Veröffentlicht am Autor , Jürgen Holzinger

Oslo und Norwegens schönste Fjorde

Vorab einige Stichpunkte die in Kürze die Reise beschreiben

  • Land der Tunnel – 900 Tunnel gibt es hier und auch den mit 24,5 km längsten Straßentunnel der Welt
  • Land der Fjorde
  • Land der Wikinger
  • Land der Trolle
  • Land der Stabkirchen
  • Land der Wasserfälle
  • Größter Gletscher auf dem europäischen Festland
  • Spektakuläre Ausblicke (Stalheimhotel, Dalsnibba, Trollstigen)
  • Auf der Olympiaschanze von 1994 (in Lillehammer) die Schanze runter

1. Tag – Auf nach Norden
Fast alle Mitreisenden haben sich zu sehr früher Stunde um 5:30 Uhr am Busbahnhof in Karlsruhe einge­funden. Das Verstauen des Gepäcks geht flott voran sodass Herr Behrends um 5:42 Uhr losfahren kann. Er und seine Frau Birgit Krämer werden uns in den nächsten 10 Tagen vorzüglich „betreuen“. Am Rasthof in Bruchsal, beim ADAC in Mannheim und am Rasthof Gräfenhausen steigen jeweils weitere Gäste zu. Die letzten beiden Mitreisenden kommen in Kiel dazu. Somit sind wir dann 34 Reiseteilnehmer plus Fahrer, Reiseleiterin Birgit Krämer und deren Sohn Jan.

Gegen 8:30 machen wir am Rasthof Reinhardshain eine Frühstückspause. Ohne größere Staus kommen wir auch bis zur Raststätte Hannover-Wülferode wo wir Mittagspause machen. Dann verlässt uns aber das Glück. Wenige Kilometer später müssen wir erkennen dass alle Wege nach Norden verstopft sind. Für die nächsten 25 km brauchen wir 2 ½ Stunden.  Es ist bereits 16:00 Uhr als es wieder etwas schneller läuft. Der Großraum Hamburg in dem es immer Staus gibt liegt aber noch vor uns. Um 17:00 Uhr erreichen wir die Aussenbezirke Hamburgs. Einige Telefonate zwischen Frau Krämer, Herrn Hirsch und Stena Line finden nun statt. Am Horster Dreieck entscheiden wir uns für die gemäß dem Internet weniger staubelastete A1 die nicht quer durch Hamburg führt sondern nur am Ostrand entlang. Im Reisebüro in Karlsruhe wird bereits am Plan B gearbeitet da die Wahrscheinlichkeit immer größer wird dass wir die Fähre nicht mehr erreichen. Wir haben dann aber auf den letzten 70 km auch mal Glück und kommen um 18:48 Uhr am Fähranlieger an. Vor drei Minuten hätte die Fähre bereits ablegen sollen. Mit der Stena Line war bereits telefonisch geklärt worden, dass die ganze Gruppe im Bus auf die Fähre Stena Scandinavica fährt. Sicherheitskontrolle und Ausgabe der Bordkarten erfolgt im Bus.

Kaum sind wir auf dem Schiff geht die große Heckklappe zu und die Fähre legt ab. Der Blutdruck einiger Teilnehmer sinkt wieder und auch der Reiseleitung sowie der Familie Hirsch fällt sicher ein Stein vom Herzen. Unser Dank gebührt natürlich auch besonders Herrn Behrends der uns trotz aller Widrigkeiten routiniert und sicher hierher gebracht hat. Es bleibt keine Zeit für einen Rundgang, wir gehen gleich zum Buffet da wir für die erste Sitzung eingeteilt sind und diese startete bereits um 18:45 Uhr. Nach dem Essen genießt man noch die frische Luft an Deck.

Am ersten Tag haben wir 740 km zurückgelegt.

2. Tag – Entlang der Schärenküste nach Oslo

Wir fahren inzwischen durch den Göteborger Schärengarten der aus vielen kleinen und kleinsten felsigen Inseln besteht. Zum Teil sind sie bewohnt.

Vor dem Hafen in Göteborg kommt uns die Stena Danica entgegen. Sie pendelt zwischen Frederikshavn und Göteborg.

Bevor wir anlegen, müssen wir noch unter der Älvsborgsbron Hängebrücke hindurch. Sie ist 933 m lang und hat eine Spannweite von 418 m und eine Durchfahrtshöhe von 45 m.

Pünktlich um 9:30 Uhr legen wir an und die Bugklappe wird geöffnet.

Um 9:50 Uhr startet unsere Rundfahrt auf skandinavischem Boden. Neben der Tjörbron Brücke machen wir nach einer Stunde eine Kaffeepause und genießen die tollen Eindrücke der Umgebung.

Die Tjörnbron Brücke ist 664 Meter lang, 15 Meter breit, hat eine Spannweite von 386 Metern und eine Durch­fahrtshöhe für Schiffe von 43 Metern. Die heutige Brücke wurde am 9. November 1981 eröffnet. Sie gehört zu einem mehrteiligen Brückensystem an Schwedens Westküste.

Nach kurzer Rast geht es weiter.

Bis 12:45 Uhr kommen wir flott voran, auf der vierspurigen Straße ist kaum Verkehr.
Doch dann stoppt es schlagartig. 100 m vor uns hat es einen Unfall gegeben an dem anscheinend nur ein Fahrzeug beteiligt ist. Kurz darauf schlagen Flammen aus dem PKW. Wir müssen nun warten bis mehrere Löschfahrzeuge der Feuerwehr, ein Krankenwagen, der Abschlepper und die Polizei hier sind.
Erst nach 2 ½ Stunden kommen wir hier weiter. Der Svinesund den wir hier überqueren stellt die Grenze zwischen Schweden und Norwegen dar.

