Veröffentlicht am Autor , Birgit Krämer

Naturwunder Norwegen

Fahren wir? oder nicht? Würde die Corona-Pandemie auch unsere alljährliche Hirsch-Sommerreise nach Norwegen verhindern? Das vergleichsweise gering betroffene Norwegen gab erst letzte Woche bekannt: Ab 15. Juli dürfen Touristen wieder einreisen. Würden sich unsere Gäste darauf einlassen? Während wir noch auf eine Entscheidung warten, lege ich mir abwechselnd Edvard Grieg und die Jazz-Sängerin Kari Bremnes auf, schaue die Bilder der letzten Reisen an und schwelge ein wenig in Erinnerungen.

2019 leitete ich die Norwegen-Reise zusammen mit meinem Mann, Wolfgang Behrends am Steuer. Auch unser damals 11-jähriger Sohn Jan war mit von der Partie. Und eine einzigartig nette, geduldige und durch nichts zu erschütternde Reisegruppe. Welche Vorstellungen mochten unsere Gäste wohl von Norwegen haben? Die großartige Natur, ein reicher Ölstaat, aber kalt, oft dunkel und enorm teuer, das Land der Wikinger, der robusten Outdoor-Freaks und der Trolle? Nun, wir würden sehen …

1. Tag: Auftakt mit Nervenkitzel

Nie zuvor war die Anreise so spannend wie am 8. August 2019. Bestens gelaunt sind wir gestartet, voller Vorfreude – und dann: Autobahn-Vollsperrung bei Hannover. Wir sitzen 2,5 Stunden fest, die Zeit verrinnt, auch rings um Hamburg staut es sich, schon sehen wir unsere Fähre in Kiel davonschwimmen. Dauer-Telefonate mit Karlsruhe und dem Stena-Fährterminal, die Kollegen und Chefs legen sich ins Zeug, organisieren schon den Plan B, geben Navigations-Tipps, um wertvolle Minuten aufzuholen. An einen ordentlichen Check-In 2 Std. vor Abfahrt ist nicht zu denken. Stena verspricht, zu warten, sollten wir gegen 18.45 eintreffen. Im Bus wird es immer stiller, die Spannung ist zu greifen.  Als wir 18.50 am Anleger vorfahren, applaudiert das Fährpersonal, der nette Morten von Stena kontrolliert rasch die Ausweise und unser Bus saust aufs Ladedeck, während das Schiff bereits ablegt und sich die Luke schließt. Alle sind total fertig. Aber glücklich. Kabinenbezug im Eiltempo, schnell noch zum Essen, dann können wir in der frischen Seeluft an Deck richtig aufatmen.

Glücklich an Bord
Vielleicht hat uns unser Maskottchen von 2018 gefehlt: Olav, der Elch


2. Tag: Oslo, wir kommen!

Wir nähern uns dem schwedischen Göteborg.
Ob unser Schiff wohl unter der Brücke durchpasst?

Danke nochmal, Stena, fürs Mitnehmen!!! Sonnenschein begleitet unsere Fahrt entlang der schwedischen Schärenküste. Eine Bullerbü-Landschaft: rote Holzhäuser, blau-gelbe Schweden-Flaggen und wippende Segelboote in kleinen Häfen. Wir hören ABBA und singen mit.

Kaffeepause auf einer Insel mit Blick auf die Schärenlandschaft

(Oh nein! Auf total leerer schwedischer Autobahn ein Unfall. Ein brennender PKW nur 50m vor uns. Polizei, Feuerwehr, mehr als 2 Std. Verzögerung – und das bei schönstem Wetter. Ist echt der Wurm drin …) Endlich kommen wir über den breiten Svinesund tatsächlich nach Norwegen. Wir folgen der Küste und dem Oslofjord. Es ist ein Phänomen: Selbst wenige Minuten vor der Hauptstadt ist nicht das Geringste von ihr zu ahnen. Was daran liegt, dass Oslo nicht nur wunderschön liegt, sondern selbst zum größten Teil aus Wäldern, Seen und Inseln besteht.

Provinziell und gemütlich? – War gestern! Oslo boomt und erfindet sich neu, mit neuen Stadtvierteln, spannender Architektur und dem Plan, ein ökologisches Vorbild zu werden. Für 2019 wurde Oslo zur Umwelthauptstadt Europas ernannt. Das Zentrum ist großenteils autofrei, auf den Straßen staunen wir über die Tesla-Dichte. Erste selbstfahrende E-Busse sind unterwegs.

Die Oper von 2008 ähnelt bei Sonnenschein einer gleißenden Eisscholle.

Unser erstes Ziel ist das aufregende Opernhaus, das wie eine Eisscholle aus weißem Marmor in den Fjord zu gleiten scheint. Wir steigen ihm aufs Dach, sehen dahinter das Büroviertel „Barcode“ und die Baustelle des neuen Munchmuseums, das im Herbst 2020 eröffnen soll. Auch die Nationalgalerie wird 2021 einen riesigen Neubau am Fjord beziehen. Man investiert Wahnsinns-Summen, um Norwegen auch als kulturelles Reiseziel attraktiv zu machen – Geld scheint kein Problem für den drittgrößten Erdölexporteur der Welt.

