langen Gotthardtunnel und die schönen Regionen Italiens wie Piemont, Lombardei, Emilia –Romagna, Toskana…

Zwischenübernachtung in Florenz-Nord im Hotel „Delta Florence“.
Mangels Alternativen haben alle das Abendessen im Rahmen der Halbpension gebucht. Beim schlemmen eines vier Gänge Menüs haben wir Zeit, uns gegenseitig etwas kennenzulernen. Erstes Fazit für mich als Alleinreisende; ein Pluspunkt für Gruppenreisen. Man findet leicht Anschluss und nette Gespräche!

2.Tag

Bei Sonnenschein und rund 18 Grad Außentemperatur werden wir am Mittag vor dem Hotel Palatino von Herrn Roland Karl mit Vorfreude empfangen. Er ist unser Reiseleiter für die kommenden Tage.

Das Hotel Palatino besticht durch seine zentrale Lage und gemütliche Einrichtung. Das Kolloseum liegt nur 5 Gehminuten entfernt und selbst das Forum Romanum, die beliebten Einkaufsstraßen und zum Hauptbahnhof kann man zu Fuß gehen. Ein perfekter Ausgangspunkt für eine Städtereise!

Nach dem Zimmerbezug gehen wir auf einen dreistündigen Erkundungsspaziergang durch das Centro Storico (Altstadt). Mitte November ist Nebensaison in der Ewigen Stadt und trotz zahlreicher Touristen, ist es nicht überfüllt.
Zu Beginn werden wir mit dem  sogenannten „Hirsch-Funk“, einer drahtlosen Übertragungsanlage, ausgestattet. Somit hat jeder die Freiheit in seinem Tempo zu laufen, Fotomotive einzufangen und trotzdem den Erzählungen des Reiseleiters -und nicht zuletzt der Gruppe- folgen zu können.

SeitengasseStufen beim QuirinaleGalleria Alberto Sordi Berninis Elefant (2)

Fontana di Trevi – berühmteste Brunnen Roms
Der Legende nach kehren Besucher des Brunnens, die eine Münze mit der linken Hand über die rechte Schulter werfen, zurück nach Rom. Der Brunnen wird regelmäßig gereinigt und die jährlichen Einnahmen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro gehen an die Caritas und sind so – ergebnisunabhängig – gut investiert. Fontana di Trevi (3)

Fontana di Trevi (2)

Sant´Ignazio di Loyola in Campo Marzio – Die Jesuitenkirche Kirche ist für seine herausragenden perspektivischen Fresken bekannt Sant´Ignazio

Pantheon – das am besten erhaltenste Bauwerk der römischen Antike. Es wurde unter Kaiser Hadrian etwa 119/125 n. Chr. fertiggestellt und besaß für mehr als 1700 Jahre die größte Kuppel der Welt, gemessen am Innendurchmesser. Pantheon AußenansichtPantheon Innen

3. Tag

Gut gestärkt vom reichhaltigen Frühstücksbuffet werden wir um 8:30 Uhr von Herrn Karl abgeholt. Da die Entfernungen zu unseren Zielen sehr kurz sind, lassen wir den Bus stehen und ziehen zu Fuß los. Die Kirche San Pietro in Vincoli mit der berühmten Moses Statue von Michelangelo liegt nur einige Treppenstufen von unserem Hotel entfernt.

Bei einer Städtereise nach Rom darf natürlich eine Sehenswürdigkeit nicht fehlen: Das Kolosseum. Das Wahrzeichen der Ewigen Stadt wird gerade einer Generalüberholung unterzogen, denn das antike Amphitheater weist deutliche Spuren des Verfalls auf. Aber wir können aufatmen: Denn während der Restaurierung bleibt das Kolosseum weiterhin zugänglich. Dank einer Gruppenanmeldung dürfen wir, ohne Wartezeit, den spektakulären Bau von innen genauer unter die Lupe nehmen.
*Tipp: Bei Sonnenaufgang das Kolosseum umrunden. Um diese Zeit ist es menschenleer und das Licht taucht das Gebäude in eine besondere Stimmung.
Colloseum außen 2Colloseum Innen 3Colloseum Innen 2PalatinColloseum Innen 4

