Generalprobe in Bregenz

Gemeinsam mit vielen Ehrengästen, Sponsoren und Partnern durfte unsere Mitarbeiterin Katharina Kasperek am Montag die Generalprobe des Freischütz auf der Bregenzer Festbühne besuchen und hat uns, noch ganz unter dem Eindruck der Vorstellung, berichtet.
Katharina, wie war’s?
Katharina Kasperek: Super cool, die Bühne ist wieder mega. Sie ist nicht nur im See, sondern besteht selbst zu einem großen Teil aus Wasser.
Worauf die Inszenierung vermutlich Rücksicht nimmt?
Ja, das wird perfekt eingesetzt. Sänger und Schauspieler laufen ständig durchs Wasser, der Gehängte stürzt hinein und taucht nicht wieder auf, es kommen Nixen aus dem Wasser, es gibt Wasserfontänen oder einen Felsen, der sich als feuerspeiender Schlangenkopf entpuppt.
Das klingt nach großer Technik?
Ja, wie man es in Bregenz gewohnt ist. Nicht nur das Wasser, auch die Lichteffekte sind beeindruckend. Da gibt es z.B. einen sich ständig wandelnden Mond, und das Licht ändert sich je nach Stimmung.
Der Freischütz ist eine deutsche Oper. Sind die Texte gut zu verstehen?
Wenn man mitliest, ja (lacht). Wie in normalen Opernhäusern gibt es Untertitel. Die laufen halt nicht auf der Bühne mit, sondern auf zwei großen Bildschirmen.
Sitzt das Orchester auch im Wasser?
Nein, das wäre dann wohl doch etwas zu viel verlangt. Das Orchester sitzt, wie üblich, im Festspielhaus und wird live mit Kameras und natürlich Ton übertragen.
Und wie ist das Umfeld der Seebühne?
Erstmal sind die Plätze super – fast auf der Bühne, auf Augenhöhe mit den Darstellern. Ansonsten ist alles super organisiert, überall stehen Helfer und Helferinnen. Sogar die Toiletten im Außenbereich sind total chic, obwohl das ja eigentlich nur Container sind.
Letztendlich war der Teufel aber mächtiger?
Ja, das muss ja so sein bei einer Generalprobe, damit es später klappt. Es war total surreal, es gab ein Gewitter im Stück, mit Donnern aus den Boxen, während sich am Horizont über dem See Gewitterwolken aufgebaut haben. Nach knapp anderthalb Stunden musste die Aufführung abgebrochen werden. Aber auch das war perfekt organisiert, alles lief in sehr geordneten Bahnen und wohlüberlegt ab. Es hat sich in jedem Fall gelohnt, auch in dieser etwas kürzeren Version.





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