Kurz nach 16 Uhr machen wir eine verspätete Mittagspause mit Würstchen, Brot, Senf und Gurke auf einem großen Parkplatz bei Ryggebyen. Wir kommen so erst nach 17 Uhr in Oslo an.

Das neue Munch-Museum hier in Oslo ist aufgrund seiner Architektur und Lage am Hafen eines der am kontrovers diskutiertesten norwegischen Bauprojekte.
Der Bau des Museums begann 2015 und wurde vor allem im Herbst 2016 intensiv vorangetrieben. Innerhalb von 33 Tagen wurde der Betonkern mithilfe einer Gleitschalung 60 Meter hochgezogen. Das Gebäude hat 12 Etagen und ein Untergeschoss mit 3 Etagen. Das hochmoderne Design – mit seiner dominanten Form und Glasfassade – und der Standort neben der neuen Oper war Thema vieler Diskussionen und eines jahrelangen Streits, der letztendlich beigelegt werden konnte.

Nach einer kurzen Rast geht es weiter zum Vigelandpark. Um die späte Uhrzeit ist hier nicht mehr so viel los.

212 Stein- und Bronzeskulpturen des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland, die in den Jahren von 1907 bis 1942 entstanden sind werden hier gezeigt. Zahlreiche Skulpturen symbolisieren den Kreislauf des menschlichen Lebens.

Anschließend geht’s zum Hotel. Durch die vielen Umleitungen und Einbahnstraßen ist das nicht so einfach. Heute haben wir 340 km zurückgelegt.
Nach dem Abendessen gehen wir zum Hafen. Dieser liegt nur ein paar Minuten entfernt.

Am Freitagabend ist in den Lokalen ordentlich was los. Die Temperaturen betragen noch knapp 20 Grad.
Das Rathaus erscheint unter der abendlichen Beleuchtung ganz ungewohnt.

3. Tag – Auf der Museumsinsel
Das folgende Bild ist nicht in einer Bäckerei aufgenommen, sondern am Frühstücksbuffet in unserem Hotel.

Wir fahren zur Museumsinsel Bygdøy, wo wir als erstes das Wikingerschiffsmuseum besuchen. Wir sind die ersten die kurz nach der Öffnung des Museums reinkommen. Herausragend ist das Oseberg-Schiff, das mit seinem Begleitschatz als wichtigster Fund im nordischen Raum gilt. Es wurde im Jahre 1904 unter einem Grabhügel auf dem Oseberg-Hof gefunden.

Hier sehen wir das Gokstad Schiff aus dem späten 9. Jahrhundert. Es wurde im Schiffsgrab Gokstad­haugen bei dem Bauernhof Gokstad in Sandar, Vestfold, Norwegen entdeckt und 1880 ausgegraben.

Vom Parkplatz der Museen aus können wir das Schiff erkennen mit dem wir am kommenden Freitag wieder zurück nach Kiel fahren werden.

Eröffnet wurde das Fram­museum am 20. Mai 1936. Das Museum wid­met sich der Geschichte der norwegi­schen Polarforschungsreisen, insbesondere den drei großen norwegischen Polarforschern Fridtjof Nansen, Otto Sverdrup und Roald Amundsen. Auch befinden sich im Museum Bilder der Fauna der Polarregionen, wie Polarbären und Pinguine. Den Mittelpunkt des Museums bildet das Forschungsschiff Fram. Besucher können das mit originalem Interieur ver­sehene Schiff besich­tigen. Fram ist das stärkste Holzschiff der Welt und ist am weitesten sowohl in den Norden als auch in den Süden vorgedrungen.

Die Fram wurde bei den drei berühmten Polarexpeditionen von Fridtjof Nansen (1893-1896), Otto Sverdrup (1898-1902) und Roald Amundsen (1910-1912) eingesetzt. Die Fram wurde 1892 gebaut und ist im Original mit gut erhaltener Einrichtung und Gegenständen ausgestellt.
Der Abschluss auf der Museums­halbinsel Bygdoy ist der Besuch des Kon-Tiki-Museums. Es stellt Objekte von Thor Heyerdahls Expeditionen und Forschungen aus. Gezeigt werden das originale Floß Kon-Tiki, ein Floß aus Balsaholz, mit dem der Norweger Thor Heyerdahl 1947 von Lima aus über den Pazifik segelte.

Er wollte damit beweisen, dass die Besiedlung Polynesiens von Südamerika aus mit den technischen Möglichkeiten des präkolumbischen Perus vor der Zeit der Inka möglich war. Karten und Geräte der Expedition, die restaurierte Ra II (ein Papyrusboot), Exponate zur Meeresforschung, Modelle der drei Typen von Höhlen der Osterinsel sind zu sehen.

Nach dem Museumsbesuch geht es zurück zur Innenstadt.
Nach wenigen Minuten fängt es aber kräftig zu regnen an. Wir flüchten daher schnell in das Aker Brygge Einkaufszentrum.
Da es nicht aufhört zu regnen gehen wir auf schnellstem Weg ins Hotel zurück. Am späteren Nachmittag ist es dann glücklicherweise trocken. Wir können daher einen kleinen Stadtrundgang unternehmen. Zuerst in die Fußgängerzone, dann am Bahnhof vorbei zum Hafen.

