   
 3 weitere Bilder Zwischen Mittelmeer und Mesopotamien
Moscheen und Klöster, Kreuzritterburgen und antike Tempel, bedeutende Handelsrouten und faszinierende Ruinenstädte... Schon vor Tausenden von Jahren gab es zwischen Euphrat und Mittelmeer blühende Städte. Damaskus, die Hauptstadt Syriens mit der großen Omayyaden-Moschee, gehört zu den ältesten Städten der Welt. Die Karawanenstädte Aleppo und Palmyra an der alten Seidenstraße waren Drehscheiben der Kulturen - und bis heute ist Syrien ein tolerantes und aufgeschlossenes Land. Auch das moderne Syrien mit orientalischem Leben in Kaffee- und Teehäusern und den duftenden Gewürzmärkten wird Sie faszinieren!
1. Tag: In den Orient
Karlsruhe Abfahrt 3.30 Uhr - Transfer über Mannheim nach Frankfurt - Flug mit TURKISH AIRLINES über Istanbul nach Damaskus. Auf einer orientierenden Stadtrundfahrt bekommen Sie einen ersten Eindruck vom kulturellen und religiösen Zentrum des Orients, das Reisende vergangener Zeiten als „irdisches Paradies“ rühmten.
2. Tag: Das „Paradies auf Erden“
Damaskus - Sie unternehmen einen Stadtrundgang. Die reizvolle Altstadt mit ihren engen Gassen und berühmten Souks ist UNESCO-Weltkulturerbe. Sie kommen zum prunkvollen Azem-Palast und schlendern durch den quirligen Souq al-Hamediye. Unverwechselbares Wahrzeichen der Stadt ist die gewaltige Omayyaden-Moschee. Mit ihren Minaretten und Mosaiken, dem Grabmal Saladins und dem herrlichen Innenhof gilt sie als eines der schönsten Bauwerke des frühen Islam. Anschließend begeben Sie sich auf die Spuren des Apostels Paulus zur unterirdischen Ananias-Kapelle. Abschluss des Tages bildet das Nationalmuseum mit seinen kostbaren Fundstücken u.a. aus assyrischer Zeit, die Ihnen die Geschichte Syriens anschaulich nahebringen.
3. Tag: Ruinenstadt
Damaskus - Fahrt zur antiken Königsstadt Qatna, die 1340 v. Chr. von den Hethitern zerstört wurde. 2002 entdeckte ein Forscherteam, darunter Archäologen der Universität Tübingen, die unversehrte Grabanlage der Könige: ein Jahrhundertfund! In Hama bewundern Sie die berühmten großen Wasserräder, Teil des ausgeklügelten Bewässerungssystems. Ein landschaftlicher Höhepunkt ist die Fahrt durch das Alawitengebirge zu den Ruinen von Apamea. Hier spazieren Sie auf der Kolonnadenstraße zwischen römischen und byzantinischen Säulen durch das Tal des Orontes. Übernachtung in Homs.
4. Tag: Die Burg der Kreuzritter
Homs - Spaziergang zum Mausoleum des Feldherrn Khalid Ibn al-Walid. Dann fahren Sie zur berühmtesten und besterhaltenen Kreuzritterburg des Vorderen Orients, dem Krak des Chevaliers (UNESCO-Kulturdenkmal). Die majestätische Bastion auf dem Hügel beherrscht die gesamte Umgebung - ein Symbol europäi-scher Eroberungsgier. Kaum bekannt ist die idyllisch
gelegene Tempelanlage Hosn Suleiman, wo schon Baal und Astarte verehrt wurden. Übernachtung im Städtchen Safita, das ebenfalls von einer Kreuzritterburg überragt wird.
5. Tag: An der Küste der Kreuzfahrer
Safita - Fahrt entlang der Küste über die einstige Temp-lerstadt Tartus nach Lattakia, die wichtigste Hafenstadt Syriens. Das nahe Ugarit war bereits im 7. Jt. v. Chr. besiedelt und ist berühmt für die hier entdeckten Keilschrifttafeln. Um 1100 v. Chr. entstand hier ein eigenständiges Königreich mit Handelsbeziehungen nach Ägypten und Babylon. Anschließend bewundern Sie die Saladinburg, die einst die mittelalterliche Straße zwischen Lattakia und Aleppobewachte. Am Abend erreichen Sie Aleppo. Die zweitgrößte Stadt Syriens gehört zu den kulturhistorisch wichtigsten des Nahen Ostens. Seit der Antike Schnittstelle wichtiger Handelsrouten, übertraf die Bedeutung Aleppos zeitweise sogar die Alexandrias oder Konstantinopels.