Traditioneller geht es im alten Zentrum zu: Die Karl Johans Gate, Oslos Prachtmeile, entstand nach 1814, als Norwegen nach 400 Jahren unabhängig von Dänemark wurde. Nun bekam das Land die erste demokratische Verfassung Europas, ein Schloss, ein Parlament, das Nationaltheater und was sonst zu einer ordentlichen Hauptstadt gehört.

Eher bescheidene Ausmaße hat das königliches Schloss am Ende der Karl Johans Gate.
Das Storting, Sitz der Nationalversammlung
Diese endet am Marktplatz, wo Dänenkönig Christian IV. vom Sockel grüßt. Nach einer Brandkatastrophe im 17. Jh. ließ er die Stadt unter dem Namen „Christiania“ neu aufbauen. Er schaut zur Domkirche.

Durch ein nobles Wohnviertel fahren wir zum Frognerpark, dem vielleicht bekanntesten touristischen Hotspot der Stadt. Hierher kommen einfach alle – aber jetzt, am Abend ist es angenehm, und die dicken Wolken verziehen sich netterweise. Der Bildhauer Gustav Vigeland schuf hier ein gigantisches Werk aus Hunderten von Skulpturen in Bronze und Granit. Beim Spaziergang durch den herrlichen Park lassen wir sie an uns vorbeiziehen: Figuren jeden Alters, vom Baby bis zum Greis, der ganze Kreislauf des Lebens. Und alle Gefühlsregungen, die zwischen Menschen möglich sind. Dieser Park lässt niemanden gleichgültig und regt jedes Mal zu Diskussionen an.

Da unser Hotel so wunderbar zentral liegt, drängt es alle zum Abendbummel. Gleich um die Ecke: das klotzige Rathaus von 1950, dessen Backsteintürme weit über die Bucht leuchten und das aus der Nähe unerwartet viel Kunst zeigt.


3. Tag: Museumsinsel und ein freier Nachmittag          

Beim sehr schönen Frühstücksbüffet erster Kontakt mit dem hierzulande wahnsinnig beliebten „Geitost“, dem braunen, karamellisierten,  süßlichen Käse (sehr lecker mit Marmelade drauf). Es gibt kaum ein typischeres norwegisches Produkt, abgesehen vom Käsehobel.

Auf zum Museums-Vormittag! Auf der Halbinsel Bygdøy erleben wir 1000 Jahre Schiffsbau im Zeitraffer und tauchen in Geschichten von Seefahrern und Abenteurern. Mein persönlicher Favorit: das Wikingerschiffmuseum mit denbesterhaltenen Wikingerschiffen überhaupt. Sie gehörten zu Grabanlagen, waren viele Jahrhunderte lang unter Steinen und Erdhügeln verborgen, in abertausend Stücke zerbröckelt. Wäre die Erde nicht tonhaltig gewesen – nichts wäre übrig geblieben. Noch vor einigen Jahren konnte man Restauratoren dabei zusehen, wie sie die vielteiligen Holzpuzzle zusammensetzten. 

Im Osebergschiff wurde um 830 n. Chr. eine Königin bestattet. Es ist zu 90% original.

Das prächtige Osebergschiff enthielt als Grabbeigaben für eine Königin eine komplette Alltagsausstattung fürs Jenseits: reich verzierte Wagen und Schlitten, Pferde, sie zu ziehen, Kleidung und Truhen, sogar einen zusammenfaltbaren „Campingkocher“, einen  Backtrog mit Brotteig – staunend stehen wir vor dem reichsten Fund aus der Wikingerzeit überhaupt! Eine tolle Multimedia-Projektion sorgt für Gänsehautmomente.

Das Gokstadschiff enthüllt uns das Geheimnis, warum diese Schiffe so seetüchtig waren.
Unter den Grabbeigaben kunstvoll geschnitzte Tierkopfpfosten

Zeitsprung ins 19. Jahrhundert: Das Fram-Museum wurdeumdie berühmte „Fram“ herumgebaut.Mit ihr brach der Polarforscher Fridtjof Nansen 1893 zu seiner mehr als dreijährigen Polardrift auf. 1911 nutzte Roald Amundsen die Fram für seine Expedition zum Südpol. Das stärkste Schiff seiner Zeit, das im Packeis treiben konnte, ohne zermalmt zu werden – wir dürfen es betreten und erkunden! Dabei hören wir das Eis dröhnend krachen, hin und wieder zieht die Polarnacht mit ihren Nordlichtern auf. Genau das Richtige für Jan – aber auch für große Hirsch-Gäste: Die spannend gestalten Ausstellungs-Galerien ringsherum versetzen uns in eine Zeit, als es noch keine Goretex-Kleidung und GPS gab, dafür echte weiße Flecken auf der Weltkarte und Forscher unglaubliche Wagnisse eingingen. (Die aktuelle „Polarstern“-Expedition, deren Kapitän Rex wir so gerne im Radio hören, scheint ein Klacks dagegen!) Jan entdeckt auch die Kältekammer mit den schauerlichen „Eismumien“ und wagt sich 6-mal hinein.

