Studienreise - Ile de France NEU - 7 Tage
Auf einen Blick
- Kathedralen der Früh- und Hochgotik
- Grablege der Könige von Frankreich
- Mittelalterliche Stadtbilder
- Schlösser und Herrenhäuser
Kathedralen und Schlösser
Bekanntlich schlägt das Herz Frankreichs in Paris. Aber was wäre die Metropole ohne ihr reizvolles Umland? Nicht in der modernen Hauptstadt, sondern an heute weitgehend vergessenen Orten der Ile de France
stand die Wiege der französischen Monarchie. Hier bildete sich das Zentrum der eigenständigen französischen Kultur heraus. Die Entstehung des gotischen Kathedralsystems und eine neue Konzeption von Skulptur und Glasmalerei sind eng mit der Ile de France verbunden. Paris stieg nach dem Hundertjährigen Krieg zum politischen, wirtschaftlichen und geistigen Zentrum auf, der Provinz fiel die Rolle als Jagdrevier der Könige und des Adels und als Versorgungs- und Erholungsraum für die hauptstädtische Bevölkerung zu. Die Städte im Pariser Becken blieben bis ins 19. Jahrhundert weitgehend abgekoppelt von modernen Entwicklungen, was ihnen ihren hauptsächlich mittelalterlichen Aspekt bewahrte. Mit ihren großteils noch geschlossenen mittelalterlichen Stadtbildern und einer Fülle bedeutender historischer Bauten ziehen sie den Besucher in ihren Bann. Eine reizvolle, abwechslungsreiche Fluss-, Hügel-, Wald- und Wiesenlandschaft fasst sie ein, dient aber auch als Kulisse für großartige Burgen und elegante Schlösser, die sich Könige und Hochadel im Bannkreis von Paris errichten ließen.
1. Tag: Kathedralen im Bannkreis der Hauptstadt
Karlsruhe Abfahrt 6.00 Uhr - auf der Autobahn fahren Sie durch das Elsass, Lothringen und die Champagne ins Bassin Parisien nach Laon. Die Bischofsstadt thront auf einem Felssporn. Ihre Kathedrale, ein Meisterwerk der Frühgotik, war Vorbild für zahlreiche Sakralbauten in Deutschland. Nach der Bes. lädt die mittelalterliche Oberstadt zum Flanieren ein. Auch in Noyon, einem Städtchen mit mittelalterlichem Charakter, lässt sich an der Kathedrale die Entwicklung der gotischen Architektur ablesen. Schnell ist Compiègne erreicht, wo Sie Ihr Standquartier für den ersten Teil des Aufenthalts in der Ile de France aufschlagen.
2. Tag: Kathedrale der Superlative
Compiègne - ein Abstecher in die Picardie führt nach Amiens, um eine der schönsten und größten Kathedralen der Hochgotik zu bewundern. Das Mittelschiffgewölbe überragt mit 43 Metern das aller anderen französischen Kathedralen und steigt so auch hoch über die Häuser der weitgehend modern wieder aufgebauten Altstadt auf. Nach Bes. und Aufenthalt fahren Sie weiter nach Beauvais, wo an der Kathedrale deutlich wird, wohin (architektonischer) Hochmut führen kann. Hier wollte der Baumeister noch höher hinaus als in Amiens, doch er überschätzte sein Können und das Gewölbe stürzte ein. Der Nachfolgebau des Chores lässt dennoch wegen seiner gewaltigen Vertikalität erstaunen. Berühmt ist die Stadt schon seit dem Mittelalter auch als Textilzentrum und seit dem 17. Jh. als königliche Wandteppich-Manufaktur. In der 1989 wieder eingerichteten Manufaktur können Sie die Arbeit der Handwerker beobachten, die aus dünnen Fäden Kunstwerke weben, und in der Nationalgalerie der Tapisserien Erinnerungen an die Glanzzeit der Manufaktur von Beauvais bestaunen. Rückkehr nach Compiègne.
3. Tag: Mittelalterliche Impressionen - Königsstädte und Burgen
Compiègne - nach kurzweiliger Fahrt durch das Aisne-Tal erreichen Sie die alte fränkische Königsstadt Soissons, deren Kathedrale Früh- und Hochgotik vereint. Ein Bummel in der nach den Zerstörungen des Ersten Weltkriegs wieder entstandenen Altstadt vermittelt einen Eindruck ihrer einstigen Bedeutung. Wie eine Vision aus einem mittelalterlichen Stundenbuch thront die Burg von Pierrefonds auf einem Fels über dem Ort und der romantischen Landschaft. Da im 19. Jh. phantasievoll rekonstruiert, wird sie häufig als „Neuschwanstein Frankreichs” bezeichnet. Nach einem Blick auf den imposanten Außenbau fahren Sie weiter nach Morienval, um die bedeutendste unter den erhaltenen Kirchen der Romanik in der Ile de France zu besuchen. Der Nachmittag gehört Senlis, als reizvollste Stadt in der Umgebung von Paris gepriesen. Nach Bes. der frühgotischen Kathedrale Gelegenheit zu persönlichen Entdeckungen in der malerischen Altstadt. Rückkehr nach Compiègne.
