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- Ravennas Mosaikenschätze
- Pferderennen in Ferrara
- Bolognas Reichtum
- Freizeit in Bologna und Ferrara
Ferrara mit Palio - Bologna - Ravenna
Die Emilia Romagna ist heute eine der reichsten Industrie- und Agrarzonen Italiens. Die glanzvollen Zeugnisse ihrer kulturellen Entwicklung jedoch sind wenig erschlossen. Ferraras Herzöge holten große Geister an ihren Hof, hatten weitreichendes politisches Gewicht und gestalteten ihre Hauptstadt als moderne Planstadt der Renaissance. Das berühmte Pferderennen, der Palio, wurde hier schon im 14. Jahrhundert eingeführt. Comacchio im Delta des Po hat mit seinen Brücken und Kanälen einen ganz eigenen Charme. Ravennas Mosaiken und die altehrwürdige Abtei von Pomposa sind Zeugen der frühen christlichen Kunst, die in Italien mit der Galla Placidia im 5. Jahrhundert ihren ersten großen Höhepunkt erlebte. Schließlich die Hauptstadt Bologna: die ungekrönte Königin der Kunst und Kultur mit der ältesten Universität Europas hat Reichtum und Ansehen bis in die heutige Zeit bewahrt.
1. Tag: Antonionis und Fellinis Heimat
Karlsruhe Abfahrt 6.00 Uhr - Autobahn Basel - Luzern
- Gotthard - Mailand - Bologna - Ferrara. Sie wohnen im ****Sterne HOTEL ASTRA im Stadtzentrum. Die gemütlichen Zimmer sind mit Bad oder Dusche und WC, Fön, Klimaanlage, Sat-TV, Telefon und Minibar ausgestattet. Das Hotel bietet einen eleganten Aufenthaltsraum, der zum Verweilen einlädt. In der näheren Umgebung finden Sie zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten.
2. Tag: Pracht der Herzöge von Este
Ferrara - Macht und Glanz der Este im 14. Jh. manifestierten sich in ihrem mächtigen Castello Estense. Originale Raumdekorationen und zahlreiche Ausstellungsobjekte erzählen die kurze, aber glanzvolle Geschichte der Herzöge von Ferrara. Rundgang vorbei am Palazzo Communale mit der Reiterstatue von Niccolo III. d’Este. Gegenüber liegt die Kathedrale San Giorgio. Im romanischen Stil begonnen, konnten ihr die vielen Stilmischungen folgender Jahrhunderte nichts von ihrer harmonischen Anmut rauben (Mittagspause). Anschließend weiter durch die mittelalterlichen Gassen Ferraras, wo einst die große jüdische Gemeinde beheimatet war. Sie gelangen zur Casa Romei, dem luxuriösen Wohnsitz eines reichen Kaufmanns und Vertrauten der Herzöge von Este aus dem 14. Jh. Höhepunkt des Nachmittages sind die Fresken des Palazzo Schifanoia, die zu den wichtigsten Freskenzyklen des 15. Jhs in Italien zählen. Der Rest des Nachmittages steht zur freien Verfügung. Wir empfehlen einen Spaziergang auf der gut erhaltenen Stadtmauer.
3. Tag: „Grassa e dotta” - die Fette und Gelehrte
Ferrara - Fahrt nach Bologna. Rundgang durch den alten Stadtkern mit seinen Laubengängen, der Piazza di Porta Ravegnane und den „Torre Pendenti”, den schiefen Türmen Bolognas. Vorbei am malerischen Zunfthaus der Gewandschneiderei zur Kirche San Giacomo Maggiore mit Gemälden der wichtigsten Bologneser Künstler - eine bedeutende kleine Pinakothek. Durch kleine Altstadtgassen gelangen Sie zum Fünf-Kirchen-Komplex von Santo Stefano aus der Kreuzfahrerzeit. Die Kirche San Domenico ist letzte Ruhestätte für „Enzo” den Staufer und Grabstätte des heiligen Domenikus. Über den Palazzo Bevilaqua kommen Sie zum Hauptplatz an der Piazza Maggiore mit der Fontana Nettuno und Palazzi des 13. - 14. Jhs. Beherrschend der mächtige, nie vollendete Bau der Kirche San Petronio, Heimstatt von Werken Calvaerts, Parmigianinos und Tribolos. Anschließend Zeit zur freien Verfügung. Rückfahrt nach Ferrara.