Von einem anderen Abenteurer erzählt das Kon-Tiki Museum:Der junge EthnologeThor Heyerdahl wollte beweisen, dass die Inseln des Pazifik von Amerika aus besiedelt worden seien. Da ihm niemand glaubte, fuhr er 1947 kurzerhand mit fünf Mann Besatzung auf dem Balsafloß Kon-Tiki  von Peru nach Polynesien. 8000 km in 101 Tagen – spektakulär und ganz schön verrückt! (Tipp: Heyerdahls humorvoller Reisebericht liest sich wunderbar. Auch der Film von 2013, der teuerste und erfolgreichsten norwegische Film aller Zeiten, ist absolut sehenswert!)

Balsaholz, Hanfseile, eine Hütte mit Bananenblätter-Dach und ein großer Vorrat Kokosnüsse: Alles sollte sein wie bei den Ureinwohnern.
Für den Dokumentarfilm gewann Heyerdahl 1950 einen Oscar.

Genug Kultur fürs erste! Nachdem wir bei unserem kleinen Spaziergang auf der Festung Akershus ganz schön begossen wurden, freut sich jeder auf den freien Nachmittag. Kleine Ruhepause im Hotel, dann ist’s auch wieder trocken draußen. Alle Mitreisenden haben viel vor – tatsächlich liegt in Oslo ja alles nah beieinander und man kann auf eigene Faust eine Menge entdecken. Jan, Wolfgang und ich stellen uns am Rathaus in die Chinesen-Schlange, um die Malereien in der großen Halle zu bewundern, wo alljährlich der Friedensnobelpreis überreicht wird.

Die Wandbilder im Rathaus feiern das norwegische Volk und seine Geschichte.
Auch die deutsche Besatzung 1940 und die Befreiung nach dem Zweiten Weltkrieg sind Thema.

Dann spazieren wir durch Aker Brygge, wo es immer viel zu sehen gibt. Das ehemalige Werftgelände ist zur Shopping- und Ausgehmeile geworden. Auch die benachbarte Insel Tjuvholmen hat sich vom Industriegebiet zum edlen Wohnviertel gemausert, moderne Architektur und Kunstwerke überall.

Von Renzo Piano stammt das Astrup-Fearnles-Museum für moderne Kunst
An die Werftarbeiter erinnert heute nur noch dieses Graffiti

Erstaunlich, wie gut alle Lokale hier besucht sind! Oslo soll schließlich zu den teuersten Städten der Welt gehören. Beispiel? Als unser Sohn Hunger bekommt, müssen auch wir dringend einkehren, und sein (günstiger) Hamburger (ohne Beilage) kostet umgerechnet 24 Euro! Dann doch lieber ein „Öl“ (Bier) für 12 Euro. Sei’s drum – heute Abend gibt’s lecker Buffet und morgen Mittag wieder Wiernerle aus der Hirsch-Küche.

Oslo liegt in ähnlichen Breiten wie Alaska undGrönland – hat aber wunderbar laue Sommerabende.


4. Tag: Hei, hei, Hardangervidda

„Hei, hei!“ Im Bus begrüßen wir uns jetzt auf Norwegisch. Jeden Tag lernen wir ein paar Vokabeln dazu, und es macht Spaß, dass man sich viele Wörter herleiten kann: ledig = frei, gammel = alt. Beim Hotelfrühstück sorgt das „blødkokt egg“ (weiches Ei) für Erheiterung.

Auf dem Holmenkollen verabschieden wir uns von Oslo. Hier liegen das beliebteste Skigebiet der Hauptstadt nebst berühmter Sprungschanze. Leider sehen wir sie kaum, so dicht ist der Nebel heute. Jan und ich trösten uns mit dem Skisprungsimulator – und die „Hirsche“ beobachten, wie wir durchgeschüttelt werden. Der Skisport ist enorm wichtig hierzulande. Es heißt, Norweger würden mit Skiern an den Füßen geboren. Als sicher gilt, dass die Skier hier erfunden wurden: 4000 Jahre alte Felszeichnungen beweisen das.

Dem beliebten ehemaligen König Olav, ein sehr aktiver Sportler, wurde am Holmenkollen ein Denkmal errichtet. (Foto von 2018, ohne Nebel!)

