Einzigartiges Slowenien

Tag 1: Freundliches Ljubljana

Mit einem Bus von Hettinger Reisen geht es am Busbahnhof in Karlsruhe los. Über Ulm-Seligweiler, am Chiemsee vorbei erreichen wir ohne Stau die Grenze zu Österreich.
Auf der Tauernauto¬bahn mit ihren vierzehn Tunneln geht es nun Richtung Süden. Wenig später machen wir unsere kurze Mittagspause in Golling. Auf der Weiterfahrt hebt sich die Höhenburg Hohenwerfen kaum gegen das Grau der Wolken ab. Wenig später beginnt dann auch der Regen der uns fast bis nach Ljubljana begleitet. Der Karawankentunnel mit 7.864 m stellt die Grenze zum kleinen Land Slowenien mit nur 2 Millionen Einwohnern dar. Hier werden wir uns die nächsten Tage aufhalten. Bei dem Regen, zwischendurch sogar noch Hagel begrüßt, können wir von den Bergen in den Karawanken auf der Seite Richtung Österreich noch von denen in den Julischen Alpen etwas sehen.
Um 17:00 Uhr sind wir am Ziel und werden von unserem Reiseleiter Aleksander Stec begrüßt. Obwohl er Pole ist, kennt er sich auch in Slowenien hervorragend aus.

Bis zum Hotel waren es 710 km.
Wir bringen unsere Koffer auf die Zimmer um dann wenige Minuten später zu einem Stadtrundgang aufzubrechen.

Es zeigt sich in den nächsten Tagen, dass dieses Hotel nicht dem sonst bei HirschReisen gewöhnten Standard entspricht. Es hat aber den Vorteil, dass man innerhalb weniger Minuten in der Altstadt ist.
An der Drachenbrücke, einer Jugendstilbrücke von 1900, beginnen wir den Rundgang der zuerst am Flüsschen Ljubljanica entlang führt.
Obwohl die Temperatur nur bei 16 Grad liegt sitzen einige Gäste im Außenbereich der zahlreichen Gaststätten oder „Studentenkneipen“.

Auf der anderen Flussseite liegen die Markthallen die nach ihrem Planer auch Plečnik-Markt genannt werden.

Nach wenigen Metern erreichen wir den Prešerenplatz. Ursprünglich hieß er Marienplatz nach der barocken Franziskanerkirche Mariä Verkündigung an der Nordseites des Platzes. In der Mitte des Platzes steht das Denkmal des slowenischen Nationaldichters France Prešeren.

Nach dem schweren Erdbeben von 1895 wurden neue bürgerliche Häuser rund um den Platz herum errichtet.

An diesem Platz kann man die Ljubljanica auf drei verschiedenen Brücken überqueren. Ursprünglich gab es hier eine Holzbrücke die 1842 durch eine Steinbrücke ersetzt wurde. Sie wurde 1929 von Jože Plečnik zu einer dreifachen Brücke durch hinzufügen von zwei Fußgängerbrücken erweitert.

Wir gehen noch eine Straße weiter und kommen zum imposanten Grand Hotel.

Auch die Häuser in der Umgebung sind sehenswert, so etwa das Haus des Genossenschaftsverbands.

Das Haus der Genossenschaftlichen Wirtschaftsbank ist mit seiner reich verzierten Fassade eines der berühmtesten Gebäude der Stadt.

Über der Innenstadt von Ljubljana thront eines der Wahrzeichen der Stadt, das Laibacher Schloss. Wir werden diese ursprünglich mittelalterliche Wehranlage übermorgen besichtigen.

Abschließend werfen wir noch einen Blick in die Innenhöfe des Rathauses.

Ein typisch Slowenisches Abendessen nehmen wir im Gasthaus „Gostilna Sokol“ ein.
Es gibt:

  • Pilzsuppe in einer Brotschale
  • Krainerwurst mit Kartoffeln, Zwiebeln, Sauerrüben und Grieben
  • Hausgemachter Schichtkuchen Gibanica

Nach einem langen Tag gehen wir anschließend zum Hotel zurück. Herr Stec hat uns aber in den regen-freien Abendstunden einen schönen Einblick in die Altstadt der slowenischen Hauptstadt gegeben.

