Orgeln an der Nordsee - NEU! - 7 Tage
Auf einen Blick
- Arp Schnitgers Meisterwerke
- Hansestadt Bremen
- Künstlerkolonie Worpswede
Orgeln zwischen Groningen und Bremen
In den von der Reformation geprägten Landstrichen des nördlichen Mitteleuropa kam es zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert zu einer besonderen Blüte der Orgelkunst. Die Holländer bezeichnen ihre nordöstliche Provinz Groningen als wahren Orgelgarten, und das benachbarte Ostfriesland kann mit einer Fülle an wertvollen historischen Instrumenten aufwarten, die in Europa wohl einzigartig ist. Interessante Landschaftseindrücke bereichern die Fahrt, bei der auch Gelegenheit geboten wird, die eindrucksvolle Stadt Bremen kennenzulernen.
1. Tag: In die holländische Provinzhauptstadt
Karlsruhe Abfahrt 6.00 Uhr - Fahrt auf der Autobahn über Mannheim - Frankfurt - Dortmund und Münster in einen äußerst abgelegenen Winkel unseres Landes. In den Kirchen der benachbarten Orte Veldhausen und Neuenhaus erklingen erstmals Orgeln. Hier wirkt Deutschland schon fast niederländisch. Am späten Nachmittag erreichen Sie Groningen, wo nach Zimmerbezug und Abendessen die weltberühmte Orgel der Martinikirche, ein Meisterwerk von Arp Schnitger, zu hören sein wird.
2.Tag: Musik zwischen Deichen und Windmühle
Groningen - ein Spaziergang bringt Ihnen diese typisch holländische Stadt nahe, sicherlich begleitet vom Klang einer typischen Drehorgel. In Holland sind die Entfernungen gering. Fahrt durch das flache, mit seinen Kanälen, Brücken und Schiffen aber keineswegs „langweilige“ Land. Eine hervorragend restaurierte Orgel aus dem Jahre 1700 beeindruckt im direkt an der Nordsee gelegenen Ort Uithuizen. Nicht weit ist es nach Krewerd, wo die älteste Orgel Hollands (1531) mit Liedern und Tänzen aus der Reformationszeit vorgestellt wird. Als Seezeichen diente im Mittelalter der Turm der gotischen Kirche von Zeerijp. Ein kathedralartiger Raum umfängt Sie, in welchem der warme Klang einer Orgel aus der Zeit um 1650 eine besondere Poesie entfalten wird. Nach geruhsamer Fahrt wird die ostfriesische Metropole Leer erreicht.
3. Tag: Orgeln in Ostfriesland
Leer - heute tauchen Sie ein in das bäuerlich geprägte Marschland der Halbinsel Krumhörn, der zentralen Landschaft Ostfrieslands. Beständiger Wind erinnert an die Nähe des Meeres. Eine besondere Attraktion ist das auf einer Wurt (zum Schutz gegen Hochwasser) gelegene Rundlingsdorf Rysum; hier erklingt in der reformierten Kirche die älteste spielbare Orgel Deutschlands, deren Anfänge bis 1457 zurückreichen. Kaum weniger reizvoll ist das Instrument im benachbarten Westerhusen. Sein rustikaler Klang sollte den kräftigen Gesang der Bauerngemeinde unterstützen. Elegant und empfindsam präsentiert sich dagegen das um die Wende zum 19. Jh. entstandene Instrument im nahen Groothusen. Nach der Mittagspause im malerischen Hafenstädtchen Greetsiel statten Sie dem unmittelbar am Meer gelegenen Pilsum einen Besuch ab; die großartige romanische Kirche erinnert an normannische Bauten in Südengland. Den Abschluss dieses reich gefüllten Tages bildet der Besuch in Marienhafe, dessen monumentale Kirche mit einer hervorragend erhaltenen Barockorgel aufwartet. Nebenbei werden Sie über die Geschichte der Seeräuberei informiert. Rückfahrt nach Leer.