Bei 20-25 Grad Sonnenschein pur herrscht in der Gruppe eine heitere Stimmung. Wir stimmen spontan das Badnerlied an, inmitten der gewaltigen Bauten des Forum Romanums! Es liegt in einer Senke zwischen den drei Stadthügeln Kapitol, Palatin und Esquilin und war der Ort vieler öffentlicher Gebäude und Denkmäler.
In einem Cafe auf dem Kapitolhügel freuen wir uns auf einen stärkenden Snack und genießen die Weitsicht auf die Stadt. Weiter geht’s an der bronzenen Wölfin mit Romulus und Remus vorbei, zum kapitolinischen Museum.
*Tipp: Das fotografieren im Museum ist nicht erlaubt. Nehmen Sie trotzdem Ihre Kamera mit. Denn das Fotografieren aus den Fenstern ist gestattet und Sie haben einen grandiosen Blick auf das Forum!
Forum RomanumForum Romanum 3 Forum Romanum 4Forum Romanum (2)

Über den Piazza Venezia in schöner Abendbeleuchtung spazieren wir gemütlich zurück zum Hotel und freuen uns auf das wohl verdiente Abendmenü (im Rahmen der Halbpension).
Piazza Venezia

4. Tag

Per Bus fahren wir zum Vatikan und Herr Karl führt uns durch das Getümmel zu unserem Treffpunkt mit Irmgard. Sie ist eine vom Staat der Vatikanstadt autorisierte Museumsführerin und wird uns durch die riesigen Vatikanischen Museen begleiten. Ein Besuch in der berühmten Sixtinische Kapelle sowie eine ausführliche Besichtigung des Petersdoms dürfen natürlich nicht fehlen.

Vatikanische Museen (4) Vatikanische Museen (3)Vatikanische Museen Vatikanische Museen 2Vatikanische Museen (2)

Sankt Peter im Vatikan, im deutschen Sprachraum meist Petersdom genannt. Der Petersdom ist eines der größten Kirchengebäude der Welt. Die Proportionen des Innenraumes erwecken allerdings durch die überproportionierte Gestaltung der Statuen, Säulen, Bilder und Altäre den Eindruck der starken Verkleinerung beim Besucher.

Peterskirche Peterskirche 3 Petersplatz

Am Nachmittag haben wir Freizeit und Herr Karl legt uns die Besichtigung der Petersdom Kuppel ans Herz. Selbst mit Aufzug sind es immer noch rund 300 Stufen: Dennoch lohnt der Aufstieg auf Michelangelos Kuppel unbedingt!

5. Tag

Die Villa Borghese zählt zu den berühmtesten und wertvollsten privaten Kunstsammlungen der Welt. Herr Karl bekommt Unterstützung von Frau Jäger (ebenfalls langjährige Reiseleiterin bei Hirschreisen). Wir teilen uns in zwei Gruppen auf und bestaunen u.a. die Werke von Bronzino Caravaggio, Leonardo da Vinci, Raffael, Rubens, Tizian, Guido Reni und Canova. Definitiv ein sehenswertes Highlight ist die lebensgroße barocke Marmor-Skulptur von Gian Lorenzo Bernini zwischen 1622 und 1625 von Apollo und Daphne.

Nach einem Spaziergang durch den großzügigen Park der Villa kommen wir an der Piazza del Popolo an und sind beeindruckt von der grandiosen Aussicht auf die Stadt. Auf der spanische Treppe haben wir eine einziges Mal während der gesamten Reise etwas Pech, werden vom Regen überrascht und flüchten in die Metrostation! Nach 5 Minuten haben wir bereits wieder Sonnenschein und genießen den frühen „Feierabend“ um 13 Uhr.