Tag 2: Maribor, Ptuj und der Wein

Da heute eine große Wegstrecke auf dem Programm steht, geht es bereits um 8:00 Uhr los. Die erste Besichtigung steht in Maribor an, das vor allem in Österreich als Marburg an der Drau bekannt ist. Sie ist die zweitgrößte Stadt in Slowenien. 2012 war sie Kulturhautstadt Europas. Wir sind hier bereits in der hügeligen Weingegend an der Drau. Unterwegs kommen wir aber auch an mehreren abgeernteten Hopfenfeldern vorbei.

Wir beginnen unseren Rundgang in der Franziskanerkirche.

Unter diesem Gebäude erstreckt sich einer der größten und ältesten Weinkeller Europas. Der älteste Teil des Kellers wurde 1847 erbaut und hat eine Fläche von 15.000 m2. Es lagern hier rund 3 Millionen Liter Wein.
Auf der anderen Seite des Platzes steht die Stadtburg die auch Schloss genannt wird. Sie wirkt eher wie ein großes Herren¬haus. Kaiser Friedrich III. hatte sie sogar als Festung angelegt.
Inzwischen hat uns auch wieder der Regen eingeholt.

Auf der Ostseite des Gebäudes kann man einen Blick in das Rokoko-Treppenhaus werfen.

Auf dem weiteren Stadtrundgang kommen wir auch zur Synagoge von Maribor.

Weiter geht es an das Ufer der Drau. Wir sehen hier die Alte Brücke von 1913. Sie galt damals als eines der prächtigsten Bauwerke in Österreich-Ungarn.

Das Haus der Alten Rebe ist ein altes mittelalterliches Haus, an dessen Stirnseite die älteste Rebe der Welt wächst. Es steht im Stadtviertel Lent direkt am Ufer der Drau, an einem sonnendurchfluteten Ort.

Die Sorte Schwarzsamtene oder Blauer Kölner ist mit dem über 450 Jahren hohen, bestätigten Alter ins Guinnessbuch der Rekorde als die älteste Rebe weltweit eingetragen, die noch immer edle Früchte trägt. Und wie wir feststellen konnten trägt sie auch heute immer noch reichlich Trauben.

Die Pest-Säule ist ein Denkmal am Hauptplatz der Stadt Maribor im Nordosten Sloweniens, die aus Dankbarkeit für das Ende einer Pestepidemie von 1680 errichtet wurde. Damals verstarben rund ein Drittel der Einwohner der Stadt.

Zum Abschluss unseres Rundgangs werfen wir noch einen Blick in die Domkirche die in der ersten Hälfte des 12. Jh. erbaut wurde.

Ptuj oder Pettau ist unser nächstes Ziel. Sie ist die älteste aufgezeichnete Stadt in Slowenien. Sie liegt in der historischen Untersteiermark. Wir beginnen unsere Besichtigung mit der Burg die auf einem Berg über der Stadt thront. Von hier haben wir einen schönen Ausblick auf die Ziegeldächer und mittelalterlichen Gassen der Altstadt am Ufer der Drau.

Ursprünglich stand hier ein römisches Kastell. Archäologische Grabungen lassen vermuten, dass bereits in der Frühzeit Menschen auf diesem Berg Zuflucht gesucht haben. Im 9. Jahrhundert wurde die Burg zu einer Festungsanlage umgebaut und im 11./12. Jahrhundert auf Veranlassung des Erzbischofs Konrad I. aus der Salzburger Erzdiözese, zu deren Besitz Pettau und die Burg gehörten, erneuert. Über die Jahrhunderte gab es immer wieder Veränderungen und die Besitzer wechselten. Die letzten Besitzer waren die Grafen von Herberstein bevor diese vom jugoslawischen Staat enteignet wurden. In der Folge wurde hier ein Regionalmuseum eingerichtet.

Der mächtige Renaissance-Stadtturm vom Ende des 16. Jh. dominiert die Ptujer Innenstadt. Wir sehen davor auch das Orpheus-Denkmal; laut Inschrift ist es der Grabstein von Marcus Valerius Verus, dem römischen Statthalter von Poetovio aus dem 2. Jahrhundert.

