Veröffentlicht am Autor , Annette Henzi

Bregenzer Festspiele

Gespannt und mit Vorfreude geht es an einem wunderschönen, sonnigen Julimorgen los in Richtung Bodensee. Ziel ist die österreichische Stadt Bregenz am östlichen Ende des Bodensees. Die jährlichen Bregenzer Festspiele mit Opernaufführungen und Konzerten, die auf der schwimmenden Seebühne und im Festspielhaus mit Galsfassade stattfinden, locken jeden Sommer 200.000 Zuschauer an den Bodensee. Dieses Jahr steht Carmen von Georges Bizet auf dem Programm.



Einen kurzen Stopp lege ich in Birnau ein. Hoch über dem See und inmitten malerischer Weinberge erhebt sich der rosa-weiße, schlanke Turm der prunkvollen Barockkirche Birnau. Schon auf der Aussichtsplattform vor der Kirche ahnt man, warum sich dieser Ort zu einem der beliebtesten Ausflugsmagneten für Touristen und Heiratswillige entwickelt hat.

Der Blick über den See und die Weinberge lässt ein Glücksgefühl hochkommen.

Über Friedrichshafen und Lindau geht es weiter bis an das östliche Ende des Bodensees. Bregenz mit dem 1064m hohen Hausberg, dem ,,Pfänder“ liegt vor mir.
Ich erreiche das Vertragshotel Messmer von Hirsch Reisen am Kornmarktplatz. Das Hotel in der Fussgängerzone.von Bregenz liegt nur 100 m vom Bodensee und 10 Gehminuten vom Festspielhaus entfernt.

Nach dem Zimmerbezug mache ich mich auf, Bregenz von oben zu sehen. Mit der Pfänderbahn geht es hoch hinauf. Der Blick ist grandios!! Oben angekommen genieße ich erst einmal die Aussicht. Mit seiner einzigartigen Aussicht auf den Bodensee und auf 240 Alpengipfel ist der Pfänder der berühmteste Aussichtspunkt der Region. Der zweistündige Abstieg erfolgt über Wiesen und Wälder.

Eine Stunde vor der Opernaufführung breche ich zu Fuss zur Vorstellung auf. Entlang des Sees geht es zur Seebühne. Pro Vorstellung erleben hier im Sommer bis zu 6.980 Besucher die weltweit beachteten Inszenierungen der Bregenzer Festspiele.

Schon von weitem entdecke ich das spektakuläre Bühnenbild. Für seine Neuproduktion hat sich Regisseur Kasper Holten zwei riesige Frauenhände auf die Bühne bauen lassen, die Spielkarten halten. Rund 17 bis 20 Meter ragen die Hände aus dem Wasser.

Mit einem wunderbaren Sonnenuntergang über dem See beginnt die Vorstellung pünktlich um 21.00 Uhr.
Das Drama um Liebesleidenschaft und Machtkampf spielt in Andalusien, im südspanischen Sevilla. Carmen, die in einer Zigarettenfabrik arbeitet, wird nach einem handgreiflichen Streit verhaftet. Um flüchten zu können, verführt sie den Soldaten José, der mit seiner Jugendfreundin Micaëla verlobt ist. Der in Liebe entflammte Don José lässt Carmen laufen, wird degradiert und verhaftet. Nach seiner Entlassung folgt er Carmen, um mit ihr im Kreise von Zigeunern und Banditen in den Bergen zu leben. Hin und her gerissen zwischen Pflichtbewusstsein, Passion und Eifersucht steuert er seinem Verderben entgegen. Dem stolzen, siegessicheren Stierkämpfer Escamillo hat Carmen schon längst ihre Liebe geschenkt. Verzweifelt fleht José sie an, zu ihm zurückzukehren. Doch Carmen verhöhnt ihn und will zu Escamillo, worauf der vor Wut und Eifersucht rasende José ihr sie tötet.
Projektionen lassen auf den Kartenoberflächen die verschiedenen Welten des Stierkampfes, des Kartenlegens und der leidenschaftlichen Liebe entstehen.

Die Karten bewegen sich nicht wirklich, aber über Projektionen sieht es so aus, als würden sie
sich umdrehen oder ihr Erscheinungsbild ändern. Außerdem sind in den Karten Lautsprecher eingebaut. Die Unterwasser-Karten wiederum werden wie von Zauberhand bewegt.
Der See wird in die Inszenierung miteinbezogen. Die verschiedenen Plattformen und Kulissen erheben sich aus dem Wasser bzw. verschwinden darin. Schiffe fahren umher. Das Szenenbild überrascht mit immer neuen beeindruckenden Bildern. Sänger und Tänzer treten am und im Wasser auf, manchmal auch hoch in der Luft.

Es gibt so viel zu sehen und immer wieder erstaunliche Überraschungen, dass man gar nicht weiß, wo man hingucken soll, um ja nichts zu verpassen!
Die mitreißende Musik mit spanisch anmutenden Klängen fasziniert. Das Orchester ist unter der Bühne versteckt. Auf seitlichen Wänden werden Bilder des Orchesters der Wiener Philharmoniker übertragen.
Nach über zwei Stunden purem Staunen und Faszination werde ich in die reale Welt zurückgeholt. Ich bin begeistert!!! Die Vorstellung ist grandios und übersteigt alle Erwartungen.
Am nächsten Morgen bin ich noch ganz erfüllt von der Aufführung. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Restaurant verabschiede ich mich von Bregenz. Es wird sicherlich nicht mein letzter Besuch bei den Bregenzer Festspielen gewesen sein.

Hirsch Reisen bietet auch in diesem Jahr Reisen zu den Bregenzer Festspielen an. Näheres dazu finden Sie in unserem Jahreskatalog 2018 oder unter folgendem Link:
https://www.hirschreisen.de/staedte-regionen/oesterreich/bregenz/