Es geht hinaus aus der Stadt, durch hübsche, grüne Landschaften, vergleichsweise dicht besiedelt: Jeder 5. Norweger lebt im Großraum Oslo. Allerdings gibt es nur 5,3 Millionen Einwohner in diesem extrem langen Land, das sich bis weit jenseits des Polarkreises erstreckt und in beträchtlichen Teilen aus Gebirge, Hochebenen und Gletschern besteht. Nur 3% der Fläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Und durch solch fruchtbares Land fahren wir jetzt. Getreidefelder, Seen und wilde Flüsse begleiten uns. Im Tyriford sehen wir die Insel Utöya, die vor einigen Jahren durch den Anschlag eines Massenmörders auf ein Feriencamp traurige Berühmtheit erlangte.

Kurz hinter Oslo wird’s ländlich.

Im Hallingdal lohnt die Stabkirche von Torpo den Halt. Errichtet um 1200 ist sie das älteste Gebäude des Tals, und hat die Zeiten nur ganz knapp überdauert: Im 19. Jh. wollte man sie abreißen, der Chor musste dran glauben, Dächer und Schindeln sind nicht mehr original, der Kern aber blieb stehen. Zum Glück! Die uralten Stabkirchen sind extrem selten, nur 28 gibt es noch in ganz Norwegen. Mich haut das kleine Gebäude jedesmal um! Innen der Geruch nach Teer, das kunstvolle Strebewerk der Holzmasten und Andreaskreuze, Holzschnitzkunst in bester Wikingertradition: Dies ist Norwegens ureigener Baustil, und wir ergründen seine Geheimnisse.   

In diesen Tälern hier blieb man früher weitgehend unter sich. Einen Landweg von Oslo nach Bergen gab es lange nicht. Erst mit dem Bau der Bergenbahn änderte sich das: ein technisches Wunderwerk, 1909 eröffnet und bis heute Europas höchste und längste Bergzugstrecke. Ihr folgen wir, vorbei am Wintersportort Geilo (sprich „Jeilo“) mit unzähligen Liften und Loipen und jetzt im Sommer Basis für Wanderurlauber. Ab hier geht’s hoch hinauf auf die riesige Hochfläche der Hardangervidda. Mit jedem Höhenmeter ändert sich die Vegetation. Schon bei 800 m ist in diesen nördlichen Regionen die Baumgrenze erreicht. Etwa 1200 m hoch kommen wir, klingt nicht viel, doch in den Alpen wäre es das Doppelte. Hier haben schon Nansen und Amundsen für ihre Polarexpeditionen trainiert. Schnee liegt bis Juni, auch jetzt sind’s nur wenige Grad über Null. Trotzdem machen wir Fotostopps, wo wir nur können.

Wollgras wohin man schaut.

Ich nutze die Zeit für einige Trollgeschichten, wie sie nur die unwirtliche Natur Norwegens hervorbringen konnte. Bevor es wieder hinunter geht auf Meeresspiegelhöhe erwartet uns der berühmte Wasserfall Vøringfossen. Theoretisch. Heute will er sich nicht zeigen. Bei dichtem Nebel tasten wir uns vor – und tatsächlich öffnet sich der Nebelschleier nach einigen Minuten ein kleines bisschen.

Der einst mächtige Wasserfall ist übrigens nur noch in der Touristensaison zu bewundern. Sonst wird er stark gedrosselt und das Wasser im nahen Sima-Kraftwerk genutzt. Die gewaltige Staumauer haben wir gesehen. Der Rest der Anlage ist unsichtbar, in den steilen Fels des Eidfjords gesprengt. Das Öl- und Gasland Norwegen nutzt selbst fast ausschließlich die reichlich vorhandene Wasserkraft, um seinen Energiebedarf zu decken.

Das verwunschene Reich der Elfen ist nah.

Nach einer leicht schwindelerregenden Abfahrt erreichen wir denn Eidfjord und befinden uns nun auf „Normal Null“. Der Nebel ist weg und überwältigt weiß man gar nicht wohin man sehen soll: Ein schäumender wilder Fluss, dann das stille, dunkle Wasser des Fjords, steile Felswände. Ein bisschen bedrohlich. Ja, so stellt man sich die Fjordlandschaft vor. Früher tuckerten wir mit der Fähre über diesen Seitenarm des Hardanger­fjords, seit einigen Jahren gibt es eine Brücke mit 200m hohen Pylonen. Unser Ziel liegt am abzweigenden Ulvikfjord: Hier ist die Landschaft lieblicher, das Hotel direkt am Wasser ist nicht nur bei Hirsch beliebt – es ist viel los. Doch das Wetter so schön, dass wir nach dem leicht stressigen Abendbuffet noch lange im Fjordgarten beisammen sitzen und die Aussicht genießen können.

Unser Hotel in Ulvik
Im Fjordgarten sitzen Sie in der ersten Reihe


5. Tag: Vom Hardangerfjord nach Bergen

Keine gute Idee, heute früh aufzustehen, denn die Chinesen sind immer die ersten. Zum Glück haben wir es nicht ganz so eilig und brechen etwas später auf – und ganz plötzlich hat sich die Schlange vor der Kaffeemaschine aufgelöst. 

