Auf nach Osten! Studienreise in die Ukraine

ukraine_kiewDie Ukraine ist eine der großen Unbekannten auf der Europäischen Landkarte. Der junge Staat ist nach Ende der sowjetischen Herrschaft mit der „Orangenen Revolution“ 2004 näher an den Westen gerückt. Trotzdem beherrschen gewaltige Kontraste zwischen Arm und Reich dieses Land im Umbruch, das flächenmäßig das größte Europas ist. Wer sich aufmacht, die Ukraine zu erkunden, sollte eine Portion Neugier und Abenteuerlust mitbringen!

Was verbindet man hierzulande mit der Ukraine? Den weltbekannten Krimsekt? die Boxer-Brüder Klitschko? 2005 brachte der Eurovision Song Contest ebenso viele Menschen nach Kiew wie die Revolution im Jahr zuvor. 2012 wird das Land zusammen mit Polen die Fußball-EM austragen. Die Ukraine sucht den Anschluss an den Westen – doch immer mal wieder dreht Russland den Gashahn zu und macht die Abhängigkeiten der post-sozialistischen Ära klar.

Die Suche nach nationaler Identität währt seit Jahrhunderten. „Ukraine“ bedeutet „Grenzland“. Im Mittelalter bildeten die Steppengebiete nördlich des Schwarzen Meeres eine natürliche Barriere zwischen orthodoxer und islamischer Welt. Wilde Reiternomaden beherrschten das Land, um das sich osmanische Sultane, polnische Fürsten, russische Zaren und österreichische Kaiser stritten. Vor allem auf der Krim-Halbinsel begegneten sich Ost und West, Händler der Antike, slawische Steppenvölker und italienische Seemächte hinterließen sehenswerte Spuren. Von Kiew zum Schwarzen Meer führt die neue Studienreise, die ein faszinierendes Kaleidoskop an Eindrücken bereithält!

Kiew: Stadt der Goldenen Kuppeln

Auf ihrer hohen Säule wacht „Mutter Ukraine“ über den „Majdan“, den Platz der Unabhängigkeit. Ihr zu Füßen versammelte sich 2004 die Oppositionsbewegung und Wiktor Juschtschenko führte die „Orangene Revolution“ zum Sieg. Heute kann man hier blau-gelb-gestreifte Nationalfahnen und kitschige Kosakenfigürchen kaufen. Die aufstrebende Hauptstadt am Dnjepr spiegelt die Geschichte des Landes: Das Goldene Tor erinnert an die mittelalterliche Festung der „Kiewer Rus“; großartige Kuppelkirchen überragen die Altstadt. Der malerische Andreassteig mit seinen vielen Ateliers und Kunstgalerien steht in reizvollem Kontrast zur einstigen Prachtstraße Chreschtschatik mit ihren Bauten im Stil des „Stalinschen Barock“.

Von tiefer Religiosität der Ukrainer zeugen die eindrucksvollen Höhlenklöster. Zahllose Pilger strömen nach Lawra Petschersk, dem geistlichen Zentrum, das einst zur Ausbreitung des orthodoxen Glaubens in der russischen Welt beigetragen hat. Hier kann man auch das legendäre Gold der Skythen, Nomadenkrieger der Antike, bestaunen.

Halbinsel Krim: Tourismus mit Tradition

Zu Sowjetzeiten war die Krim-Halbinsel der beliebteste Urlaubsort der UdSSR! Kein Wunder, bei der Verbindung von freundlichem Klima, üppiger Vegetation, eleganten Kurstädten und reichem kulturellen Erbe. Märchenhafte Schlösser wie das berühmte „Schwalbennest“ auf steiler Klippe über dem Meer zeugen von illustren Gästen. Im berühmten Badeort Jalta errichtete sich der russische Zar einen Sommerpalast; im Februar 1945 trafen sich Stalin, Roosevelt und Churchill hier. Ganz in der Nähe erinnert die Datscha Anton Tschechows an den genialen Erzähler und ausgezeichneten Menschenkenner.

Die Marinestadt Sewastopol ist nicht nur als Heimathafen der Schwarzmeerflotte bedeutend: In den antiken Ruinen von Chersones kann man auf Spurensuche der größten griechischen Stadt der Krim gehen. Mit orientalischer Pracht bezaubert der Khans-Palast in Bachtschissarai, der ehemaligen Hauptstadt der Krim-Tataren, der schon Katharina die Große begeisterte. Für Abwechslung sorgen Schiffsausflug und Weinprobe.

Ein besonderes Erlebnis dürfte die Fahrt mit dem Nachtzug nach Odessa werden. Die bedeutende Hafenstadt am Schwarzen Meer war vor Eroberung durch Katharina II. eine tatarische Festung. Klassizistische Prachtbauten aus der Blütezeit im frühen 19. Jh.  dominieren das Bild; Kastanien und Bürgerpalais säumen den eleganten Primorski-Boulevard. 1905 war Odessa ein Schauplatz der Russischen Revolution. Meuternde Matrosen wurden von streikenden Hafenarbeitern unterstützt. Die gewaltige Freitreppe, auf der zarentreue Kosaken eine friedlich demonstrierende Menge niederritten, ist durch Sergej Eisensteins Stummfilm „Panzerkreuzer Potemkin“ weltberühmt geworden.

Reisetermine: https://www.hirschreisen.de/reiseziele/osteuropa/ukraine/