4. Tag: Byzantinischer Goldglanz
Ferrara - Fahrt nach Ravenna. Außerhalb der Stadt erhebt sich die Basilika Sant‘ Apollinare in Classe. Die Grabeskirche des Heiligen Apollinaris (549 geweiht) war Hauptkirche des ehemaligen römischen Hafenortes Classis. Ravenna wurde 403 Hauptstadt des untergehenden Weströmischen Reiches und war sein glanzvoller Mittelpunkt. Aus der Zeit der Galla Placidia (425 - 450) stammen die Kirchen San Giovanni Evangelista, San Francesco mit dem Grab Dantes, das Baptisterium der Orthodoxen und das Mausoleum. Unter dem Ostgoten Theoderich entstanden das Baptisterium der Arianer, die Kirche San Apollinare Nuovo sowie das Grabmal des Theoderich. San Vitale aus dem 6. Jh. ist die byzantinischste aller ravennatischen Kirchen. Die Krönung Ravennas ist jedoch die Pracht ihrer Mosaiken, deren herausragende Beispiele Sie im Mausoleum der Galla Placidia und in San Vitale ausführlich betrachten. Rückfahrt nach Ferrara.
5. Tag: Das Po-Delta
Ferrara - Fahrt in Richtung Küste zur berühmten Abtei von Pomposa. Das einflussreiche Benediktinerkloster erreichte im 11. Jh. den Höhepunkt seiner Macht. In beeindruckender romanischer Architektur erleben Sie hier bedeutende Freskenzyklen des 14. Jhs. An der Küste entlang Fahrt in die Valli di Comacchio zur bezaubernden, auf 13 Inseln erbauten Lagunenstadt Comacchio. Sie lernen den Torre dell‘Orologio, die Loggia dei Mercanti, die Brücke Degli Sbirri und das Wahrzeichen der Stadt, die Treponti aus dem 16. Jh., kennen. Das Museum mit dem gut erhaltenen „Römischen Boot” erinnert an die bedeutende Griechensiedlung Spina. Gelegenheit zum Mittagessen in einem der stimmungsvollen kleinen Restaurants entlang der Kanäle mit garantiert frisch gefangenem Fisch. Im Anschluss Bootsausflug in das eindrucksvolle Naturschutzgebiet des Po-Deltas und zu den typischen Casoni, den mittelalterlichen Behausungen der Aalfischer. Rückfahrt nach Ferrara. Am Vorabend des Palio genießen Sie ein Festessen in einem der teilnehmenden Stadtteile. Fröhlich und lebhaft zeigen Ihnen die Ferraresen ihre Begeisterung - mit Wein und lokalen Spezialitäten!
6. Tag: Das große Rennen
Ferrara - am Vormittag Besuch des Archäologischen Museums, in dem die Bedeutung des Landstriches schon in griechischer Zeit mit der umfangreichen Sammlung rotfiguriger Vasen veranschaulicht wird. Anschließend ist es so weit: Nach mehrmonatiger Vorbereitung durch die Bewohner der Stadt soll dieser Sonntag der Höhepunkt des Jahres und Ihrer Reise werden. Auf Tribünenplätzen können Sie den historischen Wettrennen beiwohnen. Der Palio - übrigens der älteste Italiens - ist ein Wettkampf, der die blutigen Auseinandersetzungen der Stadtteile im Mittelalter in einen sportlichen Wettkampf beim Pferderennen umlenkte. Es finden vier Rennen in Folge statt: Die Wettrennen der Knaben, der Mädchen, der Eselinnen und der Pferde.
7. Tag: Abschied von der Po-Ebene
Ferrara - Rückreise über Bologna - Autobahn Mailand - Gotthard - Basel - Karlsruhe (Ankunft ca. 19.00 Uhr).
Reiseleitung: Birgrit Schreiber-Schmidt |