Marokko – Facettenreiches Land im Norden Afrikas
Wie bei jeder organisierten Reise, bereitete ich mich auch auf diese so gut wie gar nicht vor – normalerweise überhaupt nicht meine Art. Denn ich bin gerne für alle Eventualitäten gewappnet. Wenn aber jemand anders für das Gelingen der Reise verantwortlich ist, genieße ich einfach und lasse mich treiben. So traf ich am Flughafen Frankfurt auf meine Mitreisenden und wir starteten unser Abenteuer Marokko. Von hochmodern bis bettelarm, von fruchtbarem Boden bis zur staubtrockenen Wüste. Von Küstenstädten bis zu den schneebedeckten Gipfeln des hohen Atlas. Vom Duft des Rosenwassers bis zu den ungewohnten Gerüchen der Gerberviertel. Es war eine Reise in ein Land, dessen abwechslungsreiche Vielfalt mir so vorher nicht bewusst war.


Nach der ersten Nacht in Casablanca ging es für uns direkt weiter nach Fés. Die alte Königsstadt war lange Hauptstadt des Landes und hat sich ihre Ursprünglichkeit in der Medina bewahrt. Es war tatsächlich ein kleiner Kulturschock, für den ich unheimlich dankbar bin. Wie die Menschen hier leben und arbeiten hat mich tief beeindruckt. Diese Enge der wuseligen Gassen, das Handeln und Verkaufen, die Gerüche – mal betörend, mal verstörend. Metzger neben Schuhhändler, Gewürze neben Eisenwaren, Kleidungsgeschäfte neben Schreinereien. Und zu guter Letzt das Gerberviertel. Man muss so etwas einfach mal gesehen und vor allem gerochen haben. Die Einheimischen nennen es gerne Chanel No6. Ohne das Sträußchen Minze vor der Nase hätte man es kaum ausgehalten.











Über den Mittleren Atlas führte uns unser Weg nach Südosten Richtung Erfoud. Auch hier wartete Neues auf mich. Ich war zwar schon mal in der Wüste, eine solch schöne Bilderbuchwüste, habe ich aber bisher noch nicht gesehen. Wir waren in der Sahara. Der Sonnenuntergang in den in Gold und Rot leuchtenden Dünen war ein unvergessliches Erlebnis.












Weiter ging es nach Ouarzazate. Die Stadt ist bekannt für ihre Kasbah und die Filmindustrie. Zahlreiche Hollywood-Streifen wurden hier gedreht. Auf dem Weg hierher stoppten wir in der Oase Tinghir. Was so ein kleines Flüsschen in dieser trockenen Gegend doch an saftigem Grün hervorbringen kann, ist enorm. Tausende Dattelpalmen stehen im Tal und sind die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung hier.










Auf dem Weg nach Marakkesch liegt die Kasbah Aid Ben Haddou. Die alte Festung gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Auch sie diente Hollywood bereits mehrfach als Kulisse. Man kann gut verstehen warum. Malerisch in den Hügeln gelegen, thront die Stadt über dem kleinen Fluss, der auch hier einen grünen Streifen in die karge Wüstenlandschaft zaubert.






Als Höhepunkt und letzter Stopp unserer Reise, kamen wir am späten Nachmittag in Marrakesch an. Wie steht es im Hirsch-Reisebuch? „Die über den Atlas geworfene Perle des Südens“. Besser kann man es nicht ausdrücken. Farbenfroh und nicht weniger umtriebig als Fés. Für meine Begriffe nicht ganz so ursprünglich, und touristisch etwas aufgehübschter als Fés. Eine Stadt zum Verweilen. Man kann locker mehrere Tage hier verbringen, sich durch die Souks treiben lassen, einen Tee oder Kaffee auf den zahlreichen Dachterrassen genießen und die vielen berühmten Gärten und Paläste bestaunen.



















Am Ende denke ich wie so oft – „bin ich froh, das gesehen zu haben“. Man wird demütig und dankbar, die Möglichkeit zu haben, die Welt, ihre Landschaften, Kulturen und Menschen kennenzulernen. Marokko hat mich begeistert! Es war eine anstrengende Reise, die ich aber jederzeit wieder so machen würde.
Auch Hirsch Reisen bietet regelmäßig Reisen nach Marokko an. Egal ob Rundreise oder City-Break in Marrakesch – ich kann es nur empfehlen. Hier geht es zu den Reisen

Oliver Possehl
arbeitet seit 2011 für Hirsch Reisen und verantwortet dort das Marketing. Der Vater von drei Kindern hat sein Hobby zum Beruf gemacht und sich auf dem zweiten Bildungsweg für die Tourismusbranche entschieden. In seiner Freizeit taucht er leidenschaftlich gerne und ist im Verein für die Jugendarbeit zuständig. Nicht nur unter Wasser taucht er gerne ein in unbekannte Welten, auch an Land unternimmt er am liebsten keine Reise ein zweites Mal. “Die Welt hat so viel Schönes zu bieten, das entdeckt werden will. Erst wenn ich alles durch habe, fange ich wieder von vorne an. Eine Ausnahme ist Paris, meine Frau liebt diese Stadt, deswegen sind wir dort jedes Jahr mindestens ein Mal.”