Gran Canaria mit der “Straußenclique”

Die “Straußenclique” ist ein offenes Wandernetzwerk mit vielfältigen Aktivitäten vom Abendspaziergang über Wanderungen bis zum Klettersteig. Haupteinzugsgebiet ist von Basel bis Karlsruhe – bei Wanderreisen sogar das gesamte Bundesgebiet, die Schweiz und Österreich und darüber hinaus. Im März 2022 fand eine solche Wanderreise in Zusammenarbeit mit Hirsch Reisen statt. Wir freuen uns über den Reisebericht von Organisator Jochen Strübin!

Wanderreisen auf die Kanaren haben bei der Straußenclique eine lange Tradition – das ganze Jahr über herrscht dort ideales Wanderwetter: Nicht zu heiß und auch im Winter angenehm warm. Insbesondere im zeitigen Frühjahr ist ein Aufenthalt sehr reizvoll, verkürzt dieser doch den gefühlt nicht endend wollenden Winter in unseren Breiten. Eine atemberaubende Landschaft und eine üppige, subtropische Flora sind weitere Erfolgsgaranten für eine gelungene Gruppenreise. Unsere letzte Wanderreise auf die Kanaren datiert leider vom 25. Mai 2019. Aufgrund der Corona-Pandemie waren Kanaren-Reisen in 2020 und 2021 nicht möglich. Umso größer die Freude, dass dieses Jahr (Flug)Reisen wieder problemlos möglich sind. Doch nun war es endlich wieder soweit: Am 13. März flogen 15 Personen gemeinsam nach Gran Canaria.

13. März: Anreise – Herzlich willkommen auf Gran Canaria

Am späten Vormittag starteten wir unseren Urlaub am Flughafen Frankfurt. Ohne Verspätung hob unsere Maschine ab, und nach einer Flugzeit von gut 4:45 Stunden landeten wir auf dem Flughafen Gran Canaria. Hier wurden wir bereits von unseren Teilnehmern erwartet, die ab München bzw. Stuttgart angereist waren. Mit einem Individual-Transfer fuhren wir gemeinsam in den Inselnorden, nach Puerto de las Nieves. Unsere Unterkunft für die Dauer der gesamten Wanderreise war das gleichnamige Hotel Puerto de las Nieves. Ein sehr schönes 4-Sterne-Hotel mit geräumigen Zimmern, einem reichhaltigen Frühstück und einem schönen Wellness-Bereich mit Innenpool.

Nach dem Check-In fand eine kleine Begrüßungsrunde mit den wichtigsten Infos für die nächsten Tage statt. Im Anschluss gingen wir zum Abendessen, welches in einem landestypischen Restaurant in Strandnähe stattfand. Das Restaurante Dedo De Dios war eine sehr gute Wahl und die ideale Location für ein gemeinsames Abendessen. Wir waren jeden Abend mit den landestypischen Speisen sehr zufrieden!

14. März: Lorbeerwald Los Tilos und Stadtbummel Las Palmas

Eigentlich war für diesen Tag eine Wanderung zum Roque Nublo geplant, aufgrund der miserablen Wetterprognosen mussten wir umdisponieren: Anstelle einer Wanderung zum Wahrzeichen der Insel stand heute eine Wanderung zum letzten verbliebenen Lorbeerwald Gran Canarias auf dem Programm.
Pünktlich um 9:00 Uhr wurden wir von unserem Busfahrer abgeholt, voller Vorfreude ging es mit einem wendigen Bus von Grupo 1844 zum geplanten Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, der kleinen Ortschaft Fontanales. Beim Aussteigen aus dem Bus wurden wir allerdings von permanenten Starkregen begrüßt. So begann unsere Wanderung mit einer Einkehr in einer Bar. Wir genossen zahlreiche Cortados  und hofften auf Wetterbesserung. Leider wurde unser Wunsch nur sehr bedingt erfüllt. Eigentlich war eine knapp 10 Km lange Streckenwanderung von Fontanales durch den Lorbeerwald Los Tilos bis Moya geplant. Nach über 1 Stunde bangen Wartens disponierten wir um: Wir fuhren direkt zum Eingang des Lorbeerwaldes von Los Tilos, wo unsere (verkürzte) Wanderung startete. Dieses Naturreservat beherbergt den einzigen noch verbliebenen Lorbeerwald auf Gran Canaria. Früher waren Großteile im Norden der Insel mit Laurisilva (span. für Lorbeer) bedeckt, diese wurden allerdings für den Zuckerrohranbau gerodet.