Abschiedsblick Die Wolken hängen tief. Vom Hardangerfjord werden wir leider kaum etwas sehen.
Dafür Discolicht im unterirdischen Kreisverkehr: Nirgends gibt es so schöne Tunnel wie in Norwegen.

Am Hardangerfjord kommen bei Wolfgang nostalgische Gefühle auf: Hier fahren wir noch auf alten, schmalen Straßen, links der Fjord, rechts der Fels, jeder Gegenverkehr zwingt zum Rangieren, schneller als 60 km/h sind unmöglich. Wir hören einige AHA-Songs (auch die bekannteste Band des Landes gehört zum Norwegen-Feeling) und beobachten betrübt, wie die Wolken immer tiefer sinken. Der liebliche Hardangerfjord, mit seinen vielen Sonnentagen der Obstgarten Norwegens – können wir heute kaum glauben. Zur Aufmunterung machen wir Rast in der Fjord-Cafeteria einer netten Obstbauern-Familie, kaufen Reiseproviant und probieren eine weitere Spezialität: Lefse, dünne Fladen mit Butter und Zucker.

Wir verlassen den Fjord in Richtung Bergen. Freuen uns, dass es nicht mehr regnet, denn am Steindalsfossen müssen wir unbedingt anhalten.

Gegen Mittag ist Bergen erreicht. Die zweitgrößte Stadt des Landes, bekannt für ihre bedeutende Universität und als Startpunkt der Hurtigrute. Als Geburtsstadt Edvard Griegs. Und als die regenreichste Stadt Europas!

Gleich drei Kreuzfahrtschiffe liegen im Hafen – das lässt auf viel Betrieb schließen. Doch wir bleiben bei unserem Rundgang im leichten Regen recht ungestört. Zuerst statten wir der Festung Bergenhus einen Kurzbesuch ab, denn die Håkonshalle war einst Königsresidenz und beeindruckt mit ihren Ausmaßen noch immer. Auch heute werden unter dem mächtigen Gewölben noch Feste und Konzerte gegeben.

In der Håkonshalle hielten im Mittelalter die Könige Hof.

Ein paar Schritte nur sind es zur größten Attraktion der Stadt, dem Postkartenmotiv schlechthin: „Bryggen“. 400 Jahre lang war Bergen Hansekontor. Das arme Norwegen war angewiesen auf importiertes Getreide und Mehl, lieferte seinerseits Trockenfischvon den Lofoten. An die 2000 deutsche Kaufleute lebten und arbeiteten und lagerten die Waren hier. 280 historische Holzhäuser sind erhalten – und UNESCO-Welterbe.

Nun geht’s schnurstracks in unser supermodernes Stadthotel (Das wandfüllende, leuchtende Seeadlerbild in unserem Zimmer ist ganz nach Jans Geschmack). Freizeit! Wer’s braucht: ein Einkaufszentrum ist gleich gegenüber. Der Fußweg zu Hafen und Fischmarkt führt durch schöne Grünanlagen, vorbei an der recht düsteren Grieg-Konzerthalle, am Jugendstil-Theater „Nationale Scene“ und durch die belebte Fußgängerzone. Leider bleibt es regnerisch und eine Auffahrt auf den Fløyen mit 7-Berge-Stadt-und-Insel-Blick kommt nicht infrage. Sehr angenehm: Außer uns „Hirschen“ isst keine andere Gruppe im Hotel zu Abend – und es wird zur Abwechslung mal serviert.

Stockfisch auf dem Bergener Fischmarkt. In Italien und Portugal wird er als „stoccafisso“ oder „Bacalao“ geschätzt. Eigenartig: Dorsch-Kaviar aus der Tube. Beides werden wir natürlich probieren!


6. Tag: Mit dem E-Boot auf dem Fjord

Morgens empfängt uns ein absolut fantastisches Frühstücksbuffet – wirklich schade, dass wir schon so früh aufbrechen müssen! Die Regenstadt zeigt’s uns nochmal: Sintflutartiger Niederschlag erschwert das Koffer-Einladen und begleitet uns die erste Stunde unserer Fahrt. Ich kämpfe mit Griegs melancholischen Klavierstücken aus der Hirsch-Anlage dagegen an. Pause in Voss an seinem großen See und – oh Wunder – die alte Steinkirche ist geöffnet und wir können das schöne Innere bewundern.

Die Kirche von Voss
Aus den Wölkchen an der Decke schauen Engelchen auf uns hinab.
Der große Engel mit der Weihwasserschale wird bei Taufen von der Decke heruntergelassen!

Weiter geht’s. Oh! Schon wieder ein Wasserfall! Diesmal in Schleierform –  hatten wir noch nicht – also Fotostopp! (Jan, der schonmal da war, steigt für so etwas nicht mehr aus)

Am Tvindefossen muss gehalten werden. Leider sind auch 5 Busse mit Kreuzfahrern da.