Wir gehen nun auf der neuen Fußgängerbrücke über die Drau zum Parkplatz und werfen dabei noch einen Blick zurück auf den Burgberg. Wir werden bereits von unserem Fahrer erwartet der das zuvor bestellte Menü bereithält: Es gibt Frankfurter oder Rindswürstchen mit Senf, Gurke und Brot. Wer möchte, bekommt auch noch Kartoffelsalat dazu.
Frisch gebrühter Kaffee steht auch noch zur Verfügung. Kaltgetränke gehen bei dieser Witterung nicht so gut.

Wir können unser Mittagessen aber wenigstens im Trockenen einnehmen da der Regen für ein paar Minuten ein Einsehen hat.
Kurz darauf regnet es leider weiter.

Gut gestärkt geht es nun in die Weinberge der Untersteiermark.

Wir steuern das Winzerhaus Malek der Familie Puklavec an. Dieses liegt auf einem Hügel oberhalb der Weinberge kurz vor der Ortschaft Jeruzalem. Hier gibt es aber nur einen „Schaukeller“, die eigentliche Kellerei liegt wenige Kilometer weiter in Ormož an der Grenze zu Kroatien.
Das Gebäude ist über dreihundert Jahre alt. Während es die vorhergehenden Besitzer als Wohnhaus und für landwirtschaftliche Zwecke genutzt haben, dient das Winzerhaus heute ausschließlich als touristische Sehenswürdigkeit und für Weinverkostungen.
Puklavec Family Wines bietet eine Vielzahl verschiedener Marken und Rebsorten für die unterschiedlich-sten Märkte. Das internationale Angebot umfasst derzeit die Marken puklavec & friends, Seven Numbers und Estate Selection. Auf dem slowenischen Heimatmarkt findet man zudem Jeruzalem Ormož.

Derzeit hat die Familie Punklavec elf verschiedene Weißweine, drei Rotweine und fünf Sekte im Angebot.

Wir beginnen mit dem Furmint im alten Gewölbekeller. Das ist eine weiße Rebsorte, die vor allem als Grundlage des ungarischen Tokajerweins Bekanntheit erlangt hat. Sie ist eine besonders alte Rebsorte deren Herkunft unklar ist.
Die weiteren Weine werden bequem im Gastraum des Hauses verkostet. Traminec ist die Slowenische Bezeichnung für den Traminer, und Renski Rizling ist der Slowenische Riesling.

Der Alkoholgehalt steigt von 11,5% beim Furmint bis zu 14% beim Traminer an.

Die ersten beiden haben sehr gut geschmeckt, der Riesling und die Rotwein Cuvee haben ebenfalls gemundet. Der Traminer ist beim Schreiber des Berichts keine bevorzugte Rebe.
Man kann aber sagen, dass dies eine der bisher besten Weinproben bei einer unserer HirschReisen war.

Am Ende werden einige Flaschen und auch 6er Kartons in den Bus geladen.

Der meiste Teil der Heimfahrt findet dann auch wieder im Regen statt.
Wir sind dann froh, dass das Abendessen heute im Hotel stattfindet. Heute ist Fisch angesagt.

Wir sind heute auf knapp 400 Kilometer gekommen, die meisten davon im Regen.

Tag 3: In den Julischen Alpen

Während wir gestern den Osten Sloweniens erkundet haben geht es heute in den Westlichen Teil bis wenige Kilometer vor der italienischen Grenze.
Der Name Julische Alpen bezieht sich auf Gaius Julius Caesar. Die Julischen Alpen sind ein sehr schroffer Gebirgsstock. Höchster Berg ist der Triglav (Dreikopf), 2864 m, zugleich höchster Berg Sloweniens.

Unser erstes Ziel ist der Ferien- und Luftkurort Bled mit dem gleichnamigen See und der darüber thronenden Burg. Diese älteste Burg Sloweniens „erobern“ wir als erstes bevor weitere Busse kommen.
Wir sind nun auch in der Region Oberkrain die in Deutschland durch Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer bekannt ist.