Genussvoll wanderten wir durch den letzten Urwald von Gran Canaria mit seiner mystischen Stimmung und bewunderten die enorme Pflanzenfülle. Unser Organisator erläuterte einige Arten, es gab dutzende Fotostopps. Das Highlight war zweifelsohne die Kanarische Glockenblume. Durch wiederkehrende Regenschauer ließen wir unsere gute Laune nicht verderben. Nachdem wir den Rundweg durch das Naturreservat Los Tilos „absolviert“ hatten, liefen wir bis zum Friedhof/Dorfplatz von Moya weiter. Hier spendierte uns der Organisator einen feinen spanischen Rotwein.

Wanderstrecke: „Nur“ knappe 5 Km – Aber botanisch sehr vielfältig und ideal für einen Regentag (Link zur Onlinekarte).

Bei der Rückfahrt machten wir noch einen Zwischenstopp im historischen Stadtkern der Inselhauptstadt Las Palmas, welche gleichzeitig die größte Stadt der Kanaren ist.

Trotz der zahlreichen Regenfälle waren wir einhellig der Meinung, dass der 1. Tourentag rundum gelungen war. Auf dem Weg in „unser“ Restaurant kamen wir in den Genuss einer spektakulären Abendstimmung mit einem sehr intensiven Sonnenlicht. Bei landestypischen Speisen beschlossen wir diesen Tag.

15. März: Botanische Rundwanderung am Roque Grande

Auch zur 2. Wanderung wurden wir wieder zuverlässig um 9:00 Uhr von unserem Busfahrer abgeholt. An diesem Tag war die botanische Parade-Wanderung der Insel geplant: Im März und April blühen rund um das Felsmassiv Roque Grande unzählige Blaue Natternköpfe (Echium callithyrsum), ein seltener und nur auf Gran Canaria vorkommender Natternkopf. Doch im Gebiet von Tenteniguada ist diese Taginaste (Spanisch für Natternkopf) noch sehr häufig zu finden. Soviel schon mal vorweg: Wir wurden nicht enttäuscht und erlebten am 15. März ein wahrlich botanisches Feuerwerk.

Die Anreise in die kleine Ortschaft Tenteniguada im Osten der Insel war sehr kurzweilig – auf den ersten Metern unserer Wanderung war ein leichter Regenschauer unser Begleiter. Doch bereits nach wenigen Minuten setzte eine Regenpause ein, und bald erreichten wir die Häuser von El Rincón. Der anfangs asphaltierte Weg führte uns durch ein üppig grünes Kulturland. Bald kamen wir an den letzten Häusern vorbei, wir verließen den Fahrweg und über einen schmalen Pfad gewannen wir schnell an Höhe. Wir liefen durch einen regelrechten Wald aus Natternköpfen, welche in den verschiedensten Blau-, Rot, und Weißtönen blühten. Es wurde eifrig fotografiert, doch nicht nur Echium callithyrsum sorgte für zahlreiche Fotomotive, sondern auch die Fernsicht über die ungewohnt grüne Insel, sowie unzählige weitere Pflanzen. Auf Schritt und Tritt kamen wir an weiteren Natternköpfen vorbei, beinahe unbemerkt gewannen wir an Höhe (selten wir ein Aufstieg so abwechslungsreich und kurzweilig). Über uns thronte die imposante Felsformation Roque Grande, welche sich sehr fotogen in die üppig grüne Landschaft einfügte. Nach einiger Zeit war das steilste Stück des Aufstiegs geschafft, an einem aussichtsreichen Felsen machten wir eine kleine Pause. Der Weiterweg führte uns danach durch einen Kiefernwald bis zur Caldera de los Martales. Leider war aufgrund von Nebel nicht einmal der Grund der Caldera zu sehen. „Passend“ dazu fing es nun wieder zu regnen an, auch blies jetzt ein unangenehmer Wind.

Der Abstieg führte uns nun über einen sanften Höhenrücken, die Wege waren am Anfang trotz der geringen Steilheit sehr rutschig. Glücklicherweise gab es nun immer wieder regenfreie Intervalle. Wir genossen weiterhin die üppige Pflanzenwelt, die intensiven Grüntöne der Landschaft (die an Irland erinnerten) und vereinzelte Blicke hinunter zur Ostküste. An einer Stelle entdeckten wir die Drohnen-Ragwurz (https://de.wikipedia.org/wiki/Drohnen-Ragwurz), eine Orchidee und die einzige Ragwurz-Art der Kanaren. Danach führte uns ein angenehmer Zickzack-Weg durch eine üppige Vegetation bis zum Friedhof von Tenteniguada, den wir nach einem kurzen Regenschauer erreichten. Vom Cementerio war es nicht mehr weit in den Ortskern, wo wir uns natürlich einen Kaffee oder Bier in einer Bar gönnten.