Nun folgt ein Abstecher, der Nerven kostet (und den die meisten Busse auslassen). Das ehrwürdige Stalheim-Hotel thront hoch über der Schlucht. Im Vorgänger-Bau war Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich 25-mal zu Gast, und er wusste warum: Die Blick vom Hotelgarten ist atemberaubend. Die Firma Hirsch spendiert uns einen Café – und so werden wir zur exklusiven Aussicht durchgelassen. Da stehen wir mit unseren Tassen und können es kaum fassen, dass für die bevorstehende Fjordfahrt tatsächlich die Sonne herausgekommen ist!

Kaiserliche Aussicht vom Stalheim-Hotel

Doch zuvor gilt es, die Stalheiskleiva zu bewältigen, Norwegens steilste Straße: 350 Höhenmeter auf 1,5km in sehr engen 13 Serpentinen. Schon die ganze Woche hat Wolfgang sich darauf gefreut. Unsere Gäste halten die Luft an. Wir zählen den Count down bis zur letzten Kurve.

Am Schiffsanleger stärken wir und mit original bayerischen Weißwürsten und süßem Senf. Und gehen dann an Bord eines modernen Elektroschiffes. Ohne Bus – der nimmt den Landweg. Erst seit letzter Saison sind die E-Boote hier in Betrieb – und es ist einfach unglaublich, lautlos und sanft dahinzugleiten, auf den Aussichtsgalerien herumzuspazieren oder durch die Panoramafenster herauszugucken, wenn der Fahrtwind doch zu heftig wird. Wir durchfahren zwei Welterbe-Fjorde, Naerøy- und Aurlandsfjord, kleine Seitenarme des riesigen Sognefjords, schmal und wild und praktisch nicht besiedelt. Die „Hirsche“ sind ohne Ausnahme begeistert. 

Es muss toll aussehen, wenn die Wasserfälle im Winter gefrieren – der Fjord tut das nicht, denn der Golfstrom hält die Norwegische Fjordküste komplett eisfrei.

Links und rechts an die 1400m hohe Steilwände. Unter uns 1000m Wasser. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, wie die Eismassen die Flusstäler vor Jahrtausenden ausgehobelt haben.

Nach gut 2 Stunden erreichen wir das winzige Örtchen Flåm. (Stöhnen, als wir die wuchtige AIDA dort liegen sehen. Ältere Kreuzfahrtschiffe sind schon nicht mehr erlaubt in den Welterbe-Fjorden).

Die legendäre Flåmsbahn beginnt hier ihre 20 km lange Fahrt auf die Hardangervidda. Wir haben Zeit für einen Blick ins Museum, das zeigt, welchen unglaublichen Aufwand es noch vor 100 Jahren bedeutet hat, in diesem felsigen, gebirgigen Land Verkehrswege anzulegen. Dass heute die Norweger weltweite Spitze im Tunnelbau sind, wundert nicht. Unser Weg führt durch den Lærdalstunnel, mit fast 25 km längster Straßentunnel der Welt.

Wer jetzt kein Nickerchen einlegt, kann hin und wieder bunt beleuchtete Felshallen sehen.

Nun ist noch eine kurze Fährüberfahrt notwendig, dann ist die Tagesetappe geschafft: Wir übernachten in einem frisch renovierten Hotel im Städtchen Sogndal und freuen uns über das exzellente Buffet.

Manchmal haben wir auch in einem kleinen Hotel in Leikanger gewohnt, wo Zimmer und Buffet weniger anspruchsvoll waren, dafür gab’s einen ausgestopften Bären an der Rezeption und den Kaffee im Fjordgarten. (Die Norweger trinken ständig Kaffee, selbst spätabends. Er gehört immer gratis zum Essen dazu – ist aber recht dünn. Espresso-Fans kommen höchstens in Oslo auf ihre Kosten)

Hotelgarten in Leikanger direkt am Wasser.


7. Tag: Gletscherwelten und Geirangerfjord

Der ereignisreichste Tag der ganzen Reise steht uns heute bevor! Schon auf der Fahrt nach Fjaerland kündigt er sich in den Bergen über uns an: der weit ausgedehnte Jostedalsbreen mit seinen vielen Gletscherzungen. Im hervorragenden, interaktiven Gletschermuseum erfahren wir einfach alles über Gletscher (man kann sogar mitten durch einen hindurch spazieren). Am schönsten ist der 3D-Panoramafilm im Rundkino – man glaubt, zu fliegen und empfindet pure Ehrfurcht vor der grandiosen Natur, die auch in Norwegen bedroht ist.

Familie mit Eisbär im Museum
Blick aus dem Busfenster: Der Gletscher ist immer nah.