Die Geschichte der Burg reicht in das Jahr 1004 zurück, als der deutsche Kaiser Heinrich II. das Gut Bled dem Brixner Bischof Albuin schenkte. Damals stand an der Stelle der heutigen Burg nur ein romanischer Turm, umgeben von einer Schutzmauer. Die erste Burg wurde um 1011 von den Bischöfen erbaut und diente ursprünglich der Abwehr. Die Bischöfe von Brixen lebten nie in der Burg, deshalb gab es darin auch keine Luxuszimmer.
Im Mittelalter wurden zusätzliche Türme hinzugefügt. 1511 wurde die Burg bei einem Erdbeben schwer beschädigt und erhielt anschließend bei den Renovierungsarbeiten das heutige Aussehen.
Wir sehen unter uns den Ort Bled.

In der der Burg ist heute ein Museum, eine Kapelle und eine Druckerpresse beherbergt

Von hier oben hat man auch einen hervorragenden Blick auf die kleine Insel Blejski Otok mit seiner bekannten Marienkirche:

Sie ist die einzige Insel Sloweniens. Die Überfahrt zur Insel findet mit der Pletna statt, einem traditionellen Holzboot ähnlich der im Salzkammergut verwendeten Plätten. Wir werden später auch damit übersetzen. Zuerst geht es aber weiter zum Wocheiner See der als einer der schönsten des Landes gilt. Leider sehen wir bei diesem Wetter nicht viel von der Schönheit. Die Wolken hängen hier sehr tief sodass wir den Triglav auch nicht sehen können.

Oberhalb des östlichen Ufers befindet sich die über 700 Jahre alte Kirche des Hl. Johannes des Täufers mit ihren wertvollen gotischen Fresken.

Sie gilt als die meist fotografierte Kirche in Slowenien.

Anschließend geht es zurück zum Bleder See wo wir nun zur Insel übersetzen. Zwei Pletnas stehen für uns bereit.

Nach dem Betreten der Insel muss man zuerst 99 Stufen bis zum höchsten Punkt der Insel emporschreiten. Diese monumentale Stiege besteht in dieser Form seit dem 17. Jahrhundert. Hier oben steht die Kirche und der freistehende 54 m hohe Glockenturm mit drei Glocken den man auch besteigen kann.
In der Kirche kann man am Seil der „Wunschglocke“ ziehen um sie bimmeln zu lassen und sich dann etwas wünschen.
Die heutige Form der Kirche ist seit dem 17. Jahrhundert gleich geblieben, als sie nach einem erneuten Erdbeben saniert wurde.

Nach der Besichtigung der Insel werden wir zurückgerudert und die meisten von uns nehmen Ihre Mittags¬pause im Restaurant des Hotel Starkl ein. Der größte Renner ist dabei die von Hr. Stec sehr angepriesene Bleder Cremeschnitte.
Jede dieser Cremeschnitten ist ein vollständiger Würfel mit 7 cm Seitenlänge und besteht aus zwei Dritteln Vanillecreme und einem Drittel Schlagsahne sowie Blätterteigschichten am Boden und als Deckel. Sie schmeckt vorzüglich – über die Kalorien wird geschwiegen.

Kurz bevor wir losfahren erscheint auch kurz mal die Sonne und beleuchtet die Burg:

Gut gestärkt geht es nun Richtung Krajnska Gora, einem alpinen Ferienort mit zahlreichen Skipisten und „Aufstiegshilfen“. Wir fahren ein paar Meter weiter ins Tal der Pisnica bis zum Jasna-See zur Statue eines Steinbocks.

Der letzte Punkt heute ist Planica mit seinen berühmten Skisprung- und Skiflugschanzen. Es wird daher auch als „Tal der Schanzen“ bezeichnet.

Nun geht es wieder zurück zum Hotel wo wir gut 90 Minuten später eintreffen. Auch am Nachmittag hat es reichlich geregnet.
Heute waren wir 270 km unterwegs.
Wir essen heute wieder in einem Lokal in der Stadt, im Hisa Pod Gradom. Wir sind im Gewölbekeller untergebracht. Es beginnt mit einer Gemüsesuppe, dann folgen Cordon-Bleu mit Kartoffeln und Dessert.