4. Tag – über die Hardangervidda
Heute Morgen geht es kurz nach 8 Uhr los.

Wir fahren zuerst zur Holmenkollen Schanze hoch von der man normalerweise einen herrlichen Blick über die Stadt Oslo und den Fjord hätte, doch wir sehen nur Nebel.

Nach kurzem Aufenthalt starten wir dann auf die nächste Etappe. Über Sandvika, vorbei an Honefoss und Gulsvik.

erreichen wir um 12 Uhr den Ort Fla. Es gab heute erfreulicherweise keinen Stau. Auf einem Parkplatz eines großen Einkaufszentrums machen wir eine Würstchenpause. Busse aus Schweden, Estland und Litauen machen hier auch eine kurze Rast.
Auf unserem weiteren Weg kommen wir an der Stabkirche Gol vorbei. Die Kirche die ursprünglich hier stand wurde 1882 zerlegt und nach Oslo verfrachtet da sie zu klein geworden war. Was wir heute hier sehen ist eine Mitte der 1990er Jahre errichtete Kopie.

Gute 10 km später erreichen wir den Ort Torpo. Hier ist die einzige erhaltene Stabkirche in der Provinz Hallingdal, die heute noch an ihrem Ursprungsort steht.

Sie wurde gemäß Untersuchung der Jahresringe auf um 1200 datiert und 1310 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ist vermutlich der Nach­folge­bau einer früheren Holz­kirche. Die Kirche wurde in ihrer Geschichte stark. Die Kirche hatte früher einen Laubengang, einen schmalen Chor und vermutlich eine Apsis. Heute hat sie eine turmartige Erscheinung.

Im folgenden Bild werfen wir einen Blick auf die Pisten des Wintersportorts Geilo.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Gäste hierher. Im Laufe der Jahre wurde es eines der bedeutendsten Wintersportzentren Skandinaviens. Erste Abfahrten fanden 1935 statt. Doch die geringen Höhenunterschiede machten den Ort vor allem zu einem Zentrum für Langlauf.
Westlich von Geilo erstreckt sich Europas größte Hochebene, die tundraartige Hardangervidda. Hier oben ist es herbstlich kühl.

Im nächsten Bild sehen wir den Sysendammen. Es ist einer der größten Steindämme Norwegens. Der Staudamm ist 1.160 m lang und 81 m hoch. An der Basis misst er 248m. Er besteht aus 3,6 Millionen m3 Stein und Schotter.

Er hat ein Fassungsvermögen von 450 Mio. m3. Bei einer Fallhöhe bis zu den Turbinen von 66 m können im Jahr bis zu 1.115 GWh Strom erzeugt werden. Unzählige dieser Wasserkraftwerke tragen auch dazu bei dass in Norwegen über 98 % der Energie aus Wasser gewonnen werden, in Deutschland dagegen sind es weniger als 5 %. Der große Vorteil der Wasserkraft im Gegensatz zu Stromgewinnung per Wind oder Solar­zellen ist die sehr hohe Zuverlässigkeit. Wenig Sonne und wenig Wind spielen hier keine Rolle.

Hier oben gibt es eine Vielzahl von Wochenend- oder Ferienhäusern. Viele davon sind aber nur im Winter belegt.
Ein weiterer Höhepunkt des heutigen Tages, der berühmte Doppelwasserfall Voringsfossen, ist leider vom dichten Nebel verhüllt. Seine Fallhöhe beträgt 183 m, die größte Freifallstrecke des Wassers 145 m. Er zählt zu den meist besuchten Attraktionen Norwegens.
Innerhalb weniger Kilometer führt die Straße nun bis auf Meeresniveau hinunter. Hierbei fahren wir durch verschiedene Tunnel, sogar ein Kehrtunnel ist dabei.
Bei Eidfjord erreichen wir das Ende des weitverzweigten Hardangerfjords. Wegen seines milden Klimas gilt er als „Obstgarten“ des Landes! Die Ufer des tiefblauen Fjords sind von Obstplantagen gesäumt, dahinter hohe Berge und ein großartiges Gletscher-Panorama.

Über die 2013 erbaute Hardangerbrücke überqueren wir den Hardangerfjord und kommen nach Ulvik. Um 18:20 Uhr haben wir unser heutiges Ziel erreicht. Ab Karlsruhe waren es bis hier 1460 km, von Olso hier her waren es 370 km.
Auf dem Hotelparkplatz sind sieben Busse zu sehen, zwei weitere stehen wenige Meter entfernt. Im Speisesaal beim Abendessen und beim Frühstück ist „die Hölle los“.
Nach dem Abendessen machen wir einen kleinen Rundgang durch den Ort.

5. Tag – Auf nach Bergen

Am nächsten Morgen kurz vor 7 Uhr:

Wir starten um 8:45 Uhr. Herr Behrends nimmt die idyllische Nebenstrasse 7 über Kvanndal.

Bei einem Obsthof machen wir eine Rast. Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen gibt es in diesem Gebiet keine mehr, nun sind ver­schiedene Pflaumen und Äpfel reif. Es gibt verschiedene Obstkuchen und „Lefser“, ein norwegischer Pfannkuchen mit Cremefüllung.
Gut gestärkt geht es weiter.
Auf unserem weiteren Weg am Hardangerfjord entlang sehen wir die runden Abgrenzungen der Fisch­züchtereien die hier Lachse großziehen.
Nach nicht einmal 30 Minuten steht eine Besichtigung an, ein Wasserfall unter dem man durchlaufen kann, der Stein­dalsfossen. Er ist einer der meistbesuchten Wasserfälle Norwegens. Er ist Teil des Flusses Fosselva und hat eine Höhe von ca. 50 m. Ein Weg führt hinter den Wasserfall, so dass Besucher zwischen Fels­wand und Wasser gelangen können. Der Wasserfall ent­stand 1699 dadurch, dass der Fluss seinen Lauf änderte. 

