Veröffentlicht am Autor , Jana Heundorf

Genussreise Piemont – Silvester am „Fuß der Berge“

Barolo, Barbaresco, Barbera.
Trüffel, Agnolotti, Grana Padano.
Grissini, Bonet, Bicerin.
– Neben traumhafter Landschaft und beeindruckender Architektur hat das Piemont unzählige kulinarische Genüsse zu bieten – hier findet jeder Reisende etwas nach seinem Geschmack!

Über Basel, den Gotthard und Bellinzona fuhren wir in die Weinregion Langhe. Bereits auf der Anreise informierte uns unsere Reiseleiterin über Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke und stimmte uns auf die folgenden Tage ein. Unser Ziel war die Trüffelhochburg Alba, wo wir 4 Nächte im Hotel Calissano zu Gast waren. Abends wurden wir im Hotel mit einem 4-gängigen Menu aus der piemontesisch-italienischen Küche und passenden Weinen verwöhnt.

Alba

Den zweiten Tag unserer Reise verbrachten wir in der Hauptstadt des Piemonts: in der Barockmetropole Turin. Auf der etwa einstündigen Fahrt dorthin erzählte uns unsere Reiseleiterin von der Geschichte der Stadt: Wir erfuhren von den Kelten und Römern, den Langobarden und Franken, den Savoyern. Vor Rom und Florenz war Turin die Hauptstadt Italiens, heute ist die Stadt vor allem für ihre Automobilindustrie bekannt.

 

Wir begannen unseren Rundgang am Teatro Regio und liefen zunächst zur Piazza Castello im Herzen der Stadt, wo wir das Königsschloss und den Palazzo Madama sahen. Wir besuchten die Barockkirche San Lorenzo und die Kathedrale San Giovanni Battista. In San Lorenzo sahen wir einen Druck des Turiner Grabtuchs, dessen Original sich in der Kathedrale befindet und alle 10 Jahre zu besichtigen ist. Durch die berühmten Bogengänge kamen wir zum Palazzo Carignano und vorbei am neu gestalteten Ägyptischen Museum zur Piazza San Carlo mit den sogenannten Zwillingskirchen Santa Cristina und San Carlo.

Piazza Castello
Palazzo Madama
Castello degli Acaja
San Lorenzo
San Giovanni
Museo Nazionale del Risorgimento
Palazzo Carignano
Piazza San Carlo

Nun hatten wir Freizeit. Ich machte einen Spaziergang durch den Giardino Sambuy zum Bahnhof Porta Nuova und lief von dort zur Piazza Vittorio Veneto am Ufer des Po. Von hier hatte ich einen schönen Blick auf die Kirchen Gran Madre di Dio und Santa Maria del Monte. Dann machte ich mich auf den Weg zum Wahrzeichen Turins, der Mole Antonelliana. Bei ihrer Fertigstellung Ende des 19. Jahrhunderts war die Mole das zweithöchste begehbare Gebäude der Welt, heute ist dort ein Filmmuseum untergebracht. Mit einem freischwebenden, gläsernen Aufzug kann man auf 85 m hinauf fahren und die Aussicht über Turin genießen.

Giardini Sambuy
Porta Nuova
Gran Madre di Dio
Gran Madre di Dio und Santa Maria del Monte
Mole Antonelliana

Am Nachmittag fuhren wir zurück nach Alba. Nach einer kurzen Pause im Hotel nahm unsere Reiseleiterin uns mit auf einen Spaziergang durch die hübsche Altstadt. Wir warfen einen Blick in die Barockkirche Santa Maria Maddalena, auf deren Hof im Herbst der Trüffelmarlt stattfindet. Wir sahen die Piazza Risorgimento mit ihren Arkaden und pastellfarbenen Häusern, spazierten vorbei an Delikatessengeschäften und besuchten den Dom von Alba, die Cattedrale di San Lorenzo.

Alba
Alba
San Lorenzo

Am dritten Tag fuhren wir durch das hübsche Tanarotal nach Asti, wo heute noch etwa 20 Geschlechtertürme aus dem Mittelalter erhalten sind. Zunächst kamen wir zur Piazza Medici mit der Torre Troyana o dell‘Orologio und statteten dann der Krypta im Museo di Sant’Anastasio einen Besuch ab. In dieser bedeutenden archäologischen Fundstelle bewunderten wir Kapitelle und Säulen aus der Römerzeit und aus dem Mittelalter. Vorbei am Monumento a Umberto I kamen wir zur Piazza Cattedrale, wo wir die gotischen Kathedrale Santa Maria Assunta e Gottardo besichtigten. Sie wurde im lombardischen Stil gebaut und ist die größte Kirche im Piemont.

Torre Toyana
Santa Maria Assunta

Nach der Mittagspause erreichten wir Costigliole d‘Asti vor den Toren der Stadt. Geschickt manövrierte uns unser Fahrer auf das auf einem Hügel gelegenen Weingut Baldi Pierfranco, wo wir bei der Winzerfamilie eingeladen waren. Nach einer Besichtigung des Weingutes verköstigten wir die edlen Tropfen der Region, die von Salami, Wurst, Focaccia und Grissini begleitet wurden.

 

Vini Baldi
Aussicht vom Weingut

Zurück in Alba fand am Abend die Silvesterfeier im Hotel statt. Nach einem Apéritif mit Snacks im Palio-Saal wurde uns ein mehrgängiges Gala-Menu inklusive Wein im Restaurant serviert. Mit Live-Musik und Tanz begrüßten wir das neue Jahr.

Nach einem späten Frühstück am Neujahrstag fuhren wir durch die Langhe in den Weinort Barbaresco. Wir unternahmen einen Spaziergang durch das Städtchen, sahen den weithin sichtbaren Sarazenenturm und genossen die Aussicht.

Barbaresco
Barbaresco
Aussicht von Barbaresco
Aussicht von Barbaresco
Aussicht von Barbaresco

Durch bezaubernde Hügellandschaft ging es weiter nach Barolo, trotz seiner Grüße weltweit bekannt durch den Spitzenwein aus der Nebbiolo-Traube. Wir besuchten das interaktiv gestaltete Weinmuseum WIMU im Castello Falletti di Barolo und wurden anschließend auf ein Glas Barolo im Korkenziehermuseum eingeladen. Nach einem Abstecher ins Bergdorf La Morra ging es nach Alba zurück.

Barolo
WIMU

Nach einem letzten reichhaltigen Frühstück verließen wir Italien durch das Aostatal und den Großen-Sankt-Bernhard-Tunnel, eine abwechslungsreiche Strecke, auf der uns unsere Reiseleiterin wieder mit interessanten Informationen versorgte. Nachdem im Piemont Sonne und Nebel unsere Begleiter waren, wurden wir in Deutschland mit Schneefall begrüßt.

 

Eine Reise ins Piemont ist eine Reise für alle Sinne. Wenn auch Sie die Region am „Fuß der Berge“ mit Hirsch Reisen erkunden möchten, haben Sie im Herbst wieder die Gelegenheit dazu! Wir bieten Ihnen eine Studienreise zum berühmten Eselrennen „Palio“ oder eine leichte Wanderreise zur Zeit des Trüffelmarktes an:

https://www.hirschreisen.de/staedte-regionen/piemont/