Ein interessanter Link.

Wanderzeit: Knappe 6 Stunden, 12,5 Km, 870 Höhenmeter im Auf- und Abstieg (Link zur Onlinekarte).

Auf dem Weg zu „unserem“ Restaurant konnten wir einen prächtigen Sonnenuntergang überm Meer bewundern. Bei landestypischen und sehr leckeren Speisen beschlossen wir diesen rundum gelungenen Botanik-Tag.

16. März: Ruhetag oder Große Runde am Barranco de Guayadeque

Am „Ruhetag“ gab es unzählige Möglichkeiten: Eine Fahrt in die Inselhauptstadt Las Palmas, ein Ausflug zu den Dünen bei Maspalomas, ein richtiger Tag zur Erholung oder eine sportlich-ambitionierte Wanderung.

Gemeinsam mit den Teilnehmern, die einen Ausflug nach Maspalomas unternahmen, fuhren wir bis zum Höhlenrestaurant Tagoror. 6 Personen stiegen hier aus und nahmen an dieser sportiven Wanderung teil. Die anderen Teilnehmer fuhren mit dem „Grupo 1844 – Express“ weiter nach Maspalomas.

Der Barranco de Guayadeque im östlichen Bergland gehört zu den spektakulärsten Schluchten der Insel mit einer reichhaltigen Pflanzenwelt (einige endemische Arten). Unsere Wanderung führte uns vom Barranco de Guayadeque bis zur Caldera de los Martales, die wir bereits bei der gestrigen botanischen Wanderung kennengelernt haben. Aufgrund der landschaftlichen Vielfalt, zahlreichen Ausblicken und der reichhaltigen Pflanzenwelt gehört diese Wanderung zu den Toptouren auf Gran Canaria – allerdings sind eine gute Kondition und etwas Trittsicherheit erforderlich. Leider kamen wir auch wieder in den Genuss gewisser Wetterkapriolen (Starker Wind, Schneeregen in den höheren Lagen, Regenschauer beim Abstieg). Wir hatten uns das kühle Bier im Restaurante Tagoror redlich verdient.

Wanderzeit: Ca. 6 Stunden, 17 Km, 900 Höhenmeter im Auf- und Abstieg (Link zur Onlinekarte).

Pünktlich zur vereinbarten Zeit wurden wir wieder von unserem Grupo 1844-Bus abgeholt.
Es war ein rundum gelungener „Ruhetag“!

17. März: Rundwanderung im Naturpark Tamadaba

Der Naturpark Tamadaba gehört zu den ursprünglichsten und am wenigsten von Menschenhand beeinflussten Gebieten auf Gran Canaria. Besonders eindrücklich sind die naturnahen Kiefernwälder (Pinar de Tamadaba), welche einige seltene und endemische Pflanzen beherbergen. Somit war eine Wanderung in diesem Kiefernwald-Gebiet natürlich ein absolutes Muss für unsere Wanderwoche.

Die Anfahrt bis zum Wanderausgangspunkt führte uns wieder durch den ungewohnt grünen Inselnorden. Einzelne Regenschauer während der Fahrt waren nicht gerade motivationsfördernd – doch als wir den Beginn der Tamadaba-Ringstraße bei der Degollada de la Laja erreichten hörte es zu regnen auf. So konnten wir doch zu unserer geplanten Tour starten. Von Anfang an waren wir von der Stimmung in diesem Kiefernwald begeistert. Weitere Infos zur Kanarischen Kiefer. Im Sommer 2019 wütete ein großer Waldbrand im Tamadaba Naturpark. Es war sehr beeindruckend zu beobachten, wie schnell sich diese Bäume danach wieder regeneriert haben. Von der Verzweigung der Ringstraße leitete uns ein bequemer Weg bis zur Cuevo del Zapatera. Nun folgte ein bequemer Abstieg bis zum Aussichtspunkt Risco Faneque. Von der vielgepriesenen Aussicht war anfangs nichts zu sehen – wir standen auf einem nebelumhüllten und windigen Felskopf. Doch plötzlich, wie auf Bestellung, lichtete sich der dichte Nebel und ermöglichte uns für wenige Minuten einen spektakulären Tiefblick auf die steile Nordküste. Auf gleichem Wege und nur leicht ansteigend ging es zurück bis zur Cuevo (Höhle). Hier gab es einen Umtrunk mit einem feinen spanischen Rotwein. Der Weiterweg leitete uns am Casa Forestal (Forsthaus) vorbei. Jetzt folgte nochmals ein kleiner Anstieg, vorbei an einem schönen Bestand von Kanaren-Knabenkraut, einer Orchidee. Die botanische Ausbeute war an diesem Tag eher bescheiden, kein Vergleich zu den beiden vergangenen Wanderungen. Heute lag der Fokus eindeutig auf den teilweise sehr imposanten Kanaren-Kiefern. Wir erreichten einen kleinen Sattel beim Pico de la Bandera. Aufgrund der fehlenden Fernsicht verzichteten wir auf einen Abstecher zum höchsten Punkt im Tamabada NP. Auf direktem Wege folgten wir einem einfachen Wanderweg leicht bergab bis zur Degollada de la Laja, dem Ausgangspunkt der heutigen Wandertour. Hier wartete bereits der Busfahrer auf uns.