Nach dieser Besichtigung geht’s weiter Richtung Bergen. Leider beginnt auch wieder der Regen.

Kurz vor 13 Uhr erreichen wir Bergen. Im Hafen liegen die Aida Perla und die Viking Jupiter, wir sind also nicht die einzigen Touristen hier.
Wir beginnen die Besichtigung in der Hakonshalle, einem Gebäude im Königshof der Teil der Festung Bergenhus ist. Sie wurde bereits in den Jahren 1247 bis 1261 errichtet.

Unser nächstes Ziel ist die Marienkirche, früher auch Deutsche Kirche genannt. Es ist eine romanische Basilika, die um 1130 nach dem Vorbild des Speyerer Doms aus Naturstein erbaut wurde.
In den meisten Reiseführern kann man lesen, dass die Kirche das älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt ist. Jedoch gehen Archäologen davon aus, dass eine unscheinbare Kapelle in der Innenstadt von Bergen nahe dem Busbahnhof einige Jahre zuvor erbaut wurde.

Als nächstes steht natürlich das Hanseviertel Bryggen oder Tyskebryggen (Deutsche Brücke) besteht aus den ehemaligen Handelskontoren der Hanse in Bergen an. Nachdem die Stadt Bergen, im Jahre 1070 gegründet, ein zunehmend wichtiger Umschlag­platz für getrockneten Fisch aus dem Norden des Landes und Getreide aus dem Ostseeraum geworden war, errichtete die Hanse dort im Jahr 1343 eine erste Handelsniederlassung. Da Kontore keine selbständigen Mitglieder der Hanse sein konnten, wurde die Niederlassung der Hansestadt Lübeck untergeordnet. 1365 wurde die Deutsche Brücke dem Hansetag unterstellt.

Um Brände in dem eng gebauten Viertel zu vermeiden, waren alle Gebäude unbeheizt. Die einzigen geheizten Räume befanden sich in den rückwärtig gelegenen Schøtstuene, welche den Hanse­kaufleuten auch als Versammlungs- und Gerichtsraum dienten.

Beim großen Brand im Jahr 1702 wurden fast alle Gebäude, die größtenteils aus Holz gebaut waren, vernichtet. Es folgte jedoch ein Wiederaufbau im alten Stil. 1901 wurde ein Teil der südlichen Häuserzeile abgerissen und in Ziegelbauweise, aber mit den Giebeln im alten Stil neu errichtet.
Seit 1979 steht das Hanseviertel Bryggen mit seinen etwa 60 Gebäuden auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO und gilt als bedeutendste historische Sehenswürdigkeit Bergens.

Anschließend geht es zum Hotel das ca. 10 Minuten vom Hafen entfernt liegt. Da es nicht regnet machen sich die meisten zu einem Ausflug in die Stadt auf.
Mit dem Bus waren wir heute 340 km unterwegs. Leider beginnt es am frühen Abend wieder zu regnen.
Wir werfen hier einen Blick vom Empfangsbereichs des Hotels nach oben. Es gibt zahlreiche Zimmer deren Fenster nach innen gehen.

6. Tag – Warum die Fjorde so tief sind

Wenigstens können wir am nächsten Morgen die Koffer im Trockenen verladen.  Vor 8 Uhr geht es bereits weiter. Heute liegt die Costa Favolosa (kommt von Geiranger, nächster Hafen Stavanger) und die Aida Luna (von den Lofoten, Ziel ist Kiel) im Hafen. Wir nehmen die E16. Nach 1 ½ Stunden machen wir eine kleine Rast bei einer Bäckerei. Die Temperatur liegt bei 13 Grad.  Anschließend geht es weiter nach Voss. Hier besichtigen wir die Steinkirche aus dem Jahre 1277. Die Kirche ist dem Erzengel Michael gewidmet und war wahrscheinlich Hauptkirche eines großen Gebietes.

Die Hauptattraktion der Kirche ist der schwebende Engel mit dem Taufbecken.

Nach 30 Minuten geht’s weiter – zum nächsten Wasserfall, zum Tvindefossen. Der Parkplatz ist von den Bussen der Kreuzfahrt­passagiere der in Bergen oder Flam liegenden Schiffe belegt. Glücklicherweise fahren die ersten aber bereits weiter.
Der mehrstufige und mehrstrahlige Wasserfall erreicht eine Höhe von 110 m.

Als nächstes kommen wir nach Stalheim. Der Ort selbst wird durch das gleichnamige Hotel dominiert und ist für die 1842–46 erbaute, von der östlichen Seite steil hinaufführende Straße, die Stalheimskleiva mit ihren 13 Haarnadelkurven berühmt. Inzwischen können die Fahrzeuge auf dieser Strasse (bis 18%) nur noch talwärts fahren. Seit 1865 der Ort Gudvangen auch mit dem Dampfschiff erreicht werden konnte, wurde Stalheim für den Massentourismus wichtig. Pferdefuhrwerke brachten die Touristen zu diesem landschaft­lich sehr reizvollen Ort. Als berühmteste Gäste im Hotel gelten der deutsche Kaiser Wilhelm II., der hier 25 Sommer am Stück verbrachte, sowie der schwedisch-norwegische Unionskönig Oskar II., an die jeweils ein Gedenkstein erinnert. Das Hotel von dessen Terrasse wir die nächsten Bilder machen brannte in den letzten über 100 Jahren mehrfach ab. Das derzeitige Hotel wurde 1960 errichtet und ist aus Brandschutzmaß­nahmen das erste, das nicht hauptsächlich aus Holz, sondern aus Beton errichtet wurde.