Durch herrliche Landschaft geht es weiter, vom Fjord aufs Fjell, an den nächsten Fjord. Hin und wieder mit hartnäckigen Hindernissen auf der Straße:

Vom Nordfjord zweigen wir landeinwärts ab ins Olderdalen mit seinen Gehöfen, Campingplätzen und spiegelglatten Seen. Die Straße ist schmal und bei Gegenverkehr dauert es lang, bis man aneinander vorbeikommt.

Der nahe Briksdalsbreen ist ein Touristenmagnet. Vom Rastplatz aus muss man gute 2 Stunden lang hinwandern. Doch im Sommer befördern „Trollautos“ die Fußkranken und eilige Asiaten den größten Teil der Strecke. In unserer Gruppe sind diesmal ausschließlich Wanderer – Respekt! Jeder geht in seinem Tempo, unterwegs trifft man sich sowieso wieder. Zuerst steil, dann gemächlich steigt der Weg an, wir genießen die gesunde Luft und die Bewegung.

Obwohl stark geschrumpft, ist der Briksdalsbreen ein imposantes Schauspiel: Von 1200 m Höhe bahnt er sich den Weg ins schmale Tal.

Ziel erreicht! Vor dieser Kulisse nimmt das Selfie-Machen kein Ende
Früher stürzten die Eismassen in den Gletschersee. Beweisfoto von 2006.

Stolz und ganz erfüllt nach dem Marsch haben die Gäste Zeit für eine kleine Stärkung, ehe wir weiterfahren, über Fjord und Fjell. Diesmal richtig hoch hinauf ins kahle Hochgebirge: Fels und Schnee und Eis soweit das Auge reicht. Und da die Wolken sich zurückzuhalten scheinen, wagen wir die Auffahrt mit dem Bus auf den knapp 1500m hohen Dalsnibba – gerade noch rechtzeitig!

Wie ein Puppendorf liegt Geiranger dort unten.Im Sommer kommen Tausende her. Momentan nur ein kleineres Kreuzfahrtschiff. Wir kurven gemächlich die 1500m hinunter zum Anleger. Es ist bereits Abend – was im hohen Norden nicht viel ausmacht. Um 18.30 Uhr legt die Fähre ab zur Fahrt durch den berühmtesten Fjord von allen, dem nur 15 km langen Geirangerfjord mit seinen sagenumwobenen Wasserfällen, mit Steilalmen und winzigen, längst aufgegebenen Bauernhöfen in schwindelerregender Höhe.

(Früher befuhren wir den Fjord in umgekehrter Richtung, dieses Mal wurde das Programm geändert. Vorteil: Wir haben das Schiff quasi für uns! Und haben morgen eine weit attraktivere Strecke vor uns als früher. Nachteil: Es wird halt etwas später heute).

Schön war’s! Und die letzte Etappe per Bus bis Stranda schaffen wir auch noch. Das Städtchen ist Norwegern bekannt als Skiort und für die Fabrik der „Pizza Grandiosa“. Das eher bescheidene Hotel ist das einzige der Stadt und beherbergt nur eine weitere Gruppe. Jan hätte lieber eine Pizza Grandiosa zum Abendessen gehabt. Egal – erschöpft fallen wir in unsere Betten und sind froh, dass wir dank unserer stets pünktlichen und gut gelaunten Gäste das heutige stramme Programm ohne Stress hingekriegt haben!


8. Tag: Trollstigen und Sprungschanze

Früh aufstehen – für Jan das absolut Schlimmste an dieser Reise. Die „Hirsche“ nehmen’s gelassen. Gepäck verladen, dann spazieren wir die paar Schritte zu Fuß  zum Hafen, wo wir die Fähre über den Storfjord nehmen.

Die Fjordregion verlassen wir jetzt – ein bisschen wehmütig wird manchem dabei. Ab sofort geht es nur noch über Land. Durch das Valldal, wo die nördlichsten Erdbeeren Norwegens wachsen, kommen wir wieder in die Berge und zur vielleicht berühmtesten Straße des Landes, dem Trollstigen. In Zahlen: 14 Jahre Bauzeit, 12% Gefälle, 11 Haarnadelkurven. Gefühlt: der Wahnsinn! Gut, dass wir früh dran sind und der Spazierweg zu den besten Aussichtspunkten noch nicht überlaufen ist. So kann sich jeder nach Lust und Laune sattsehen (und Jan eine kleine Kletterpartie am Berg unternehmen).

Alle sind sich einig: ein Höhepunkt, der unbedingt im Programm bleiben sollte! Auf der „Goldenen Route“ durch das Romsdalenmit seinem wildenLachsfluss Rauma, bestaunen wir die hier noch einmal majestätische Berge, wie die 1000m hohe, senkrechte Felswand Trollveggen, ein Traum für Feeclimber.