Auch auf dem Rückweg ins Hotel hat uns der Regen leider nicht vergessen.

Tag 4: Märchenhafte Grotten

Heute Morgen geht es zu Fuß zu den Markthallen. Wir wollen mit der Standseilbahn auf den Burgberg fahren und die Burg besichtigen. Doch ein Gewitter mit starken Regenfällen hält uns zuerst mal davon ab. Glücklicherweise hat der kluge Planer Jože Plečnik zwei offene Säulenloggien in den Markthallen vorgesehen. In einer davon können wir alle auf das Ende des Regens warten.

Herr Stec hat uns hier im Namen von HirschReisen einen Espresso oder ein anderes Heißgetränk spendiert. Bei den Temperaturen genau das richtige. Bei nur noch leichtem Regen haben wir uns dann auf den Weg zur Talstation der Standseilbahn gemacht und sind zum Schloss hochzufahren.

Der Blick von der Aussichtsterrasse war leider sehr beschränkt da die Regenwolken zu dicht über der Stadt lagen.

Anschließend geht es zurück ins Hotel um dann die Koffer in den Bus zu verladen. Um 11:00 Uhr machen wir uns dann im Regen auf nach Postoina. Um 13:00 Uhr haben wir unsere deutschsprachige Führung. Wer gedacht hat dass es in der Höhle trocken ist hat sich getäuscht – selbst hier unten regnet es stellenweise von der Decke. Doch das hat die Eindrücke die man hier gewinnt nicht geschmälert.
Die Höhlen von Postojna oder Adelsberger Grotten im Deutschen sind die zweitgrößten für Touristen erschlossenen Tropfsteinhöhlen der Welt. Das gesamte Höhlensystem ist 24 Kilometer lang. Der erschlossene und ganzjährig für den Tourismus geöffnete Teil umfasst 5 km, wovon die Besucher 3,5 km mit einem Zug zurücklegen.
Da die Höhle von Postojna waagerecht ist, wurde am 16. Juni 1872 in der Höhle weltweit die erste Eisenbahn in einer Tropfsteinhöhle eröffnet. Die Höhlenführer schoben die zwei Wagen, genannt Faeton, mit je vier Besuchern durch die Höhle. 1923 kam die erste Benzinlokomotive zum Einsatz. Seit 1956 kommen Akku-Lokomotiven zum Einsatz nachdem sich die Besucher über den Lärm und die Auspuffgase der Benzinlokomotiven beschwert haben. 1988 wurden die letzten zwei der nun 12 Akku-Loks beschafft.

Hier stehen wir unter der Russenbrücke in der Höhle von Postojna. Sie wurde während des Ersten Welt-krieges von russischen Kriegsgefangenen erbaut. Davor war eine Erkundung des dahinter liegenden Höhlensystems so gut wie nicht möglich.

Kurz vor dem Ausgang aus der Höhle, nachdem der Zug angehalten hat kann man einen Blick auf den unterirdischen Fluss Pivka werfen.

Nach 90 Minuten ist man sehr beeindruckt von den Bildern die man Höhe erlebt hat.

Anschließend geht es wenige Kilometer weiter zur Burg Predjama.
In der 123 Meter hohen senkrechten Felsenwand thront ein über 800 Jahre altes uneinnehmbares mittelalterliches Wunder. Hinter der größten Höhlenburg der Welt befindet sich ein Geflecht von geheimen Gängen, von denen aus sich der Ritter Erasmus von Predjama auf seine Raubüberfälle begab.
Im 12. Jahrhundert wurde in die unzugängliche Felswand eine Burg gebaut. Der Wohntrakt der alten Burg lag an der Stelle der jetzigen Anlage

Am späteren Nachmittag geht es nach einer Kaffeepause auf die letzte Etappe des heutigen Tages – das Meer ruft.

Um 17:30 Uhr sind wir an unserem Hotel Marko in Portorož. Im Vergleich zu den 12°C lassen sich die 22°C deutlich besser an; doch es weht eine steife Prise wie man auch am Wellengang des Meeres sieht.