Tip: Espresso al banco – Im Stehen an der Bar. So trinkt der Italiener seinen Espresso am liebsten, ein schneller Schluck kräftiger Wachmacher mit ordentlich Robusta. Danach sind Sie wieder fit für weitere Erkundungen!Piazza del PopoloBettina in Rom 2013 549Spanische Treppe 2

6.Tag

In der Vatikan-Tiefgarage herrscht Gedränge von zahlreichen Reisebussen und Menschen. Neben der Anspannung die Gruppe nicht zu verlieren, sind die Papst-Fähnchen-Verkäufer die zweite Herausforderung! Wir wühlen uns durch das Gedränge auf dem Peterplatz und finden ein nettes Plätzchen wo die ganze Gruppe gemütlich stehen kann. Schätzungsweise 80.000 Menschen warten auf den Beginn der Audienz des argentinischen Papstes Franziskus.
Aufruf der Pilgergruppen. Kleine Gruppen winken und pfeifen. Durchsage:

 „Studiengruppe Karlsruhe“

 Wir sind überrascht, freuen uns aber sehr und schwingen ebenfalls unter Gejubel unsere Fähnchen in die Luft! Die ausgelassene Stimmung hält an, nicht zuletzt weil wir neben einem 2-Minuten-Schauer wieder mal mit Sonnenschein „gesegnet“ sind. Zudem fährt der Papst zu Beginn durch die Reihen, küsst Kinder, schüttelt Hände und fährt sogar bis in die letzten Reihen, direkt an uns vorbei!

Als Alternative, um dem Getümmel der Papstaudienz zu entgehen, sind einige Kunden zur nahe gelegenen Engelsburg (auch unter dem Namen Castel Sant’Angelo bekannt) gegangen. Während der langen Jahren seiner Existenz nutzte man das Gebäude zuerst als Mausoleum, dann wurde es Teil der Stadtmauer und später Festung, bevor es die päpstliche Residenz und schließlich eine Kaserne und ein Militärgefängnis wurde. Aktuell ist es ein nationales Museum und definitiv einen Besuch wert! Papstaudienz 2 Papstaudienz (2) Rom 2013 611
Am Nachmittag haben wir drei Außen-und Innenbesichtigungen auf dem Programmplan.

Die Patriarchalbasilika „San Giovanni in Laterano“ Sitz des Bischofs von Rom und damit die Kathedrale von Rom. Basilika San Giovanni in Laterano Basilika San Giovanni in Laterano 2 Basilika San Giovanni in Laterano (2)

Die „Santa Maria Maggiore“ Kirche, welche aus dem fünften Jahrhundert stammt, bietet ein herrliches Inneres mit einer spektakulär vergoldeten Decke und verzierten Kapellen. Santa Maria Maggiore

Völlig zu Unrecht steht die Kirche „Santa Prassede“ im Schatten der benachbarten S. Maria Maggiore. Von außen fast nicht als Kirche zu erkennen, findet man im Inneren einige der schönsten byzantinischen Mosaike Roms! Santa Prassede

7.Tag

„St. Paul vor den Mauern“
Der Namensbestandteil „vor den Mauern“ deutet bereits darauf hin, dass die Kirche außerhalb des Stadtgebietes – in römischer Zeit durch eine in Teilen bis heute erhaltene Stadtmauer gekennzeichnet und vor allem befestigt – gelegen war. Neben dem Hauptheiligtum – der Grablege des Apostels Paulus – ist die Kirche berühmt für den Kreuzgang und die Abbildungen aller Päpste. St. Paul vor den MauernBettina Rom Reise 2013 Teil2 229 St. Paul vor den Mauern (3) St. Paul vor den Mauern (2)

Zum Abschluss fahren wir zur Ausgrabungsstätte Ostia Antica. Die gut erhaltene Bausubstanz ermöglicht einen erstaunlichen Einblick in die Lebensweise der Römer. Ostia Antica Ostia Antica (3) Ostia Antica (2)
Gegen Mittag geht es zurück nach Florenz zur Zwischenübernachtung

8.Tag

Staufreie Rückfahrt nach Karlsruhe.
Heimreise

Warum heißt es eigentlich „Rom – die ewige Stadt?“
weil … es schon Vergil (römischer Dichter 70-19 v.Chr.) durch den Gott Jupiter prophezeien ließ
weil … es die Hauptstadt des römischen Reiches war
weil … es schon vor 753 v. Chr. besiedelt war

…und nicht zuletzt weil man ewig wiederkommen will!

Das ausführliche Programm zur Reise finden Sie unter https://www.hirschreisen.de/staedte-regionen/studienreisen-rom/