Wanderzeit: gute 3 Stunden, 8,5 Km, ca. 630 Höhenmeter (überwiegend bequeme und breite Wege) – Link zur Onlinekarte.

Im Anschluss an unsere sehr mystische Wanderung fuhren wir nach Tejeda, welches auch als das schönste Dorf von Gran Canaria bezeichnet wird. Hier konnten wir endlich Sonne tanken und einen Blick zum Roque Nublo erhaschen, dem morgigen Wanderziel.

Die Rückfahrt von Tejeda zum Hotel führte uns gefühlt durch die halbe Bergwelt Gran Canarias – eine landschaftlich sehr reizvolle und kurzweilige Fahrt.

18. März: Wanderung Roque Nublo – Das Wahrzeichen der Insel

Endlich eine Wanderung mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen – anstatt Regenjacke und Schirm konnten wir nun mit kurzer Hose und Sonnenhut laufen. Die Anfahrt durch die Bergwelt der Insel war wieder sehr reizvoll und kurzweilig – nach gut 1,5 Stunden erreichten wir den Parkplatz Hoya de la Vieja.

Der Roque Nublo („Wolkenfels“, 1803 m, ist das Wahrzeichen Gran Canarias und nicht umsonst die beliebteste Wanderung auf der Insel. Weitere Infos zu diesem Naturwunder hier.

Der Weg von Hoya de la Vieja gilt allgemein als die nicht so überlaufene Aufstiegsvariante zum Roque Nublo – Und tatsächlich waren außer uns am Anfang der Tour nur eine Handvoll Wanderer unterwegs. Wir genossen das sonnige und trockene Wetter und die Ausblicke in die wilde Bergwelt Gran Canarias. Langsam kam der Wolkenfels immer näher. Das Durchwandern der Kiefernwälder war der reinste Genuss, als botanische Besonderheit entdeckten wir einige prachtvolle Strauch-Margeriten. Bei einem Abzweig hielten wir uns rechts und nach einem kleinen Anstieg erreichten wir die Degollada Roque Nublo. Von dort war es nicht mehr weit bis zum Plateau unterhalb des Wolkenfelsens. Hier verweilten wir etwas länger und genossen die traumhafte Rundumsicht. Leider waren wir jetzt nicht mehr alleine, unzählige Menschen bevölkerten diesen reizvollen Ort. Danach liefen wir den Wanderweg Richtung La Goleta, bogen allerdings beim nächsten Abzweig links ab und umrundeten nun den Roque Nublo auf seiner Rückseite. Diese Umrundung war kurzweilig und landschaftlich sehr vielfältig. Die Unterschiede zwischen der schattigen Nord- und sonnigen Südseite waren nicht zu übersehen, vor allem auch aus botanischer Sicht. Nach einiger Zeit kamen wir wieder beim Abzweig Degollada Roque Nublo an. Den Menschenmassen folgend ging es auf einem breiten Wanderweg bis zum Parkplatz La Goleta.
Wanderzeit: Knappe 3 Stunden, 7 Km, ca. 450 Höhenmeter im Aufstieg (Link zur Onlinekarte).

Wir freuten uns wieder sehr auf das leckere Abendessen in unserem Restaurant. Danach liefen wir noch etwas entlang der Hafenpromenade in Puerto de las Nieves.

19. März: Wanderung im Tal von Agaete

Zum Abschluss unserer gemeinsamen Wanderwoche unternahmen wir eine Tour im Hinterland von Agaete: Von San Pedro wanderten wir zurück nach Puerto de las Nieves.