Kurz nach 12 Uhr erreichen wir dann den Anleger in Gudvangen. Hier sind bereits ca. 20 andere Busse die darauf warten dass mit einem der hier anlegenden Schiffe ihre Passagiere ankommen. Wir legen hier eine Würstchenpause ein, heute gibt es Weisswürste mit Süssem Senf.

Im folgenden Bild sieht man zwei Schiffsgenerationen zwischen denen 50 Jahre liegen. Links sehen wir das

Elektroboot mit dem wir fahren werden, rechts die Showtime aus dem Jahre 1966. Beide pendeln zwischen Gudvangen und Flam hin und her. Seit Mai 2018 ist das neue Elektroboot in Dienst. Die 42 Meter lange und 15 Meter breite Elektro-Fähre mit einem Rumpf aus Kohlenstofffasern bietet Platz für 400 Passagiere. 

Angetrieben wird die Fähre von zwei E-Maschinen mit jeweils einer Leistung von 450 kW. Die Energie stellt ein Batteriepaket mit einer Kapazität von 1.800 kWh bereit. Rund 16 Knoten (ca. 30 km/h) kann die Elektro-Fähre maximal erreichen. Die Reichweite wird mit 55 Kilometern angegeben.

Um den Akku wieder aufladen zu können, baute das Unternehmen „The Fjords“ gleich die passende Docking-Station mit auf. Dieses Dock verfügt über einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 2.400 kWh. Innerhalb von nur 20 Minuten soll so der Akku der Fähre wieder aufgeladen werden können.

Um 14 Uhr legen wir ab.

Auf der zweistündigen Fahrt durch Nærøy- und Aurlandsfjord sehen wir unzählige Wasserfälle. Zusammen mit dem Geirangerfjord wurde der Nærøyfjord am 14. Juli 2005 in die Liste der Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen. Sie gelten als die mit Abstand schönsten Fjordlandschaften der Welt und sind als typisches Beispiel für alle Fjorde der Welt anzusehen

An seiner schmalsten Stelle ist er nur 250 m breit – bei bis zu 1760 m hohen Wänden ist es damit nicht verwunderlich, dass der Fjord mit einer Gesamtwasserfläche von „nur“ 709 km² als einer der spektakulärsten Fjorde Norwegens angesehen wird.

Kurz nachdem wir dort anlegen kommt auch ein Zug der Flåmsbana an. Dies ist eine eingleisige normalspurige Nebenstrecke der norwegischen Bergenbahn. Sie führt vom 866 Meter hoch gelegenen Myrdal hinunter durch das Flåms­dalen nach Flåm. Sie hat eine Länge von 20 km. Obwohl auf der Strecke nur 40 km/h erlaubt sind ist an jedem Ende des Zuges eine 200 km/h schnelle Lokomotive von Adtranz/SLM angekoppelt.

Um 16 Uhr geht es weiter. Wir fahren durch den Lærdalstunnel. Mit 24,51 km ist er der längste Straßentunnel der Welt. Mit seinem Bau wurde am 15. März 1995 begonnen, am 3. September 1999 erfolgte der Durchstich und am 27. November 2000 die Verkehrsübergabe

Besonderheiten an diesem Tunnel sind die innovative Art der Beleuchtung sowie die absichtlich leicht kurvige Streckenführung, die die Fahrer vor Ermüdung schützen und die Konzentration fördern sollen, wodurch auch die Verkehrssicherheit erhöht wird.

Kurz hinter dem Tunnel erreichen wir die Fähre in Fodnes.

Wir haben Glück, alle wartenden PKWs, drei Busse und zwei Tankzüge passen auf die Fähre. Knapp 15 Minuten später sind wir auf der anderen Seite des Fjords in Manheller.

Um 17:35 sind wir dann im Hotel in Sogndal. Mit dem Bus haben wir heute nur 240 km zurückgelegt. Wir kamen dabei aber durch 39 Tunnel!

Leider sind auch hier bereits einige andere Busse da und zwei kommen später noch.

Trotz der vielen Gäste (von fünf Bussen) gibt es weder beim Büffet am Abend noch beim Frühstück Probleme mit Schlangestehen.  

7. Tag – Mächtige Gletscher

Um 8:30 Uhr geht es los. Wir sind keine halbe Stunde unterwegs, da haben wir bereits unser erstes Ziel, das Fjaerland Gletschermuseum, erreicht. Wir sind die ersten Gäste heute Morgen. Wir schauen uns als erstes den atemberaubenden Panoramafilm über den Jostedalsbreen an, den größten Gletscher auf dem europäischen Festland. Bei vielen Aufnahmen meint man der Kinosaal bewege sich mit den Bildern.

Auf unterhaltsame und spannende Weise werden ferner Fragen, wie „Was ist ein Gletscher?“, „Warum ist Gletschereis blau?“, „Wie entstehen Fjorde?“, „Was können Gletscher uns über das Klima sagen?“ und „Warum ändert sich das Klima?“ beantwortet. Nach einer Stunde geht’s weiter. Wir sehen grüne Landschaften, viele Wasserfälle und dann wieder Ausblicke auf die Gletscher, die hier in einer Höhe von knapp über 1800 m liegen.