Blick nach Südosten Richtung Ortsteil Lucija wo sich auch der Jachthafen befindet.

Blick nach Nordwest

Nach den ersten Eindrücken am Meer schauen wir uns das Hotel Marko genauer an. Es hebt sich deutlich von dem Hotel in Ljubljana ab, aber auch von den wesentlich größeren die wir hier bereits am Ort gesehen haben: klein aber fein, wenn auch etwas in die Jahre gekommen. Dieser erste positive Eindruck verstärkt sich dann bei Abendessen und nochmals beim Frühstück. Wir sind hier sehr gut aufgehoben.

Hier noch ein paar Impressionen vom Balkon des Zimmers.

Beim Abendessen kann man jeweils zwischen Fisch und Fleisch wählen, beides hat stets sehr gut geschmeckt.

Tag 5: An der blauen Adria

Slowenien hat ja nur eine Küstenlänge von 47 km, im Vergleich dazu sind es fast 1.800 km von Kroatien.
Um die Größe des slowenischen Küstenbereichs wurde mehrfach vor Gericht gestritten.
Die Streitereien zwischen Slowenien und Kroatien über 30 km2 in der Bucht von Piran halten bis heute an. Herr Stec schilderte uns die Details dieses seit 1991 andauernden Streits. Glücklicherweise läuft alles aber ohne Blutvergießen ab.

Wir starten am Morgen gleich mit Piran. Mit ihrer Lage, ihrer Altstadt und der venezianischen Architektur ist das Städtchen eines der bekanntesten Touristenzentren des Landes. Zur Gemeinde Piran gehört auch die Gemeinde Portorož die mit einer sehr guten Busverbindung angebunden ist.

Hier sehen wir den Tartiniplatz mit den angrenzenden Häusern. Hervorzuheben sind hier das Rathaus und die davor stehende Bronzestatue des Komponisten Giuseppe Tartini sowie das Venezianerhaus.
Der Platz entstand im Jahr 1894, als der damals an dieser Stelle liegende, zu klein gewordene und als Müllkippe verwendete Hafen endgültig zugeschüttet wurde.

Der Glockenturm der Domkirche St. Georg hat eine Höhe von 47 m und wurde 1608 fertiggestellt. Er ist eine kleinere Kopie des Turms von San Marco in Venedig

Blick über die Dächer von Piran.

Die Landzunge die man hier im Hintergrund sieht liegt bereits in Kroatien.

Der alte Leuchtturm von Piran und der Stadtplatz mit Zisterne

Nach dem Rundgang durch das historische Viertel von Piran fahren wir zu den Salinen von Secovlje. Es ist ein Naturpark in der Bucht von Piran in der Nähe von Seča direkt an der Grenze zu Kroatien. Es sind die nach den Salinen von Strunjan die nördlichsten noch aktiven Salinen im Mittelmeerraum. Sie sind jährlich 4 Monate in Betrieb, vom 24. April bis zum 25. August.

Der bewaldete Bergrücken im Hintergrund liegt bereits in Kroatien.
Nach wenigen Minuten fahren wir zurück um nach Izola zu gelangen. Der folgende Höhenzug ist auf Höhe von Strunjan aufgenommen und auf der anderen Straßenseite liegen die Salinen.

Im nächsten Bild sehen wir unser nächstes Ziel, die Halbinsel Izola.

Die Altstadt liegt auf einer ehemaligen Insel, daher auch der Name Izola. Nach dem Abriss der alten Stadtmauer unter französischer Kontrolle wurde das Meer zwischen Insel und Festland aufgeschüttet und die heutige Halbinsel entstand.

Die Kirche des Hl. Mauro mit ihrem Turm sieht man von weitem da sie auf dem höchsten Punkt der ehemaligen Insel steht. Leider ist sie komplett von Autos zugestellt. Da die Tür verschlossen war konnten wir das Innere nicht anschauen. Nach dem Mittagessen geht es dann weiter nach Koper, der einzigen Seehafenstadt Sloweniens.

Im nächsten Bild sehen wir den Brunnen Da Ponte, dem größten Stadtbrunnen der erstmals 1423 erwähnt wurde. Das heutige Barockaussehen erhielt er im Jahr 1666.