4. Tag: Weltliche Genüsse und höfisches Leben
Compiègne - eine großartige Einführung in die Kunst der Renaissance bietet das Nationalmuseum der Renaissance im Schloss von Ecouen. Hier erfahren Sie Interessantes über den höfischen Baustil und die Gartenkunst und bestaunen auch kostbare Tapisserien, Gemälde, Majoliken und Skulpturen. Auf denselben Bauherr, Anne de Montmorency, geht das Wasserschloss von Chantilly zurück. In dem im 19. Jh. entstandenen Trakt ist das Musée Condé mit einer wertvollen Kunstsammlung eingerichtet. Anschließend können Sie im französischen Garten, der von Le Nôtre Ende des 17. Jhs geschaffen wurde und von einem weitläufigen Park im englischen Stil umgeben ist, lustwandeln. Auch Compiègne besitzt ein stattliches Schloss, das jüngste im Bunde, aus dem 18. Jh. Sie werfen einen Blick auf den klassizistischen Außenbau von Napoleons Lieblingsschloss und besuchen die kaiserlichen Appartements.
5. Tag: Die Kathedrale als Bilderbuch
Compiègne - Sie fahren vor die Tore von Paris nach St. Denis, wo Abt Suger mit dem Neubau der Abteikirche das Zeitalter der Gotik einläutete. Sie erfahren von seinen revolutionären Bauideen und besichtigen in der Basilika die Grablege der Könige von Frankreich. Um Paris herum führt der Weg nach Chartres. Die Kathedrale gilt generell als der „Schlüsselbau” und das Meisterwerk gotischer Sakralbaukunst, denn nahezu unversehrt haben sowohl die Architektur, als auch die Portalskulpturen und der Schatz an mittelalterlichen Buntglasfenstern die Jahrhunderte überdauert. Auch die Altstadt mit ihren malerischen Winkeln lädt zu einem Bummel ein, bevor die Fahrt über Landstraßen nach Fontainebleau geht.
6. Tag: Wo der Hof feierte
Fontainebleau - den Vormittag widmen Sie dem Schloss, das unter König Franz I. zum Schauplatz eleganten höfischen Lebens nach italienischer Manier wurde. Die berühmte „Schule von Fontainebleau” verband die Kunst der italienischen Spätrenaissance mit dem französischen Formgefühl und schuf die Grundlage einer eigenständigen französischen Kunst. Von den königlichen Nachfolgern wurde das Schloss jeweils den neuesten Baumoden angepasst. Am Nachmittag fahren Sie nach Vaux-le-Vicomte wo Nicolas Fouquet für sein Herrenhaus die besten Künstler der frühen Barockepoche engagierte. Eindrucksvoll wird es vom ersten und für Kenner immer noch vollkommensten Barockgarten des Le Nôtre gerahmt. Rückkehr nach Fontainebleau.
7. Tag: Unbekannte Ile de France
Fontainebleau - erneut tauchen Sie in St-Loup-de-Naud ins Mittelalter ein. An einer der ältesten erhaltenen Kirchen der Ile de France hat sich das reliefierte Weltgerichtsportal erhalten, das an die Kathedrale von Chartres erinnert. Den Schlusspunkt des Aufenthalts in der französischen Königslandschaft setzt das malerische Landstädtchen Provins, das sein mittelalterliches Gepräge wie kaum eine andere Stadt bewahren konnte und dafür in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde. Am Nachmittag Rückreise nach Karlsruhe (Ankunft gegen 20.30 Uhr).
Reiseleitung: Regina Löwe
- Fahrt im ****Sterne FirstClass-Fernreisebus mit allem Komfort
- Qualifizierte Hirsch-Reiseleitung
- 6 Übernachtungen im Zimmer mit Bad oder Dusche/WC
- Halbpension (Abendessen, Frühstücksbuffet)
- Gruppentrinkgelder in den Hotels
- Eintrittsgelder
De Flandre** (Compiègne), ***Mercure Royal (Fontainebleau)
Details- Doppelzimmer pro Person
925 €
- Einzelzimmer
1125 €
De Flandre** (Compiègne), ***Mercure Royal (Fontainebleau)
Compiègne, **Hotel De Flandre, 4 Nächte
Fontainebleau, ***Hotel Mercure Royal, 2 Nächte