Wir treffen heute mehrfach auf lebende Verkehrshindernisse die davon ausgehen dass ihnen die Straße gehört. Leider war nie ein Elch oder ein Rentier dabei.

Über Skei und Utvik erreichen wir Olden. Hier zweigen wir von der Hauptstrasse Nr. 60 ab und fahren nun auf einer meist nur einspurigen Straße durch das Oldendales Richtung Fjällgasthof. Wegen eines störrischen Busfahrers aus Schweden dauert es an einer Stelle über 15 Minuten bis die zwei Busse und zahlreiche Camper aneinander vorbeikamen.

Der Briksdalsbreen in Norwegen ist ein westlicher Nebenarm des größten Festlandsgletschers in Europa, des Jostedalsbreen. Er liegt im Gebiet der Gemeinde Stryn im Norden der Provinz Sogn og Fjordane nördlich des Sognefjords im Jostedalsbreen-Nationalpark. Der höchste Punkt des Briksdalsbreen liegt etwa 1900 m über dem Meer. Der Gletscher endete bis 2008 in 346 m Höhe in einem kleinen Schmelzwassersee, Briksdalsvatnet. Seitdem hat er sich weiter zurückgezogen.

Hier beginnen wir nun unsere einstündige Wanderung bis zu diesem See. Es sind etwas über 3 km zu gehen. Unterwegs sehen wir immer wieder Hinweisschilder wann der Gletscher noch wohin reichte. Aber auch hier im hohen Norden gehen die Gletscher deutlich zurück.

Wir überqueren den beeindruckenden Wasserfall Kleivafossen dessen Gischt für eine Abkühlung sorgt.

Nach der Rückkehr am Busparkplatz bleibt noch Zeit für eine schnelle Stärkung. Um 14:40 Uhr geht es weiter. Auch auf der Rückfahrt gab es eine Begegnung bei der es sehr eng herging. Nach einer halben Stunde sind wir in Olden zurück. Auf der Straße 15 geht es über Stryn weiter. Nach Folva steigt die Straße in mehreren Serpentinen an. Wir erreichen dabei die 1000 m Grenze.

Über dem Djupvatnet See sehen wir den Skjerdingdalsbreen (Gletscher).

Da wir zeitig dran sind und das Wetter trocken ist fahren wir auf den Aussichtsberg Dalsnibba hoch. Es gibt hier seit Juni 2016 eine neue Plattform, den Geiranger Skywalk. Die Norweger sagen dazu „Wahrscheinlich die phantastischste Aussicht der Welt – 1500 m hoch.“

Wir sehen hier den Ort Geiranger der fast 1500 m unter uns liegt, die Sapphire Princess die in wenigen Minuten hier losfahren wird und die Serpentinen des Adlerwegs.

Im nächsten Bild sehen wir den Weg den wir nachher nach Geiranger hinunter nehmen müssen. Auch dieser hat reichlich Serpentinen.

Kurz vor 18:00 Uhr stehen wir am Anleger in Geiranger und schauen nochmals nach oben.

Der Ort liegt von hohen Bergen umgeben am Ende des Geiranger­fjordes und hat etwa 250 Ein­wohner; in den Sommermonaten steigt diese Zahl auf bis zu 2000 Einwohner an. Die Einwohner leben fast ausschließlich vom Tourismus, es kommen neben den Hurtigruten-Schiffen jährlich bis zu 200 Kreuzfahrtschiffe im Geiran­gerfjord und somit in Geiranger an. In den Winter­monaten ist der Fjord nicht beschiffbar, da von den umliegen­den Bergen Lawinen abgehen, die dann hohe Wellen verursachen.
Nachdem die Fähre angelegt hat und die Fahrzeuge runtergefahren sind können wir zu Fuss auf die Fähre gehen, wenige Minuten später folgt Hr. Behrends mit dem Bus.

Um 18:30 Uhr geht’s pünktlich los. Es ist die letzte Fähre des Tages.

Eine Fährüberfahrt auf dem berühmtesten Fjord der Welt nach Hellesylt dauert etwas mehr als eine Stunde. Neben den senkrecht abstürzenden Bergklippen und vielen Was­serfällen, sind es sicherlich die Errungen­schaften der Menschen, die auf den vielen, heute verlassenen Gehöften gelebt und gearbeitet haben, die am meisten beeindrucken. Legenden gibt es viele und die Geschichte ist zum Greifen nah. Einige der Gehöfte wurden bis in die 1950er und 60er Jahre betrieben. An den passenden Stellen gibt es jeweils Erläuterungen hierzu.

Manche der heute teilweise restaurierten Gehöfte und Almhütten waren früher nur über Leitern zugänglich. Dennoch lohnte sich die Landwirtschaft damals in dieser Gegend, da durch das milde Klima mit (im Sommer) fast 24 Stunden Sonneneinstrahlung am Fjord sogar südländische Früchte, wie Aprikosen, geerntet werden konnten. Heute zählen die Höfe zu den wichtigsten kulturhistorischen Stätten der Region. Die Organisation „Freunde des Storfjords“ sorgt mit großem Engagement dafür, dass diese Höfe restauriert und erhalten werden konnten.

Im Hochsommer sind vom Wasserfall „Sieben Schwestern“ leider nur vier zu sehen.

Kurz vor 19:30 sehen wir den Ort Hellesylt. 15 Minuten später legen wir an und können auf die letzte Etappe von 30 km und zwei Tunneln am heutigen Abend starten. Wir haben heute 300 km zurückgelegt.