Prätorenpalast am Titoplatz, in heutiger Form erbaut im 15. Jahrhundert.

Kathedrale Mariä Himmelfahrt wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jh. erbaut.
Der Glocken- oder Stadtturm war einst ein selbständiges Objekt und erst im Jahr 1488 wurde er der Kathedrale der Himmelfahrt der Jungfrau Maria angeschlossen.
Die Glocke des Hl. Nazarius, die sich im Glockenturm befindet, ist die älteste noch funktionsfähige Glocke in Slowenien. Sie wurde in Venedig im Jahr 1333 eingegossen.

Die Taverna am Carpaccio-Platz ist ein ehemaliges Salzlager. Es belegt, welche große Bedeutung Salz hatte: Das durch Verdunstung gewonnene Salz war ein begehrtes Handelsgut, dessen Monopol sich sowohl Venedig wie nach ihm Habsburger sicherten. Später wurde der Fischmarkt in den Gebäuden der Taverna betrieben, heute ist die Anlage ein beliebter Veranstaltungsort.

Wir haben dann noch kurz freie Zeit bevor wir ins Hotel zurückfahren. Leider ist in Protorož das Wetter auch nicht besser als in Koper.

Tag 6 : Triest und stolze Lippizaner

Am frühen Morgen vor der Abfahrt werfen wir einen Blick auf die kroatische Halbinsel mit dem Ort Crveni Vrh der Protorož gegenüber liegt.

Um 8:00 Uhr geht es zuerst in die elegante Handelsstadt Triest. Sie ist seit jeher ein Schmelztiegel der Kulturen, geprägt durch fünf Jahrhunderte Habsburgermonarchie und die Sonderstellung als Freihafen, k.u.k. Charme gemischt mit Dolce Vita. Da Herr Stec hier in Italien keine Gruppen führen darf, steigt Pietro am Bahnhof in den Bus.

Die Stadt, die seit 1924 Universitätsstadt ist, ist Hauptsitz von weltweit tätigen Unternehmen, wie dem Kaffeeproduzenten illy, der Versicherungsgesellschaft Generali, dem Schiffbauunternehmen Fincantieri und dem Schifffahrtsunternehmen Italia Marittima.

Durch den Ost-West-Konflikt an der ehemaligen Grenze des „eisernen Vorhangs“ geriet Triest jahrzehnte¬lang in eine verkehrspolitische Randposition und verlor an wirtschaftlicher Bedeutung. Das änderte sich erst mit dem EU-Beitritt Sloweniens 2004 und seinem Beitritt zum Schengen-Raum der zum Wegfall der Grenz¬kontrollen führte.

Triest ist mit seinem Tiefwasserhafen heute wie vor 1918 ein maritimes Tor für Norditalien, Deutschland, Österreich und Mitteleuropa. Im Gegensatz zum slowenischen Hafen Koper können hier die größten Containerschiffe anlegen. Hier beginnt auch die Erdöl-Pipeline die über Ingolstadt nach Karlsruhe führt.

Kurz nachdem wir aussteigen wird das Wetter deutlich schlechter, es stürmt und regnet erst einmal ein paar Minuten.

Die ganzen Zelte die hier bereits aufgestellt sind stellen die Vorbereitungen der zum 54. Mal stattfindenden Barcolana, der meistfrequentierten Regatta des Mittelmeers, dar.

Gebäude des Schifffahrtsunternehmen Italia Marittima (ehemals Lloyd Triestino) und unten das Rathaus am Piazza dell’Unità d’Italia.

Da Regen und Wind stärker werden, flüchten wir ins Trockene der Galerie Tergesteo.

Wir stehen hier vor dem Palazzo della Borsa Vecchia (Alte Börse). Die Fassade des 1806 von Antonio Molari errichteten prächtigen Gebäudes mutet dadurch fast wie die eines griechischen Tempels an. Der Bau beherbergt heute die Camera di Commercio (Handelskammer) der Stadt. Links davor ist der Neptunbrunnen.