6. Tag: Lebendiges Aleppo
Aleppo - zu Fuß geht es durch die Altstadt (UNESCO-Kulturerbe), die den Besucher mühelos in die Zeit Marco Polos zurückversetzt. Sie bestaunen die Zitadelle, die auf einem Felsplateau thront. Früher uneinnehmbar, ist sie heute gut zugänglich und erlaubt einen phantastischen Blick auf die lebendige Stadt. Sie besichtigen das Archäologische Museum und die Große Moschee. Das pulsierende Herz der alten Händlermetropole bildet der farbenprächtige Souk mit seinen vielen kleinen Geschäften. Nutzen Sie den freien Nachmittag zum Bummeln im schier unendlichen Gassengewirr dieses Bazars, der zu den schönsten des Vorderen Orients zählt!
7. Tag: Der Säulenheilige
Aleppo - Fahrt ins antike Ebla, wo die Archäologen noch immer eifrig damit beschäftigt sind, die zahlreichen Monumente freizulegen. Aus dem 3. - 2. vorchristlichen Jt. sind der Tempel und der Königspalast mit einem Archiv von etwa 17.000 Tontafeln erhalten. Weiterfahrt zu den „Toten Städten“, Ruinen einst blü-hender byzantinischer Handelsstädte in malerischer Landschaft. Nah bei Aleppo liegt das eindrucksvolle Kloster des Heiligen Simeon, der im 5. Jh. den Kult der Säulenheiligen begründete. Schon zu Lebzeiten als Wundertäter verehrt, verbrachte er 30 Jahre auf einer hohen Säule. Rückfahrt nach Aleppo
8. Tag: Entlang des Euphrat
Aleppo - Fahrt nach Rassafa und Besichtigung des Palastes des Kalifen Abdul Malik, unter dessen Herrschaft im 8. Jh. Kunst und Architektur eine Blüte erlebten. Die antike Stadt Raqqah am linken Euphratufer wurde von Alexander dem Großen gegründet. Sie wandeln auf den Spuren des großen Kalifen Harun ar-Rashid und sehen die Stadtmauer mit dem reich ornamentierten Bagdadtor, das „Schloss der Töchter“ und die alte Moschee. Entlang der grünen Flussoase des Euphrat fahren Sie nach Deir Ez-Zor und genießen die landschaftliche Vielfalt im Osten Syriens.
9. Tag: Am östlichsten Punkt des Römischen Weltreichs
Deir Ez-Zor - in Mari treffen Sie auf die 5000 Jahre alte Kultur der Sumerer. Weiter geht es durch karge Wüstenlandschaft nach Doura Europos, hoch über dem Euphrat gelegen. Sie besichtigen die Überreste der Tempel, Paläste und Wohnhäuser, die aus der Zeit der Griechen und des alten iranischen Volkes der Parther stammen. Höhepunkt des Rundgangs ist der Blick von der Steilkante des Plateaus auf die Zitadelle und das Flusstal. Schließlich erreichen Sie die Oasenstadt Palmyra mitten in der syrischen Wüste, einst blühendes Königreich unter der legendären Königin Zenobia.
10. Tag: Die „Palmenreiche“
Palmyra - am Vormittag bestaunen Sie bei einem ausführlichen Rundgang die antike Metropole an der Seidenstraße, einer der baulichen Glanzpunkte der spätrömischen Epoche im Nahen Osten (UNESCO-Kulturerbe). Sie sehen u. a. den Baaltempel, die Große Kolonnade, den Hadriansbogen, das gut restaurierte Theater sowie die Agora. Besonders imposant ist das Tetrapylon, ein gewaltiger Torbau mit korinthischen Säulen. Unweit der alten Karawanenstadt liegt das Tal der Gräber. Nach der Mittagspause begeben Sie sich auf den nahen Hügel zur Burg Qala’at Ibn Maan, eine arabische Anlage aus dem 17. Jh.
11. Tag: Christliche Felsenklöster
Palmyra - der freie Vormittag gibt Ihnen Gelegenheit, das Museum zu besuchen oder nochmals in Ruhe durch die Ruinen zu streifen. Anschließend fahren Sie durch die Steinwüste ins Antilibanon-Gebirge. Das christliche Dorf Maalula bietet einen malerischen Anblick mit den blauen Dächern der in den Berg gehauenen Häuser, die sich zwischen den schroffen Felsen zu verstecken scheinen. Durch einen engen Felsspalt schlängelt sich die Straße zum Mönchskloster Mar Sarkis, eine der ältesten christlichen Kirchen. Durch eine Schlucht ist es mit der Klause der Hl. Thekla verbunden. In dieser Gegend wird noch heute Aramäisch, die Sprache Jesu Christi, gesprochen. Am Abend erreichen Sie Damaskus.
12. Tag: Ma’ a salama!
Damaskus - Transfer zum Flughafen und Flug über Istanbul nach Frankfurt - Transfer über Mannheim nach Karlsruhe (Ankunft ca. 13.00 Uhr).
Reiseleitung: Lothar Herling M.A. |