Veröffentlicht am Autor , Stefan Simonis

Maßgeschneiderte Orgelreise

Eine „maßgeschneiderte“ Reise gefällig? Hirsch-Reisen gibt es nicht nur aus dem Katalog, sondern auch in Maßanfertigung – für Interessengruppen, Clubs, Vereine, Freundeskreise. Ein besonders treuer Kunde ist eine Gruppe von Orgelfreunden. Seit vielen Jahren erkundet diese Gesellschaft von Gleichgesinnten die Orgeln Europas. Bei ihrer diesjährigen Tour, durch Lothringen, habe ich sie besucht …

Die Reise führte nach Thionville, Metz, Nancy, Sarrebourg, Lunéville, … während 10 Reisetagen stehen 28 Orgeln auf dem Programm! Zuviel wird das den 40 Teilnehmern, die mehrheitlich aus den USA kommen, nicht – sie sind fast alle vom Fach, Organisten oder Orgelbauer. Jedes Jahr unternehmen sie eine solche Reise, konzipiert und organisiert von ihrem Leiter, Bruce. Westeuropa haben sie in den letzten Jahren praktisch komplett abgedeckt. Die Aufgabe von Hirsch Reisen: geeignete Hotels buchen, einen komfortablen Reisebus stellen und eine professionelle und flexible Rundum-Betreuung durch den Fahrer gewährleisten.

Aus dem geplanten Kurzbesuch machen wir einen Familienausflug, denn aus der Geschäftsbeziehung ist über die Jahre eine Freundschaft geworden. An einem Samstag fahren wir – meine Frau, unsere zwei kleinen Töchter und ich – mit dem Zug nach Nancy. Die Gruppe ist noch unterwegs, so dass wir Zeit für einen Spaziergang haben, über die herrliche Place Stanislas und durch den schönen Parc de la Pépinière. Drei Karussells gibt es dort, leckere Crêpes – aus Sicht der Kinder haben Barock und Jugendstil dagegen wenig zu bieten.

Am Abend treffen wir die beiden Gruppenleiter Bruce und Bill zum Abendessen im bekannten Jugendstil-Restaurant Excelsior. Mit dabei der französische Reiseleiter der Gruppe, Christophe Mantoux. Durch unsere amerikanischen Gäste haben wir ihn vor 3 Jahren kennengelernt, mittlerweile leitet er auch Hirsch-Katalogreisen. Zwischen Franzosen, Deutschen und Amerikanern geht es um Weltpolitik (Trump! Hollande! Merkel!), Essen (deutsche Bratwürste!) und, natürlich, Orgeln. Orgelbauer, Restauratoren, Baujahre, Komponisten, Konzerte, Professoren, Klangfarben. Faszinierend und lehrreich.

Das Bemerkenswerte an diesen Orgelreisen: nach der Vorstellung der Orgel durch den Reiseleiter oder den örtlichen Organisten darf jeder Teilnehmer selbst spielen. Dies ist streng reglementiert, denn ohne festgelegte Reihenfolge und Spielzeiten wäre der strenge Zeitplan der Reise nicht zu schaffen – die Begeisterung lässt den ein oder anderen Orgelspieler schnell die Zeit vergessen. Aber Bruce kennt seine Pappenheimer und führt mit fester Hand, egal ob es um Orgeln oder Picknicks geht. Seine Leute wissen das zu schätzen – das zeigt der alljährliche Erfolg seiner Reisen!

www.orgues-cathedrale-nancy.fr

Am Morgen treffen wir die gesamte Gruppe beim Frühstück im Hotel. Frühstücksbuffets europäischen Zuschnitts kennen viele Amerikanern nicht von zuhause, entsprechend ausgiebig wird genossen. Um 11 Uhr verabschiedet sich die Gruppe – im Hirsch-Bus fährt sie zu weiteren Orgelentdeckungen und dem nächsten Hotel in Epinal, während wir uns auf den Weg zum Bahnhof und zurück nach Karlsruhe machen. Bis zum nächsten Jahr!

Auf den Spuren der Organisten und Orgelbauer reisen Sie auf den Hirsch-Reisen Orgeln in Lothringen und Orgeln in den Niederlanden.

Nancy können Sie entdecken auf der Hirsch-Reise Nancy & Metz.