Studienreisen mit Hirschreisen nach Mexiko
Der Eroberer Hernán Cortés zerknüllte ein Stück Papier, um Kaiser Karl V. dieses Land zu beschreiben. Ein treffender Vergleich, liegen doch zwei Drittel Mexikos 1000 bis 2000 m hoch. Neben Hochland und Gebirgen bietet das Land, das 6-mal so groß ist wie Deutschland, Wüsten und fruchtbare Ebenen, Strände, schneebedeckte Vulkane und tropischen Regenwald. Inmitten dieser grandiosen Natur erblühten Hochkulturen, lange bevor Europa aus dem Dunkeln erwachte. Geheimnisvolle Pyramiden, Tempelruinen und verlassene Paläste erinnern an die Reiche der Mayas und Azteken. Über 10.000 archäologische Stätten wurden entdeckt.
Mit den Konquistadoren begann die Tragödie aus Gewalt, Versklavung und Zerstörung. Neue Städte und barocke Kathedralen entstanden nach dem Muster des alten Europa. Einige haben ihren kolonialen Charme bewahrt, reizvoll vermischt mit indianischen Traditionen, so Oaxaca, wo es eine schönsten Kirchen Mexikos zu bewundern gibt, oder San Cristóbal de las Casas im Bergland, mitten in der Welt der Indios. Chaotisch und großartig: Mexico-City, die größte Stadt der Welt, deren sensationelles Anthropologisches Museum uns eintauchen lässt in die präkolumbianische Vergangenheit.
Weit besser gelingt dies vor Ort! Noch haben die Ruinenstädte nicht alle Geheimnisse preisgegeben. So die Maya-Stadt Chichén Itzá auf der Halbinsel Yucatan, mit einzigartigen Pyramiden. Und natürlich Palenque, die eindrucksvollste Kultstätte Mexikos im dichten Urwald von Chiapas. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden sogar die Ägypter als Baumeister in Erwägung gezogen. Die harmonische Anlage aus Tempeln und Palästen geschmückt mit kunstvollen Stuckornamenten wirkt leicht und verspielt. Grausig: der Ballspielplatz für das rituelle Spiel um Leben und Tod, bei dem Unterlegene den Göttern geopfert wurden.
Brillant: der Kalender der Maya. Ungeheuer präzise berechneten sie den Lauf der Sonne und anderer Himmelskörper und schufen eine hoch entwickelte Astronomie, die mehrere verschieden lange zyklische Kalender kombinierte. Da nach dem Dresdner Codex, der wichtigsten überlieferten Handschrift, am 21. Dezember 2012 unserer Zeitrechnung eine Epoche enden soll, befürchten Apokalyptiker den Weltuntergang.
Wir werden es wohl nicht erleben. Darauf einen Tequila!
Studienreisen nach Mexiko
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