4. Tag: Auf den Spuren von Arp Schnitger
Leer - nach kurzer Fahrt in die Stadt Norden erleben Sie einen der Höhepunkte dieser Reise. Das in kühner architektonischer Anlage konzipierte, ab 1686 entstandene Instrument in der Ludgerikirche ist ein herausragendes, seit langem berühmtes Werk von Arp Schnitger, das sich in einem hervorragend gepflegten Zustand zeigt. In der Stadtkirche von Esens hören Sie ein Instrument, das sich mit seinem warmen, romantischen Klang geradezu exotisch im Kontext dieser Orgelreise ausnimmt. Nach längerer Fahrt, vorbei an Wilhelmshaven und entlang des Jadebusens, erreichen Sie Dedesdorf in der Wesermarsch. Der Blick vom Deich ist hier ein Muss! In der Kirche befindet sich eines der kleinsten Instrumente von Arp Schnitger - es ist von besonderem Interesse, denn mancher Teilnehmer hat das Gegenstück bereits vor vier Jahren in Portugal (!) kennengelernt. Am späten Nachmittag erreichen Sie die Hansestadt Bremen, wo nach dem Abendessen der monumentale romanische Dom den passenden Rahmen gewährt. Der Tag kann auf dem eindrucksvollen Bremer Marktplatz bei den Bremer Stadtmusikanten oder im Ratskeller einen würdigen Abschluss finden.
5. Tag: Von der Hansestadt zur Künstlerkolonie
Bremen - erneut geht es zum Dom, der 5 (!) Orgeln beherbergt. Aus Sachsen hat sich hier eine kleine, sehr klangschöne Silbermann-Orgel verirrt. Gottfried Silbermann trifft hier also gleichsam auf Arp Schnitger, sächsisches und plattdeutsches Idiom vermischen sich. Nach einem kurzen Orgelspiel in der ehrwürdigen Martinikirche wird eine einheimische Führerin Ihnen den Blick für den Weg Bremens in die Moderne eröffnen. Am Anfang soll die berühmte Böttcherstraße stehen. Anschließend werden Sie in das Künstlerdorf Worpswede entführt. Hier am Rande des Teufelsmoores wird ausführlich von Jugendstil und Expressionismus, von Otto Modersohn, Heinrich Vogeler und Paula Modersohn-Becker die Rede sein. Mit der Orgel im nahe gelegenen Grasberg wird dieser Tag ausklingen. Rückfahrt nach Bremen.
6. Tag: Klingende Schätze zwischen Weser und Elbe
Bremen - die Reise führt nach Norden, nach Cuxhaven. Zwei mittlerweile eingemeindete Orte halten Orgeln von Ausnahmerang bereit: der „Bauerndom“ in Cuxhaven-Lüdingworth besticht nicht nur durch die Fülle seiner Kunstwerke, sondern besitzt auch eine großartige Orgel, deren Anfänge bis in das Jahr 1598 zurückreichen. Im benachbarten Cuxhaven-Altenbruch erfreut die monumentale Orgel der Nicolai-Kirche nicht nur durch den Farbenreichtum ihrer Klänge, sondern zeigt sich auch mit einem besonders prächtigen Gehäuse. Während der Mittagspause auf dem Elbdeich vor dem Ort schweift der Blick weit über das Wasser. Sie sehen die Richtung Hamburg ein- und ausfahrenden Ozeanriesen. Das letzte Instrument an diesem Tag erklingt im kleinen Dorf Cappel, wo einst Helmut Walcha auf der Schnitger-Orgel seine berühmten Bach-Aufnahmen gespielt hatte. Rückfahrt nach Bremen.
7. Tag: Liebliches Weserbergland
Bremen - nach einer Woche norddeutsch-holländischer Tiefebene bietet eine Fahrt durch die Hügel des Weserberglandes willkommene Abwechslung. Im Ort Marienmünster bei Höxter wird eine längere, musikalisch gewürzte Pause eingelegt, ehe Sie am Abend über Warburg, Kassel und Frankfurt Karlsruhe erreichen (Ankunft ca. 20.30 Uhr).
Orgelvorführungen und Reiseleitung: Prof. Andreas Schröder
- Fahrt im ****Sterne FirstClass-Fernreisebus mit allem Komfort
- Qualifizierte Hirsch- Reiseleitung
- 6 Übernachtungen im Zimmer mit Bad oder Dusche und WC
- Halbpension (Abendessen, Frühstücksbuffet)
- Gruppentrinkgelder in den Hotels
- Eintrittsgelder
- Orgelvorführungen
Zum Zeitpunkt der Drucklegung waren noch nicht alle beschriebenen Orgelvorführungen gesichert. Änderungen müssen wir uns daher vorbehalten.
Martini **(Groningen), BW Frisia ****(Leer), Maritim ****(Bremen)
Details- Doppelzimmer pro Person
1055 €
- Einzelzimmer
1235 €
Martini **(Groningen), BW Frisia ****(Leer), Maritim ****(Bremen)
Groningen 1 Martini **
Leer 2 BW Frisia ****
Bremen 3 Maritim ****