Um 20:15 Uhr sind wir dann wohlbehalten am Hotel eingetroffen. Es ist nur ein weiterer Bus auf dem Parkplatz. Die Koffer schnell aufs Zimmer gebracht und dann zum Essen. Heute gibt es ein festes Menü.

Kurz vor 22 Uhr ist immer noch Betrieb am Anleger. Er ist nur wenige Meter vom Hotel entfernt. Die letzte Überfahrt startet hier um 23 Uhr.

8. Tag – Wo die Wälder ewig singen

Am nächsten Morgen werden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt. Nach dem Frühstück bleibt Zeit sich die Umgebung etwas genauer anzuschauen.

Vom Hotel zum Hafen sind es nur ein paar Meter. Der Bus steht auf Position 1 für die Überfahrt um 08:50 Uhr. Zehn Minuten vorher legt die Fähre an.

Wir blicken hier in den Storfjord Richtung Norden.

Am Anleger in Liabygda geht es gleich weiter. Wir werfen nochmals einen Blick in die Richtung des Sunnylsvsfjords an dessen Ende Hellesylt liegt wo unsere Fähre gestern anlegte.

Wir fahren das Valldalen aufwärts in dem es große Erdbeerfelder gibt. Hier wachsen die nördlichsten Erdbeeren in Norwegen.

Langsam wird die Landschaft rauer. Auch der Birkenwald verschwindet allmählich. Die Bäume werden immer kleiner.

Auch hier treffen wir wieder auf Schafe die lieber auf der Straße als im Gras laufen wollen. Kurz nach 10 Uhr treffen wir auf der Passhöhe der Trollstigen ein. Wir sind hier nicht die einzigen. Wir machen einen Spaziergang auf dem neu angelegten „Aussichtsweg“.

Wir sehen hier einen Teil der 11 Haarnadelkurven über die man eine Höhendifferenz von 405 m zurück-legt. Die Straße wurde am 31. Juli 1936 nach achtjähriger Bauzeit von König Haakon VII. für den Verkehr freigegeben. Sie ist auch heute noch nur wenige Meter breit, manchmal fast einspurig, so dass man entgegenkommenden Fahrzeugen ausweichen muss. Wegen des schroffen Geländes gibt es kaum Möglichkeiten anzuhalten.

Hier oben auf dem Parkplatz sieht man wieder einige Busse mit Passagieren von Kreuzfahrt­schiffen die in Geiranger oder Andalsness vor Anker liegen.

Der 1462 m hohe Bispen ist auf dieser Seite des Steigs der höchste Gipfel.

Kurz nach 11 Uhr geht’s nun los, den „Trollsteig“ auf der Talfahrt zu bezwingen.

Wir können diese Engstellen ohne große Probleme überwinden und kommen nach einer halben Stunde im Raumatal an. Wir fahren Flussaufwärts weiter, immer parallel zur Rauma­bahn, einer eingleisigen, nicht elektrifizierten Eisenbahnstrecke die von Andalsnes bis Dombas führt in das wir später auch noch kommen.

Die Felswand Trollveggen (dt. „Trollwand“) ist Europas höchste Steilwand. Mehrere Kletterrouten führen durch die Wand. Eine dieser Routen ist die „Trollryggen“-Route, die längste Kletterroute Europas.
Die Trollwand gehört zum Gebirgsmassiv Trolltindene in der Kommune Rauma. Die Felswand ragt 1700 Meter über die Talsohle. Der senkrechte Teil der Wand ist bis zu 1000 Meter hoch und hängt bis zu 50 Meter über.
Die „Trollryggen“-Route ist mit 3,5 km die längste Kletterroute Europas und die erste Route Norwegens, die eine Übernachtung in der Felswand erforderlich machte. Die Trollwand selbst galt lange Zeit als unbezwingbar, doch 1965 gelang es einem norwegischen und einem englischen Team, die Wand innerhalb von 14 Tagen zu durchsteigen, wobei das norwegische Team einen Tag früher am Gipfel war.

Hier haben wir auch den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht.

Wir machen hier nur eine kurze Rast und dann geht es weiter bis zum Wasserfall Slettafossen. Wir schauen uns zuerst den Wasserfall an.

Anschließend werden wir mit einem Norwegischen Buffet überrascht.

Es gibt Elch- und Rentierwurst, Trockenfisch, zweierlei norwegischen Käse, norwegische Tomaten, Kaviar in der Tube, Molte­beermarmelade, Oliven, verschiedene Brotsorten, darunter auch das hauchdünne Flatbrod. Der Wein kommt natürlich nicht von hier, den könnte man nicht bezahlen.

Wir hatten hier mit dem Wetter unheimlich Glück, in den letzten Tagen wäre das Picknick nicht ganz so trocken gelungen.

Das folgende Bild zeigt unsere Gastgeber im Namen der Familie Hirsch.

Herzlichen Dank für die tolle Überraschung.

Gut gestärkt geht es nach 90 Minuten weiter. Bei Dombas verlassen wir das Raumatal, es geht nun im Gudbrandstal weiter.

Die Stabkirche zu Ringebu ist unser nächster Besichtigungs­punkt. Sie ist eine der größten der noch erhaltenen 28 norwegischen Stabkirchen. Die Kirche wird heute immer noch für den Gemeindegot­tesdienst benutzt.

Der älteste Teil der Kirche wurde um das Jahr 1220 als Stabkirche auf der Grund­fläche einer älteren Kirche errichtet.