Bequem per Taxitransfer fuhren wir bis in den Ortskern von San Pedro. Dieses Dorf im Valle Agaete ist nicht nur ein idealer Wanderausgangspunkt, sondern beherbergt auch die einzigen Kaffeeplantagen in Europa. Wir kamen in den Genuss einer Führung in der Finca Los Castaños. In einer gut einstündigen Führung erfuhren wir einiges über die Geschichte der Kaffeepflanze, die Ernte/Rösterei der Kaffeebohnen und natürlich auch über die Geschichte der Finca. Der Kaffee aus San Pedro schmeckt jedenfalls vorzüglich. Auf dem Gelände entdeckten wir ein faunistisches Highlight – wir entdeckten alle Entwicklungsstadien des Monarchfalters – von der Raupe über die Puppe bis zum fertigen Falter.

Nach dieser sehr informativen „Kaffeeprobe“ starteten wir zu unserer gemeinsamen Wandertour: Der Wanderweg führte relativ steil nach oben, nach einer Weile erreichten wir eine kleinen Wasserfall. Ein kurzes Wegstück war sogar mit einem Seil gesichert, jedoch absolut problemlos zu begehen. Nach etlichen schweißtreibenden Metern kamen wir beim ehemaligen Höhendorf Berbique vorbei, hier hausten früher die Ureinwohner von Gran Canaria. Leider liegt dieser geschichtsträchtige Ort nicht direkt am Weg, sondern ist nur mit etwas Kletterei zu erreichen. Wir blieben allerdings auf dem regulären Pfad, der kurze Zeit später durch eine interessante Vulkanlandschaft mit rot-braunen Gestein führte. Danach erreichten wir eine kleine Hochfläche mit einem Korndreschplatz – Zeit für eine wohlverdiente Pause nach diesem steilen Aufstieg. Der Weiterweg leitete uns auf einen schmalen Pfad entlang eines Steilhanges mit zahlreichen Ausblicken Richtung Meer und einer großen Pflanzenfülle. Nach ca. 30 Minuten wurde das Gelände wieder etwas moderater, wir erreichten erneut einen ehemaligen Dreschplatz. Hier war der ideale Zeitpunkt für einen Umtrunk mit einem spanischen Rotwein. Der Weiterweg verlief auf einem breiten Höhenrücken mit zahlreichen Wolfsmilchgewächsen. Wir hatten eine imposante Fernsicht auf die wilde Westküste, hinauf zu den Bergen von Tamadaba und auf das unter uns liegende Puerto de las Nieves. Leider ist irgendwann die schönste Wanderung zu Ende und wir erreichten wieder unser Hotel…

Wanderzeit: 3,5 Stunden, 9 Km, ca. 650 Höhenmeter im Aufstieg und 850 Höhenmeter im Abstieg. Link zur Onlinekarte

Am Vorabend der Abreise genossen wir nochmals das leckere und reichhaltige Abendessen in unserem Restaurant.

20. März: Abschied nehmen von Gran Canaria

Da wir erst gegen Mittag vom Transferbus abgeholt wurden, der uns zum Flughafen Gran Canaria fuhr, konnten wir den Vormittag noch gemütlich angehen. Wir nutzten die Zeit zum gemütlichen Strandspaziergang oder einfach „nur“ nur zum ausgiebigen Frühstück und zum Entspannen. Pünktlich hob unsere Maschine Richtung Frankfurt ab. Wohlbehalten landeten wir schließlich nach guten 4 Stunden am „Fraport“.

Fazit:

Unsere Wanderreise führte uns zu den landschaftlich reizvollsten Punkten im Norden und im zentralen Bergland von Gran Canaria. Aufgrund der Regenfälle der letzten Wochen war die Insel ungewohnt grün und somit eine Fundgrube für Botaniker.

Gleichzeitig waren die immer wiederkehrenden Regenfälle auch der einzige Wermutstropfen dieser Wanderwoche – dennoch konnten wir abgesehen von 2 kleinen Abweichungen unsere geplanten Touren durchführen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch an die tolle Moral der Gruppe!

Die Hotelwahl war rundum gelungen – das Hotel und vor allem auch die landestypischen Abendessen im Restaurante Dedo De Dios waren ein absoluter Glücksgriff.

Ein herzliches Dankeschön an Hirsch Reisen aus Karlsruhe für die kompetente Abwicklung der Reise. Wir waren sehr zufrieden und werden garantiert noch öfters eine Gruppenreise bei Hirsch Reisen buchen!!

Es war eine rundum gelungene Wanderreise – es hat einfach alles gepasst! Ein herzliches Dankeschön an die tolle Gruppe!

Wollen SIe mehr über die Staußenclique erfahren? Hier gibt es weitere Informationen.

Schreibe einen Kommentar

You must be logged in to post a comment.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.