Canal Grande die Trieste

Am Ende des Kanals liegt die Kirche Sant’Antonio Taumaturgo. Sie wurde 1842 geweiht und stellt heute das größte katholische Gotteshaus in Triest dar. Wir werden später noch einen Blick hineinwerfen. Abschließend statten wir dem Gotteshaus der griechisch-orthodoxen Gemeinde San Nicolò dei Greci das zwischen 1784 und 1787 errichtet wurde noch einen Besuch ab. Doch leider finden hier aktuell Renovierungen statt.

Als nächster Programmpunkt steht heute Vormittag ein Ausflug zum 5 km entfernten Schloss Miramar an. Das Schloss wurde zwischen 1856 und 1860 für Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich, den Bruder Kaiser Franz Josephs I., und seiner Gattin Charlotte von Belgien erbaut.

Parkanlage von Schloss Miramar

Nach der Rückfahrt nach Triest haben wir nun freie Zeit und wir steuern zuerst die Kirche der Dreifaltigkeit und des Hl. Spyridon aus dem 18. Jh. die der serbisch-orthodoxen Kirche gehört an. Die Kirchengemeinde ist eine der größten serbisch-orthodoxen Gemeinden in Italien.

Auf der kurzen Fahrt zurück nach Slowenien erwähnt Herr Stec, dass Triest auch durch die Romane von Veit Heinichen bekannt ist. Sein Kommissar Laurenti ermittelt in Triest und der Umgebung.

Nach einer halben Stunde sind wir in Lipica. Hier liegt das Gestüt nahe dem Ort Sežana. Das Gestüt sind ein paar Gebäude und ein großes Wiesengelände mit einigen Baumgruppen. Die Umgebung hat den Charakter eines Waldparks, der für die weitere Karstlandschaft einen abweichenden Landschaftsraum bildet.

Im 13. und 14. Jahrhundert begann an diesem Ort eine Pferdezucht. Die Gründung eines Pferdegestüts erfolgte erst 1580 während der Regentschaft von Erzherzog Karl. Heute leben hier mehr als 300 weiße Lipizzaner auf mehr als 300 Hektar Grünflächen. Hier sehen wir ein paar Impressionen unseres Besuchs.

Als wir zum Bus zurückkommen werden wir zum Abschiedsumtrunk, der bei jeder HirschReise stattfindet, eingeladen. Heute können wir den Sekt Jeruzalem Ormoz der Familie Puklavec geniesen.

Es steht aber noch ein abschließender Programmpunkt an, der Besuch der Kirchenburg Hrastovlje.
Es ist eine kleine romanische Dreifaltigkeitskirche aus dem 12.Jh., die zur Zeit der Türkeneinfälle mit einer Ummauerung und zwei Wehrtürmen versehen wurde. 1490 wurde das Kirchenschiff vom istrischen Maler Johannes de Castuo mit Fresken ausgemalt, welche die Kirche zu einer bedeutenden Sehenswürdigkeit machen.

Die Fresken wurden erst 1949 entdeckt und freigelegt. Sie zeigen Szenen aus dem Alten Testament und Darstellungen aus dem Leben Jesu. Daneben werden die Heiligen Drei Könige, weitere Heilige und örtliche Honoratioren dargestellt. Sie stellen eine naive Bibel dar die die mittelalterliche Schöpfungsvision dem Volk erklären sollte. Bekannt ist die Kirche vor allem für ihr Totentanz-Fresko, einem Meisterwerk von europäischem Rang.

Kurz nach 17 Uhr sind wir dann wieder im Hotel zurück. Wir können nun noch die Abendstimmung am Meer genießen.

Tag 7: Heimreise

Trotz dem nicht gerade guten Wetter fällt einem der Abschied von Portorož schwer. Wir nehmen unseren Reiseleiter Herr Stec bis zum Flughafen von Lubljana mit und verabschieden ihn.

Wir können heute endlich einen ungetrübten Blick auf die Julischen Alpen werfen. Aber nach wenigen Kilometern in Österreich setzt dann leider wieder Regen ein und das ändert sich auch nicht mehr bis wir zuhause in Karlsruhe zurück sind. Nach gut 830 km treffen wir gegen 19:30 Uhr am Busbahnhof ein.

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