Troll am Trollveggen

Einen überaus bedeutenden Programmpunkt muss ich an dieser Stelle verschweigen (Überraschung!) … Dann heißt es: Kilometer machen! Am Nachmittag ist das weite, grüne Gudbrandsdal erreicht, das „Tal der Täler“, durch den im Mittelalter der Königsweg nach Trondheim führte. Bauernland seit jeher. Ein bisschen mutet es an wie im Allgäu. In dieser Gegend trieb Gerd Fröbe als Altbauer in „Und ewig singen die Wälder“ sein Unwesen. Von hier stammt der legendäre Träumer und Aufschneider Peer Gynt, den Henrik Ibsens Drama und Griegs Musik weltbekannt machten. Der alte Pilgerweg ist inzwischen eine mehrspurige Schnellstraße. Trotzdem können wir zum Klang der „Peer Gynt“-Suiten ein bisschen träumen.

Vorletzte Etappe: die Stabkirche von Ringebu. Wie die von Torpo um die 800 Jahre alt, aber ungleich besser erhalten. (Lesetipp für Stabkirchenfans: Lars Mytting hat dieser Kirche und der Zeit der Nationalromantik im 19. Jh. mit „Die Glocke im See“ ein Denkmal gesetzt.)

Wo dich der Fluss Lagen zum Mjösasee weitet, erreichen wir Lillehammer, ein bescheidenes Städtchen, das durch die Winterolympiade von 1994 sein Gesicht veränderte, mit Neubauten, zahlreichen Sportstätten, Hotels und einer beheizbaren Fußgängerzone. Wie sollte es anders sein: Lillehammers Wappen zeigt einen Skiläufer.

Wir fahren hinauf zur Skisprungschanze und wer will, kann von hier oben nicht nur den besten Blick auf die Stadt und den See genießen, sondern neben der Schanze hinunterlaufen. Fast alle wollen! (macht aber Muskelkater). Unten holt uns Wolfgang mit dem Bus wieder ab.

Eigentlich sind die Norweger ja eher verrückt nach Langlauf – und feiern mit dem alljährlichen „Birkebeiner-Rennen“ von Lillehammer bis zur schwedischen Grenze zwei mittelalterliche Skifahrer, die einen kleinen Königssohn vor Verschwörern retteten. (Noch ein Tipp: Richtig skurrile Geschichten von heute mit ironischem Blick auf norwegische Eigenarten bietet die amerik.-norweg. Serie „Lilyhammer“, bei der ein New Yorker Gangster in Norwegen ein neues Leben beginnt.) Lillehammer ist im Grunde ein verschlafenes Nest. Nur heute nicht. Heute Nacht lassen uns die Semester-Eröffnungstage feiernden Studenten kaum zur Ruhe kommen.


9. Tag: Abschied von Norge

Letztes Erwachen in Norwegen! Mit dem Bus folgen wir dem 100 km langen Mjösa-See, wo Willy Brandt ein Ferienhaus besaß, vorbei an der Bischofsstadt  Hamar, deren Eissporthalle in Form eines umgedrehten Wikingerschiffes wir aus der Fernesehen. Und nun gibt es wieder eine Autobahn. Auf der sausen wir in ungewohntem Tempo 100 zurück nach Oslo. Rast bei Eidsvoll – eine Stadt, die jedes norwegische Schulkind kennt, da hier 1814 die Verfassung verabschiedet wurde. Seither ist der 17. Mai Nationalfeiertag, der vor allem ein Tag für die Kinder ist: mit fröhlichen Umzügen und Fähnchen-Schwenken und Eis soviel man essen kann. In der Raststätte macht uns das Kuchenangebot neugierig – und wir erfahren, dass „Napoleonkake“ (mit dem war’s dann 1814 aus) nichts anderes als Bienenstich ist.

Kuchenangebot in der Raststätte

Mittags schließt sich der Kreis. Wir sind zurück in Oslo. Und stoßen am Fähranleger auf die – trotz aufregendem Start und nicht eben idealem Wetter – herrliche Reise und unsere supernetten Reisegäste an! Um 13 Uhr ist Check-In, und wir verbringen einen entspannten Nachmittag auf der Colorline, chillen an Deck und kaufen letzte Souvenirs (Tipp: Im Bord-Shop gibt es die typisch norwegischen Produkte, die wir auf der Reise probiert haben, wie Marmelade aus gelben Moltebeeren, die nur nördlich des Polarkreises wachsen, braunen Käse oder hauchdünnes Flatbröd). Am Abend dann genießen wir das „Hammer-Buffet“ (O-Ton Jan) und die Erwachsenen noch einen Sundowner in der Bar.

10. Tag: Ha det bra! (Tschüs, mach’s gut)

Ankunft in Kiel

9.30 Check-Out, alle wieder wohlbehalten im Bus, staureiche Heimfahrt über die deutsche Autobahn, noch ein paar norwegische Geschichten, ein bisschen Melancholie. Abschied. So schön war’s wieder! Und wir freuen uns so sehr aufs nächste Mal!

Alte Wikinger-Weisheit:
Der allein,
der viel gereist
und durch die Welt gewandert ist
und versteht,
seinen Verstand zu gebrauchen,
kennt die Art und Gemüt der Menschen.

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