Kurztrip Verona

Es ist wieder Zeit für eine Fahrt nach Verona. Für mich ist es nach 2023 und 2024 schon das dritte Mal, für meine Kollegin Janine Steinhorst die erste Begegnung mit dieser schönen und geschichtsträchtigen Stadt.

Wir fahren mit einem Linien-Fernbus über Nacht, der Komfort (und leider auch die Fahrweise) ist nicht mit unseren Hirsch-Bussen vergleichbar. Am Samstagmorgen kommen wir an und gehen erstmal gemütlich in der Pasticceria Flego frühstücken. Hier findet jeder was und wir zum Glück etwas Herzhaftes.

Bagel sind zugebenermaßen keine Spezialität in Italien

Danach bummeln wir durch die Stadt und erfreuen uns an den vielen schönen Geschäften, denn neben den bekannten Ketten gibt es eben auch noch die besonderen Perlen. Was uns besonders erleichtert: durch die enge Bauweise gibt es viel Schatten, was bei 35 Grad durchaus einen Unterschied macht. Auch am Flussufer spenden die Bäume viel Schatten. Zusätzlich gönnen wir uns zwischendurch ein kühlendes Eis.

Was jeder Verona-Besucher während der Festspielzeit getan haben sollte: einen Rundgang um die Arena herum, denn dort lagern die Bühnenbilder der wechselnden Vorstellung. So sehen wir auch von La Traviata, Nabucco und Turandot noch etwas.

Hoch hinaus geht es für uns auf zwei Wegen: zum einen laufen wir hoch zum Castel San Pietro und zum anderen besteigen wir den Torre dei Lamberti, welcher über einen Aufzug verfügt.

Wer leckere pflanzliche Küche schätzt, dem sei das Restaurant La Lanterna empfohlen, das unweit der Etsch-Promenade liegt. Wir sind dort jedenfalls sehr glücklich.

Am Abend erwartet uns das Highlight der Reise: die Aufführung von Aida in der Inszenierung von Franco Zeffirelli.

Wider Erwarten gibt es hier nur eine Pause (sonst sind es eigentlich immer zwei). Zusätzlich zu dem erlaubten halben Liter Wasser haben wir uns aber vor Ort auch noch was zu trinken geholt. Die Preise sind völlig in Ordnung: 3€ für Wasser, 5€ für Softgetränke und 10€ für Aperol Spritz (Stand 2026).

So viel Luxus muss sein!

Wir sind begeistert von der Vorstellung!

Der Rückweg zu unserer Unterkunft dauert etwa 30 Gehminuten, die wir gut bewältigen. Ich war nun schon in drei verschiedenen Ecken der Stadt untergebracht und habe mich stets sicher auf dem Heimweg nach Vorstellungsende gefühlt. Und tatsächlich ist es zu Fuß einfach schneller, als wenn man auf Taxi oder öffentlichen Bus wartet.

direkt nach der Vorstellung wird schon wieder umgebaut für die nächste Aufführung

Am Sonntagvormittag treten wir unsere Heimfahrt mit Zug an, der rappelvoll ist. Zum Glück haben wir eine Sitzplatzreservierung. Mein Anschluss in München fällt allerdings aus, sodass ich mir in Ruhe noch ein Abendessen am Bahnhof organisieren kann.

Vermutlich geht es für mich nächstes Jahr wieder nach Verona, denn 2027 wird die erste Inszenierung von Aida aus dem Jahr 1913 wieder zum Leben erweckt.

Janine Steinhorst und Julia Rößler haben jeden schattigen Platz in Verona ausgenutzt und die Reise so gut überstanden. Die Vorstellung in der Arena hat ihre Erwartung definitiv übertroffen. Beide nutzen eigentlich jede freie Minute für Reisen, denn es gibt noch so viel zu sehen!

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