Den charakteristischen roten Dachreiter sowie das neue Querschiff erhielt die Kirche bei einem Umbau 1630.

Nach der Besichtigung geht es weiter nach Lillehammer. Hier waren 1994 die Olympischen Winterspiele. Wir fahren zur Skisprungschanze hoch. Jeder hat nun die Möglichkeit über unzählige Stufen von ganz oben bis zum Auslauf hinunterzusteigen. Die meisten von uns machen das auch.

Im Hintergrund sehen wir die Stadt Lillehammer und den größten See Norwegens, den Mjösasee. Er ist 117 km lang und bis zu 449 m tief.

Wir sehen links die Großschanze und rechts daneben die kleinere Schanze. Ganz rechts sieht man den „Stufen­weg“ den wir heruntergelaufen sind.

Wenige Minuten später um 17:30 Uhr sind wir im Hotel das nur wenige Minuten von der Fußgän­gerzone ent­fernt ist. Wir haben heute 340 km zurückgelegt.

9. Tag – Durch den Oslofjord

Auch am letzten Morgen auf norwegischem Festland heißt es zeitig aufstehen. Um 8:00 Uhr geht es los. Leider ist von dem schönen Wetter von gestern nichts mehr übriggeblieben. Die meiste Zeit regnet es auf dem Weg nach Oslo. Wir fahren hier auch durch eine über 40 km lange Baustelle. Heute haben wir Glück dass der sehr lange Stau in den Außenbezirken von Oslo auf der Gegenfahrbahn ist. Die Zeit reicht trotzdem nicht, nochmals auf den Holmenkollen hochzufahren, und bei dem Wetter macht das auch wenig Sinn. Wir fahren daher direkt zum Anleger der Color Line.

Der Sektumtrunk findet somit hier statt.

Wir müssen nun fast 90 Minuten warten, denn das Boarding startet erst um 13:15 Uhr.

Nachdem wir die Color Fantasy betreten haben erkennt man sehr schnell, dass es sich hier mehr um ein Kreuzfahrtschiff als um eine Fähre handelt. So wird sie auch von der Reederei verkauft: Kreuzfahrtschiff mit Autodeck.

Das Schiff hat eine Gesamthöhe von 60,3 m, eine Länge von 202,7 m und ist in 15 Decks unterteilt. Die Fähre ist mit 2.667 Betten in 966 Kabinen unterschiedlicher Kategorien ausgestattet und für 2.750 Passagiere zugelassen. Sie bietet Stellplätze für 750 PKW und 1.700 Lademeter für LKW und Omnibusse. Der Unterhaltungscharakter, erkennbar an Ausstattungsdetails wie 10 Restaurants, Showtheater, Aqua-Badeland und Konferenzdeck, ist im Vergleich zu anderen Fähren stark ausgeprägt.

Die folgenden Bilder zeigen einige Impressionen vom Schiff.

Am Nachmittag wird das Wetter deutlich besser. Der Wind bläst allerdings einiges stärker.

10. Tag – Adjø Norge

Leider ist das Wetter bei unserer Ankunft in Kiel regnerisch. Hier sehen wir rechts die Aida Luna und daneben die Aida Prima.

Um 10:40 Uhr fahren wir ab. Am heutigen Samstag sind zwar keine LKW unterwegs, trotzdem ist sehr viel auf den Autobahnen los.

Auf der A1 im Raum Hamburg verlieren wir über 90 Minuten. Unsere erste Rast machen wir daher bereits in der Raststätte Lüneburger Heide gegen 13:30 Uhr. Auch im weiteren Verlauf kommt es immer wieder zu Staus. Es hat einfach zu viele Baustellen auf dieser Autobahn.

Kurz vor 19 Uhr machen wir eine weitere Rast an der Raststätte Hasselberg. Um 21:25 erreichen wir die Ausstiegsstelle ADAC in Mannheim. Hier verlassen uns auch unser Fahrer Wolfgang Behrends und unsere Reiseleiterin Birgit Krämer. Seine erlaubte Fahrzeit ist erreicht. Herzlichen Dank an Herrn Behrends für sein umsichtiges Fahren – er hat in jeder Situation, sei es im Stau oder auf einer kurvenreichen Talfahrt, einen kühlen Kopf bewahrt und uns sicher ans Ziel gebracht. Ebenfalls einen herzlichen Dank an Frau Krämer, die uns mit vielen Geschichten und Anekdoten über das Land , die Norweger, Wikinger und Trolle auf den Fahrten unterhalten hat.

Für die letzten Kilometer übernimmt Hr. Dick.

Um 22 Uhr wird der Busbahnhof in Karlsruhe erreicht. Hier gehen die meisten „von Board“. 715 km haben wir am letzten Tag zurückgelegt.

In den gesamten Tagen haben wir im Bus rund 3400 km zurückgelegt. Die Strecken auf den Fähren sind mit eingerechnet. Am Schluss sind wir uns einig – es war eine phantastische Reise.

Ein Gedanke zu „Oslo und Norwegens schönste Fjorde“

  1. Guten Tag Herr Holzinger,
    ich bin ganz Ihrer Meinung: Es war eine phantastische Reise, nicht zuletzt durch die vielseitigen Informationen durch die Reiseleitung, den immer bedachten Busfahrer und das tolle Picknick von Hirsch.
    Vielen Dank für Ihren tollen Bericht und die tollen Bilder.
    Viele Grüße an Ihre Frau und an alle Mitreisenden die den Bericht lesen
    Eva Vogel

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